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Mit Attest ins Abgeordnetenhaus

Die Sache sei in der Öffentlichkeit schwer darzustellen, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Uwe Goetze.

Die Sache sei in der Öffentlichkeit schwer darzustellen, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Uwe Goetze. "Die Sache" betrifft den neuen Tempelhofer CDU-Abgeordneten Scott Körber. Knapp ein Jahr war der 35-jährige Volkswirt für seine Arbeit im Jobcenter Charlottenburg-Wilmersdorf krankgeschrieben. Für Wahlkampf und Politik reichte es immer noch. Nun sitzt er im Abgeordnetenhaus - nur dass "die Sache" nicht ganz so einfach ist.

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Ein Amtsarzt hatte Körber per Attest bestätigt, dass er aufgrund seines Bluthochdrucks nicht mehr im Publikumsbereich des Jobcenters arbeiten dürfe. An einem eher aktenintensiven Arbeitsplatz sei er allerdings weiterhin einsetzbar. Körber wies nach eigenen Angaben wiederholt seinen Arbeitswillen nach. Sechsmal schrieb er den zuständigen Beamten, dass er gern weiter arbeiten wolle, nur eben nicht mehr im kundenintensiven Jobcenter. Doch statt ihn zu versetzen, ließ ihn die Behörde zuhause warten. Es sei keine passende Stelle frei, habe man ihm gesagt, erzählt Körber. Aber Wahlkampf, auf Menschen zugehen, mit Menschen diskutieren, debattieren - das ging? "Ja. Politik ist positiver Stress. Da reagiere ich mich ab", sagt Körber. "Das habe ich auch mit meinem Hausarzt besprochen." Weil das Abgeordnetenhausmandat nur einer Halbtagsstelle entspricht, benötigt Körber nun auch nur noch eine Halbtagsstelle in der Verwaltung. Mittlerweile sei er auch nicht mehr krankgeschrieben, sondern im Erholungsurlaub "und jederzeit entsprechend dem Attest wieder einsetzbar." Körber betont, dass er weder seinem Kreischef, dem ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Nicolas Zimmer, noch seinem neuen Fraktionsvorsitzenden Friedbert Pflüger von "der Sache" erzählt hat. "Das war doch eine reine Privatangelegenheit. Das hat doch nichts damit zu tun, dass man als Politiker gegen Sozialmissbrauch kämpfen will", sagt Körber.

"Was sollen wir in einem solchen Fall machen?", fragt sich Goetze. "Sollen wir jedem Abgeordneten einen Detektiv hinterherschicken?" Die Sache sei nicht das Problem der Fraktion.

Im Abgeordnetenhaus will sich Scott Körber, der sich mit Krafttraining abreagiert, im Bereich Sport engagieren und nimmt sich gleich einer großen Herausforderung an: "Ich möchte Olympia nach Berlin holen."

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