Rechtsextreme Graffiti bei den "Falken"
Donnerstag, 5. Juni 2008 13:07Offensichtlich rechtsextreme Täter haben im Neuköllner Stadtteil Britz neonazistische Parolen an das Anton-Schmaus-Haus der Sozialistischen Jugend Deutschlands (SJD) gesprüht.
Neukölln Offensichtlich rechtsextreme Täter haben im Neuköllner Stadtteil Britz neonazistische Parolen an das Anton-Schmaus-Haus der Sozialistischen Jugend Deutschlands (SJD) gesprüht. Am Eingangstor sowie an der Umzäunung an der Gutschmidtstraße 37, wo die SJD ein Zentrum ihrer Jugendorganisation "Die Falken" unterhält, entdeckten Mitarbeiter am Montag ein Hakenkreuz, ein Keltenkreuz, die Parole "Smash Antifa" und das Kürzel "ANB" für "Autonome Nationalisten Berlin".
"Wir haben sofort Anzeige erstattet. Nachdem die Polizei vor Ort war, haben wir die Schmierereien beseitigt", sagte gestern Projekt-Koordinatorin Jessica Eitelberg. Sie vermutet einen Zusammenhang mit einem Vortrag über rechtsextremistische Strömungen in Neukölln, der drei Tage zuvor in dem Jugendzentrum stattgefunden hatte.
Bereits im Oktober 2006 war das Haus Ziel rechtsextremer Sprayer gewesen. Am 17. November konnte ein drohender Übergriff auf die Einrichtung mit polizeilicher Hilfe verhindert werden, als sich dort etwa 40 Anhänger der rechten Szene zusammengerottet hatten.
Für die Jugendorganisation "Die Falken" stehen die Übergriffe im Zusammenhang mit dem Erstarken rechtsextremer Gruppierungen wie der ANB oder der "Aktionsgruppe Rudow" sowie dem Einzug der NPD in die Neuköllner Bezirksverordneten-Versammlung. Als Reaktion auf diese Bedrohung hat der SJD-Kreisverband ein antifaschistisches Netzwerk gegründet.
Auch in der öffentlichen Toilettenkabine im Finanzamt Zehlendorf wurden kürzlich Hakenkreuze und antisemitische Schmierereien entdeckt. Eine Sprecherin der zuständigen Hausverwaltung kündigte eine Anzeige gegen Unbekannt an.
pol/kla






















Jobs
Immobilien
Reisen
Branchenbuch















