Sport und Genuß vertragen sich doch
Dienstag, 10. Juni 2008 06:47Das Klischee hält sich hartnäckig: Sport und Genuß vertragen sich einfach nicht. Dem wollen der SCC-Running, die Hotelfachschule Berlin und die Berliner Meisterköche Herbert Beltle (Aigner), Matthias Buchholz (First Floor), Thomas Kammeier (Hugos), Kolja Kleeberg (Vau) und Franz Raneburger (Schloß Glienicke) entgegenwirken. Anlaß ist der 32. Berlin Marathon, bei dem auch die Morgenpost Medienpartner ist. Und ihr Rezept heißt: lustvoll essen, lustvoll laufen.
Die fünf Sterne-Köche haben nach Vorgaben der Berliner Ernährungswissenschaftlerin und Langstreckenläuferin Anja Carlson und dem Leiter der Berliner Hotelfachschule Dieter Reichl vier Menüs kreiert. Diese Menüs enthalten alle ernährungsphysiologischen Bestandteile und sind zu Hause leicht nachkochbar. "Eine ausgewogene Gesamternährung heißt weder Kalorienzählen noch strenge Diätpläne", sagt Sportwissenschaftler und Leiter des Medical-Teams des Berlin Marathons. "Sie beachtet die optimale Verteilung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen." Doch gerade diese Verteilung stimmt bei den meisten Menschen nicht. Übergewicht ist dadurch mittlerweile die Volkskrankheit Nummer eins. "Wir essen zu viel Fett, trinken zu viel Alkohol und bewegen uns zu wenig", sagt Dr. Lars Brechtel, Sportmediziner an der Humboldt-Universität. "30 Prozent der aktuellen Erkrankungen resultieren aus diesem falschen Verhalten." Viel Kohlenhydrate, viel Obst und Gemüse und möglichst wenig Fett - für Sportler gilt das noch mehr als für "Otto Normal". "Sportler haben einen erhöhten Nährstoff- und Energiebedarf", sagt Anja Carlson. "Höchstleistung kann nur erbracht werden, wenn alles stimmt. Also auch die Ernährung."
Und doch seien die Menüs keinesfalls nur etwas für Spitzensportler, betont Carlson. "Sie sind gesund und lecker. Von dieser Form der Ernährung profitieren einfach alle. Spitzensportler, Hobbysportler und Nichtsportler."
dol






















Jobs
Immobilien
Reisen
Branchenbuch




















