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Festival of Lights

Berlin leuchtet - ein Riesenerfolg

Wenn heute gegen Mitternacht die Lichter ausgehen, dann werden die Initiatoren und Organisatoren des vierten Festivals of Lights eine überaus positive Bilanz ziehen.

Das Lichterfest, bei dem mehr als 50 Gebäude, Wahrzeichen und Plätze während der vergangenen zwei Wochen angestrahlt wurden, lockt von Jahr zu Jahr immer mehr Besucher an - aus Berlin und dem restlichen Bundesgebiet.

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Durchweg positive Resonanz

"Es ist relativ schwer, von absoluten Zahlen zu sprechen, aber die Nachfragen der Hotels und der Busunternehmen steigen", sagt Siegfried Helias, Vorstandsvorsitzender der City Stiftung Berlin. Neben der Stiftung gehören die Union Investment Real Estate AG, Lichtdesigner Andreas Boehlke und Zander & Partner Event Marketing zu den Veranstaltern des Licht-Events. Birgit Zander ist sicher, dass die Zahlen vom Vorjahr überschritten wurden. "Für den Oktober 2007 hatte die Berlin Tourismus Marketing eine Million Berlin-Besucher gemeldet." Die Chefin von Zander & Partner nennt als Festival-Höhepunkte die Eröffnung mit 15 000 Besuchern auf dem Bebelplatz und die Nacht der offenen Türen, als 6000 Menschen auf dem Gendarmenmarkt mit Leuchtstäben eine Sprechblase für die "be-Berlin"-Kampagne formten.

Helias ergänzt: "Wir haben bereits Anfragen großer Touristikunternehmen und von Fluggesellschaften. Sie möchten uns in ihre Planungen für das kommende Jahr aufnehmen." Auch Lichtdesigner Andreas Boehlke freut sich über das positive Echo. "Wir sind von der Stimmung in der Stadt total begeistert", sagt er. "Es ist eine Riesenfreude, dass das Festival so gut angenommen worden ist." Er erzählt von Freunden und Bekannten aus Wien, die auch nur geschwärmt hätten. Boehlke wünscht sich im kommenden Jahr noch mehr Künstler aus dem In- und Ausland in Berlin, die sich an dem Festival und an Wettbewerben beteiligen. "Vielleicht können wir dann 150 bis 200 Objekte illuminieren."

Mit diesem großen Erfolg und einer riesigen Nachfrage hatte Hotelmanager Paolo Masaracchia vom Hotel Mercure am Checkpoint Charlie nicht gerechnet. Er hat eine Lichterfahrt mit Bussen organisiert. "Wir brauchten mindestens 25 Gäste, die mitfahren wollen. Ich hatte anfangs Zweifel, ob überhaupt so viele kommen würden", sagt er. Schließlich musste er sechs Busse chartern. "407 Gäste wollten mit uns die Lichtertour machen - und selbst da musste ich noch einigen absagen. Wir hätten locker noch einen Bus voll bekommen." Alle Gäste bekamen einen Leuchtstab, der in den Bussen für zusätzliche Stimmung sorgte. "Das Festival of Lights bringt uns zusätzliche Übernachtungen und ist eine wunderbare Werbung für Berlin", sagt Masaracchia.

Vom 14. Oktober bis heute Abend wurden Wahrzeichen wie der Funkturm, das Brandenburger Tor, der Berliner Dom und der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz mit Licht und Projektionen in Szene gesetzt. Neben zufällig vorbeischlendernden Passanten sind in diesem Jahr unzählige Hobbyfotografen unterwegs. Ausgestattet mit Kameras und Stativen zogen sie aus allen Teilen der Stadt in die City. "Ich bin extra aus Hohengatow in die Innenstadt gekommen, um zu fotografieren", sagt Andreas Christott. Sein Lieblingsobjekt: der Berliner Dom. Augenzeugen berichten immer wieder von Fußgänger-Staus Unter den Linden. Zu Menschaufläufen kam es nach Anbruch der Dunkelheit auch regelmäßig am Brandenburger Tor und auf dem Gendarmenmarkt. Kein Zweifel, das Festival of Lights ist in Berlin angekommen.

Begleitet wird es von zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen rund um das Thema Licht, Special-Events und Sponsoren-Partys. Mittelpunkt ist hier das DomAquarée an der Karl-Liebknecht-Straße 5. Im Festivalzentrum präsentieren Lichtkünstler eine außergewöhnliche Sammlung an Lichtkunstobjekten. Die Ausstellung ist heute noch von 15 bis 21 Uhr geöffnet. Zu sehen sind außerdem bereits viele Festival-Fotos von 2008.

Termin für nächstes Jahr steht schon

Das Festival of Lights soll nach Angaben Helias' im kommenden Jahr vom 13. bis zum 25. Oktober stattfinden. Als nächstes Ziel für das Lichterfest wünscht Helias sich, dass das Licht von der Innenstadt auch in die Regionen rund um Berlin getragen wird. "Ich könnte mir zum Beispiel eine Art Lichterwand vorstellen zwischen Potsdam, Falkensee, Oranienburg und Landsberg, um nur ein paar Städte zu nennen", sagt er. Aber das seien erstmal nur Ideen.

Auf die Kosten des Festivals angesprochen, wird Helias poetisch. "Zahlen zerstören doch nur Träume. Und wir möchten schöne Bilder zeigen und die Menschen verzaubern."

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