09.02.09

Rupert Grint

Ein Nachmittag im Pulk der Harry-Potter-Fans

13.30 Uhr, vor dem Kino Babylon. Der rote Teppich ist ausgerollt, und die ersten Fans stehen mit Album, Stift und Handycam für die Autogrammjagd bereit. Rupert Grint, besser bekannt als Ron Weasley aus den Harry-Potter-Filmen, hat sich angekündigt - Weltpremiere seines neuen Films "Cherrybomb".

Von Lorenz Wünsch

Darin spielt er einen Teenager namens Malachy, der sich mit seinem Freund Luke um die schöne Michelle schlägt.

Vor dem Traditionskino gegenüber der Volksbühne dreht sich die Filmsituation um: Hier wetteifern die Mädchen um den 19-jährigen Superstar Grint. Dicht an der Absperrung stehen Katharina, Luisa und Freya, die gerade zum vierten Mal von Journalisten interviewt werden. Seid ihr Fans von Rupert Grint? Was ist denn so toll an ihm? Was macht seine besondere Ausstrahlung aus? Die drei antworten mittlerweile ziemlich routiniert - dass rote Haare einfach schöner seien und Rupert ohnehin der begabteste Schauspieler in den Potter-Filmen. Die drei Schülerinnen haben keine Karten mehr bekommen für die nach wenigen Minuten ausverkaufte Vorstellung, aber wenigstens einen Blick auf ihren Star wollen sie erhaschen.

Lorana ist für diesen besonderen Augenblick extra aus London angeflogen. "Das ist mein erstes Mal in Berlin und mein erstes Filmfestival überhaupt. Ich bin sehr aufgeregt", gibt die 21-Jährige zu. Auf einem Zettel hat sie viele Fragen an Rupert aufgeschrieben und hofft, während der Gesprächsrunde nach dem Film wenigstens eine stellen zu können.

14.07 Uhr. Endlich ist es so weit: Ein silbergrauer Kleinbus fährt vor und wirft zwei der drei "Cherrybomb"-Hauptdarsteller aus: Robert Sheehan und Kimberley Nixon. Dann, dicht dahinter, folgt Rupert Grint in einer offiziellen schwarzen Berlinale-Limousine. Kleine, aber feine Unterschiede. Sofort stürzt sich die Meute auf den rothaarigen Engländer. Jubel und Gekreische zieht in Wellen durch die zeitweilig abgesperrte Rosa-Luxemburg-Straße.

Rupert nimmt sich Zeit. Er reagiert gelassen auf die Zurufe, schaut nach links, nach rechts, lächelt. Während ihr Kollege vor lauter Autogramme-Schreiben zurückhängt, gehen Robert und Kimberley gemeinsam den roten Teppich auf und ab. Plötzlich ein Tumult, als eine junge Frau im Rollstuhl am Straßenrand um ein Autogramm fleht. Natürlich bekommt sie es, dazu eine Umarmung. Die Presse ist zufrieden, man notiert: "Julia, 22, alles klar!" Alles klar.

Nach weiteren zehn Minuten "Rupert, hier bitte!" und "Rupert, nach links" betreten die drei Schauspieler das Kino und werden auf den Balkon geleitet. Dann öffnen sich die Pforten auch für alle anderen, und der Saal füllt sich rasant. Je voller es drinnen wird, desto trauriger werden die Gesichter in der langen Schlange an der Kasse. Aber einige Plätze bleiben immer frei, und bis zum verspäteten Beginn um 14.50 Uhr sind die hartnäckigsten "Rupie-Groupies" doch noch irgendwie in den Saal gekommen. Auch für Freya und ihre Freundinnen hat sich das Warten gelohnt: Sie haben neben Autogramm und Foto auch eine der letzten Karten für den Film ergattert, der am Ende mit minutenlangem Applaus und Jubelrufen gefeiert wird. Die Berlinale macht's möglich.

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