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Ärger über Dreck-Ecken und laute Klimaanlagen

"Die Friedrichstraße in Mitte wurde mit viel Geld zum Prachtboulevard ausgebaut, doch die Friedrichstraße in Kreuzberg verkommt immer mehr zur Schmuddelmeile", klagt Hildegunde Frady.

"Die Friedrichstraße in Mitte wurde mit viel Geld zum Prachtboulevard ausgebaut, doch die Friedrichstraße in Kreuzberg verkommt immer mehr zur Schmuddelmeile", klagt Hildegunde Frady. Die Anwohnerin (62) des 16-geschossigen Hauses an der Wilhelmstraße 5 war eine der zahlreichen Leserinnen und Leser der Berliner Morgenpost, die am Dienstagnachmittag mit ihren Sorgen und Problemen zur 2. Reporter-Sprechstunde in das Lichtburgforum der Gartenstadt Atlantic am Bahnhof Gesundbrunnen kamen.

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Ingeborg Schubert hatte keinen weiten Weg zur Reporter-Sprechstunde. Die 78-Jährige aus dem Gesundbrunnen-Kiez berichtete über ihren Ärger mit der Telekom. "Die haben mich am Telefon überrumpelt und wollten mir einen neuen Tarif mit 25 Euro Grundgebühr im Monat aufschwatzen", schildert die Seniorin den Sachverhalt. Zwar könne sie mit dem neuen Tarif am Wochenende kostenlos telefonieren, doch "ich rufe ja kaum an, komme jetzt nur selten über 20 Euro Gebühren", so Frau Schubert. Da es für sie schwierig sei, sich der "Überredungskünste der gewieften und meist redegewandten Telekom-Mitarbeiter zu erwehren", bat Sie nun die Berliner Morgenpost, ihr zu helfen. Unser Leseranwalt wird sich um die Angelegenheit kümmern.

Komplizierter hingegen scheint der Fall, den Christian Hentschel schilderte. Der Ex-Neuköllner ist mit seiner Familie (vier Kinder zwischen 3 Monaten und 13 Jahren) an den Stadtrand nach Großziethen gezogen. Doch der Bus der Linie 735, der zwischen Alt-Rudow bis zum Schichauweg in Lichtenrade verkehrte und auch die Gemeinde Großziethen anfuhr, sei Anfang 2007 ersatzlos von der Regionalen Verkehrsgesellschaft mbH Dahme-Spreewald (RVS) gestrichen worden. Trotz massiver Proteste von Einwohnern der 6500-Seelen-Gemeinde sei die RVS bislang nur dann bereit, den Linienverkehr wieder aufzunehmen, wenn sich der Ort mit 40 000 Euro in Form von 50 Jahreskarten an den Kosten beteilige.

Zwar seien die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) generell bereit, die Linie zu übernehmen, doch nicht die von der RVS geforderten Kosten für die Nutzung ihrer Haltestellen zu zahlen.

Auch um die Klimaanlage auf dem Gesundbrunnen-Center, die Anwohner als zu laut kritisieren, wird sich die Berliner Morgenpost kümmern. So habe das Umweltamt zwar bereits die Lärmwerte gemessen und als zu hoch bewertet, doch seit zwei Jahren verschleppe sich die Sache nun schon, klagten Marie-Luise Goerke und Matthias Pusch.

Das Problem von Uta Hanses ist noch älter. Sie erhielt vom Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen 1997 einen Anspruch auf Ausgleichsleistung zugesprochen - ihr Großvater hatte ein Gut in Brandenburg und war enteignet worden, doch sie hat bislang noch keinen Cent gesehen.

Die Berliner Morgenpost plant weitere Reporter-Sprechstunden und wird den nächsten Termin rechtzeitig bekannt geben.

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