Berliner Merkwürdigkeit
Tempel auf dem Dach
Sonntag, 8. Januar 2012 02:54 - Von Jörg NiendorfSäulen in Grün und Blau, die kennt man vom Hamburger Bahnhof an der Invalidenstraße. Eine einfach geniale Lichtinstallation des Amerikaners Dan Flavin ist das an der Fassade des Museums für Gegenwart. Und gerade einmal 100 Meter entfernt leuchten gleich die nächsten Pilaster: Auf einem Hausdach der Charité.
Etwas Tempelartiges steht dort oben, aus hellen Säulen, schimmernd im Winterhimmel. Sogar im wahrsten Sinne luftig. Denn dieser Tempel hat kein Dach, er sieht aus wie ein offener Säulengang. Irgendwie unvollendet. Wer bitteschön hat denn hier seine Akropolis abgestellt, direkt über dem Schifffahrtskanal und dem Humboldthafen?

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