Satire gegen Neonazis
Montag, 2. Juni 2008 00:17Die "Front deutscher Äpfel" (FDÄ), eine satirische Organisation gegen Rechtsextremismus, hat am Wochenende mit der Aktion "Marsch auf das Brandenburger Tor" auf sich aufmerksam gemacht.
Die "Front deutscher Äpfel" (FDÄ), eine satirische Organisation gegen Rechtsextremismus, hat am Wochenende mit der Aktion "Marsch auf das Brandenburger Tor" auf sich aufmerksam gemacht. Die Gruppe trat im Rahmen der "Aktionswochen gegen Rassismus" des Vereins "Gesicht Zeigen!" auf, dessen Schirmherr Altkanzler Gerhard Schröder ist. Etwa 50 junge Mitglieder der Organisation versammelten sich am Hauptbahnhof, um anschließend vorbei an Kanzleramt und Reichstag zum Brandenburger Tor zu marschieren.
Passanten sahen dem Spektakel neugierig und zugleich skeptisch-ablehnend zu: Denn auf den ersten Blick sahen die Jugendlichen aus wie Rechtsradikale. Sie alle trugen schwarze Anzüge sowie rote Armbinden, auf denen ein schwarzes Zeichen abgebildet war, und schwenkten große rote Fahnen. Erst bei genauerem Hinsehen fiel auf, dass auf der Binde kein rechtsradikales Symbol, sondern ein schwarzer Apfel prangte. Er ist das Symbol der FDÄ, die rechtsextreme Parteien, insbesondere die NPD, parodiert.
Die FDÄ wurde im September 2004 von Alfred Thum im Anschluss an die Landtagswahlen in Sachsen gegründet, als die NPD in den Landtag einzog. Die Organisation wählte den Apfel als Symbol, um den Fraktionsvorsitzenden der NPD, Holger Apfel, zu parodieren. Die Aktionen der FDÄ sind friedlich und sollen insbesondere junge Menschen ansprechen und zum Nachdenken bewegen.
fo






















Jobs
Immobilien
Reisen
Branchenbuch




















