15.01.2013, 09:21

Rot-Rot-Grün Kipping wirbt für Koalition links der Mitte


Die Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping

Foto: Maja Hitij / dapd

Die Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping Foto: Maja Hitij / dapd

Die Chefin der Linken hebt Gemeinsamkeiten ihrer Partei mit Grünen und Sozialdemokraten hervor – bezichtigt die Sozialdemokraten aber auch des Ideenklaus in Sachen Steuer- und Wohnungspolitik.

Gut ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl bringt sich die Linke für eine Koalition links der Mitte in Position. Linke-Vorsitzende Katja Kipping hob im Deutschlandradio Kultur die gemeinsame Schnittmenge von SPD und Grünen hervor.

"Uns ist es sehr wichtig, dass auch die SPD nicht das macht, was sie häufig macht vor der Wahl, nämlich links blinken, um danach wie ein Verkehrsrowdy wieder rechts abzubiegen und sich womöglich in den Kurs einer großen Koalition einzulassen", sagte Kipping.

Die Linke-Abgeordnete nannte es bemerkenswert, dass die SPD viele Themen aufgegriffen habe, die ihre Partei zuerst in die Debatte eingebracht habe. So habe die SPD nun auch ein Konzept zur Verfolgung von Steuerflüchtlingen unterbreitet. "Das wirkt wie abgeschrieben", sagte Kipping. Auch bei der Begrenzung der "Mietenexplosion" habe die SPD Vorschläge aufgegriffen.

Kipping zeigte sich mit Blick auf die Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag optimistisch. Sie verwies auf jüngste Umfragewerte, die ihre Partei in Niedersachsen bei sechs Prozent und bundesweit bei neun Prozent sehen.

(dapd/ks)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter