Schwarzfahrer angeblich misshandelt
Mittwoch, 4. Juni 2008 16:37Zwei ehemalige Kontrolleure der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen sich vor einem Moabiter Schwurgericht wegen des Vorwurfes verantworten, Fahrgäste misshandelt zu haben.
Zwei ehemalige Kontrolleure der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen sich vor einem Moabiter Schwurgericht wegen des Vorwurfes verantworten, Fahrgäste misshandelt zu haben.
Der 26 Jahre alte Fabian K. - er soll nur an einem Fall beteiligt gewesen sein - bestritt diese Vorwürfe. Nach seinen Angaben hatte sich am 20. August 2003 am U-Bahnhof Luxemburgplatz ein Fahrgast zunächst geweigert, seinen Fahrschein zu zeigen. Kurz darauf habe er zu fliehen versucht. Fabian K. und der ebenfalls angeklagte Dennis B. hätten ihn daraufhin festgehalten und auf das Eintreffen der Polizei gewartet. Dabei habe der Schwarzfahrer wild um sich geschlagen.
Der als Zeuge geladene Fahrgast hatte es anders in Erinnerung. Nach seiner Darstellung wurde er damals brutal aus dem Zug gezerrt, auf dem Bahnsteig zu Boden gestoßen und beschimpft. Zuvor seien ihm die Arme auf den Rücken gedreht worden. Er habe eine Gehirnerschütterung erlitten, und sein Gesicht sei blau angelaufen gewesen, sagte er. Zudem sei sein Handy zerstört worden. Ein weiterer Zeuge gab an, nach ähnlichen Misshandlungen mehrere Tage unter Schmerzen gelitten zu haben. Der 37-Jährige trat vor Gericht als Nebenkläger auf.
Die beiden Angeklagten - Dennis B. schwieg zu den Vorwürfen - wurden inzwischen entlassen. Beide gehörten einem privaten Wachschutzdienst an, der von der BVG mit der Fahrkartenkontrolle beauftragt worden war. Sie waren schon zu einem Großverfahren, das 2006 gegen weitere Fahrkartenkontrolleure stattgefunden hatte, geladen worden. Damals waren Dennis B. und Fabian K. jedoch nicht erschienen.
mim






















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