06.11.12

US-Wahl

Barack Obama bleibt im Weißen Haus

Amerika hat US-Präsident Barack Obama für vier weitere Jahre das Vertrauen ausgesprochen. Das Protokoll einer spannenden Wahlnacht.

Quelle: Reuters
07.11.2012 2:06 min.
Barack Obama lässt sich nach seinem Wahlsieg feiern. Auf der Wahlparty der Demokraten in Chicago sprich unter tosendem Applaus er zu seinen Anhängern und macht seiner Frau eine Liebeserklärung.

So hat Amerika gewählt

Die Wahlergebnisse in den Bundesstaaten zeigen wir auch auf einer großen Wahlgrafik.

12.24 Uhr: Reichste Bezirke stimmten für Obama

Barack Obama hat sich bei seiner Wiederwahl sogar die Stimmen der reichsten US-Bezirke sichern können. In Loudoun County in Virginia, das mit 115.574 Dollar (90.000 Euro) das USA-weit höchste Durchschnittseinkommen pro Haushalt hat, kam der Demokrat auf 51,6 Prozent. Auch in Los Alamos, angeblich der Bezirk mit den meisten Millionären, siegte der Mann, der Reiche stärker besteuern möchte. Knapp 49 Prozent stimmten für Obama.

In folgenden US-Bundesstaaten, sortiert nach durchschnittlichem Haushaltseinkommen, hat Obama gewonnen:

12.10 Uhr: Obama lädt Obama ein

Neben Glückwünschen von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zu seiner Wiederwahl kann sich US-Präsident Barack Obama auch über eine ganz spezielle Einladung freuen – in die kleine japanische Hafenstadt Obama. Obamas Bürgermeister Koji Matsuzaki werde dem alten und neuen Bewohner des Weißen Hauses einen Glückwunsch- und Einladungsbrief senden, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Mittwoch. Darin werde er zum Ausdruck bringen, "dass er sich wünscht, dass der Präsident die Welt führt und bei seinem nächsten Besuch in Japan nach Obama kommt".

Bei Obamas erster Wahl ins Weiße Haus vor vier Jahren hatte die Kleinstadt mit ihren 32.000 Einwohnern frenetisch gefeiert. Der US-Präsident selbst machte die Namens-Verwandtschaft mit dem Ort bekannt, dessen Name auf Japanisch "kleiner Strand" bedeutet. Einem japanischen Fernsehsender erzählte er, dass ihn bei einer Japan-Reise 2006 ein Einwanderungsbeamter am Flughafen mit den Worten begrüßt habe, er stamme selbst aus Obama.

12.01 Uhr: Oma Obama: "Gott hat ihm den Sieg gegeben"

Mit besonderer Begeisterung ist der Wahlsieg von US-Präsident Barack Obama in einem kleinen kenianischen Dorf aufgenommen worden: In Kogelo im Westen des Landes nahm am Mittwoch Obamas überglückliche Großmutter Sarah die Glückwünsche von Besuchern entgegen. "Er trat zum zweiten Mal an, und er hat gewonnen", das mache die Wahl so bedeutsam, sagte die vom nächtlichen Wahlmarathon ermattete 90-Jährige. "Der Grund für seinen Sieg ist, Gott hat ihn gegeben." Außerdem verstehe es ihr Enkel, "alle Menschen zu lieben", anstatt zu spalten.

In dem 60 Kilometer vom Victoriasee entfernten Dorf riefen Zaungäste am Haus der Familie, die im Garten eine kleine Pressekonferenz gab: "Durch den Besuch bei Sarah, empfangen wir Obama". Zur Enttäuschung vieler Landsleute hatte der Präsident während seiner ersten Amtszeit Kenia nicht besucht. Obama müsse sich zuerst um die USA kümmern, beschwichtigte Sarah Obama.

"Mama Sarah" ist die dritte Frau von Obamas Großvater väterlicherseits, Obama bezeichnet sie als seine Großmutter. Der US-Präsident verhalf dem verschlafenen Dorf zu einiger Berühmtheit. Seit seinem Wahlsieg 2008 hat Kogelo immerhin fließendes Wasser und Strom bekommen.

11.12 Uhr: Frauen für Obama

US-Präsident Barack Obama verdankt seine Wiederwahl in großen Teilen den amerikanischen Wählerinnen. Nach einer Reuters/Ipsos-Umfrage vom Wahltag entschieden sich 55 Prozent der Wählerinnen für den Amtsinhaber, für seinen Herausforderer Mitt Romney entschieden sich dagegen nur 43 Prozent. Damit konnte Obama im Vergleich zur Präsidentenwahl 2008 seinen Vorsprung fast halten. Damals lag er bei den Stimmen der Frauen 13 Prozentpunkte vor Herausforderer John McCain, jetzt liegt er 12 Punkte vor Romney.

Ein Schlüssel für den Erfolg bei den Wählerinnen waren Obamas Vorstellungen in der Sozial- und Gesellschaftspolitik. Die restriktiven Pläne Romneys etwa zur Abtreibung oder zur Homo-Ehe schreckten viele Frauen ab, wie die die Umfrage ergab. Offenbar hat es sich auch gelohnt, dass Obama gleiche Bezahlung am Arbeitsplatz und die Gesundheitsversorgung zu Schwerpunkten seines Wahlkampfes gemacht hatte.

11.05 Uhr: Dritte Kennedy-Generation zieht in den US-Kongress ein

Mit Joseph Kennedy III zieht der erste Vertreter einer neuen Generation der Kennedy-Dynastie in den US-Kongress ein. Der Enkel des verstorbenen Senators Robert F. Kennedy gewann bei der Wahl am Dienstag mit Leichtigkeit einen Sitz im Kongress, den sein demokratischer Parteifreund Barney Frank aus Altersgründen freimachte. Sein Distrikt im Bundesstaat Massachusetts ist seit Jahrzehnten fest in demokratischer Hand, zuletzt wurde hier 1944 ein Republikaner gewählt. Der 31-jährige Kennedy tritt in große Fußstapfen: Aus seiner Familie stammten auch der ermordete Präsident John F. Kennedy und der Senator Edward M. Kennedy.

10.57 Uhr: Jubel in Berlin-Mitte

Im Kino Babylon in Berlin-Mitte tanzten, jubelten und applaudierten die Anhänger Obamas, als die Eilmeldung zu dem Wählervotum eintraf. Zuvor hatten sie die ganze Nacht über den beispiellosen Wahlkrimi vor einer Leinwand verfolgt.

Es sei eine gute Nacht, um Amerikaner zu sein, sagte ein Teilnehmer. "Obama ist der Richtige, einfach weil er auch sozial denkt", erklärte ein anderer. Er werde keine neuen Krieg entfachen, fügte der Mann hinzu und verwies darauf, dass unter den Demokraten der Krieg im Irak beendet wurde und der Abzug aus Afghanistan bevorsteht.

10.45 Uhr: US-Botschafter Murphy hofft auf Berlin-Besuch Obamas

Der US-Botschafter in Deutschland, Philip D. Murphy, hofft auf einen baldigen Besuch des wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama in Berlin. "Er hatte ein außergewöhnliches Erlebnis hier als Senator, und ich weiß, er will zurückkehren", sagte Murphy am Mittwoch. Obama war 2008 in seinem ersten Präsidentschaftswahlkampf in Berlin und hielt an der Siegessäule eine Rede vor 200.000 Menschen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich damals gegen eine Rede Obamas vor dem Brandenburger Tor ausgesprochen. In ihrem Glückwunschschreiben vom Mittwoch schrieb sie Obama nach Angaben des Bundespresseamts: "Es wäre mir eine Freude, Sie bald wieder als meinen Gast in Deutschland begrüßen zu können."

Als Präsident kam Obama zweimal nach Deutschland, aber nicht nach Berlin. 2009 war er im Rahmen des Nato-Gipfels in Baden-Baden und Kehl und besuchte wenige Wochen später Dresden, Weimar und die US-Truppen im rheinland-pfälzischen Landstuhl. "Jeder Besuch ist bereichernd", sagte Murphy. "Aber Berlin ist ein besonderer Ort und ich hoffe, er (Obama) wird bald hierher kommen."

10.43 Uhr: Legendäre Bar liegt mit "Strohwahl" richtig

Die Amerikaner in Paris hatten wieder einmal den richtigen Riecher: Während vor der Präsidentenwahl in den USA noch von einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen der Kandidaten die Rede war, sahen die Gäste der legendären Harry's New York Bar in der französischen Hauptstadt schon seit Tagen US-Präsident Barack Obama klar vorne. Die traditionelle "Strohwahl" in der Bar – eine Abstimmung nur zum Spaß unter den Gästen – erwies sich auch diesmal wieder als ein höchst zuverlässiges Stimmungsbarometer: Am Ende entfielen 305 Stimmen auf Obama und 182 auf seinen Herausforderer Mitt Romney.

In Harry's New York Bar wird seit 88 Jahren zur US-Wahl abgestimmt und bisher lagen die Gäste nur zweimal daneben. Die legendäre Bar, in der schon Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald ein- und ausgingen, hält an den strengen Regeln fest, die seit dem ersten "Straw Vote" 1924 gelten: Wer abstimmen will, muss seinen US-Ausweis vorzeigen – so wird ausgeschlossen, dass Gäste zweimal wählen. Die kleine weiße Wahlurne ist bis zum Wahlabend mit einem dicken Vorhängeschloss gesichert.

10.22 Uhr: Hu Jintao gratuliert Obama

Chinas Führung hat Obama zu seinem Wahlsieg gratuliert. Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao schrieb am Mittwoch in einer Botschaft, die Beziehungen zwischen China und den USA hätten in Obamas Amtszeit "positive Fortschritte" gemacht. Auch Vizepräsident Xi Jinping, der auf dem am Donnerstag in Peking beginnenden Parteitag als neuer Parteichef das Ruder übernehmen soll, schickte seinem Amtskollegen Joe Biden eine Botschaft mit Glückwünschen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

10.13 Uhr: Putin begrüßt Obamas Wiederwahl

Der russische Präsident Wladimir Putin begrüßt die Wiederwahl Obamas. Er hoffe, dass sich die Beziehungen zwischen Russland und den USA positiv entwickelten, erklärt ein Sprecher des Staatsoberhauptes.

10.18 Uhr: Kalifornier stimmen gegen Abschaffung der Todesstrafe

Die Kalifornier haben gegen die Abschaffung der Todesstrafe gestimmt. In einem Referendum stimmten nach Behördenangaben am Dienstag 53,6 Prozent der Wähler gegen den Vorschlag, die Todesstrafe abzuschaffen und durch lebenslange Haft ohne Möglichkeit der Begnadigung zu ersetzen. Bislang haben 17 US-Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft.

10.11 Uhr: Romneys mexikanische Verwandtschaft enttäuscht

Die mexikanische Verwandtschaft von Wahlverlierer Mitt Romney reagiert betroffen auf den Ausgang der US-Wahl. "Ich bin sehr, sehr traurig", sagte Virginia Romney, Ehefrau von Romneys Cousin Kent. "Das ist eine echte Tragödie für die USA. Er hätte dem Land so viel geben können", so die 65-Jährige. Romneys Verwandtschaft mormonischen Glaubens lebt in einer Enklave in mexikanischen Bundesstaat Chihuahua, 320 Kilometer von der US-Grenze entfernt. Romneys Urgroßvater Miles P. Romney war in den 1880er-Jahren nach Mexiko ausgewandert.

10.01 Uhr: Republikaner gewinnen Gouverneursposten

Bei den Wahlen in den USA am Dienstag haben die Republikaner im östlichen Küstenstaat North Carolina den Gouverneursposten gewonnen. Der Republikaner Pat McCrory löste die Demokratin Beverly Perdue ab, die nicht erneut zur Wahl angetreten war. Zum ersten Mal seit über 20 Jahren leitet damit ein Republikaner in North Carolina die Staatsgeschicke. In den Staaten Washington und Montana, wo bisher Demokraten die Gouverneure stellten, war der Wahlausgang laut US-Sender CNN in der Nacht zum Mittwoch zunächst noch ungewiss.

In Utah, Indiana und North Dakota behielten die Republikaner ihre Gouverneursposten. In Vermont, Missouri, Delaware, New Hampshire und West Virginia blieben die Demokraten an der Macht. Neben der Abstimmung über das Amt des Präsidenten waren die US-Bürger aufgerufen, elf der insgesamt 50 Gouverneure neu zu bestimmen. Gouverneure sind die Regierungschefs der US-Bundesstaaten und von der US-Verfassung mit einer großen Machtfülle in der innerstaatlichen Gesetzgebung ausgestattet. Landesweit waren bis zur Wahl 29 Republikaner, 20 Demokraten und ein Angehöriger der Independent-Partei im Amt.

9.57 Uhr: 31 Millionen Tweets

Die Präsidentschaftswahl in den USA ist bei Nutzern des sozialen Netzwerks Twitter auf großes Interesse gestoßen. Sie schickten 31 Millionen Nachrichten zu diesem Thema ins Netz, wie das Unternehmen am Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Ihren Höhepunkt erreichte die Nachrichtenflut, als Präsident Barack Obama von US-Medien zum erneuten Wahlsieger ausgerufen wurde. Da zählte das Netzwerk kurzzeitig mehr als 327.000 Nachrichten pro Minute.

9.24 Uhr: Botschafter Murphy sieht Obama-Wahl positiv

Der US-Botschafter in Deutschland, Philip Murphy, hat die Wiederwahl von Präsident Obama als gutes Zeichen für Deutschland und Europa gewertet. Seiner Meinung nach sei Obama in den vergangenen vier Jahren aus außenpolitischer Perspektive sehr stark gewesen, sagte Murphy am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Obama habe sich im transatlantischen Bündnis wieder stärker engagiert, insbesondere auch im Verhältnis mit Deutschland. Auch die persönliche Beziehung zwischen dem US-Präsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei "sehr stark", meinte Murphy.

9.21 Uhr: Börsen eröffnen mit Gewinnen

Europas Börsen sind nach der Wiederwahl Obamas mit Gewinnen in den Handelstag gestartet. Der Deutsche Aktienindex (Dax) in Frankfurt am Main verzeichnete am Mittwoch in den ersten Handelsminuten ein Plus von 0,68 Prozent und notierte bei 7428,01 Punkten. In London eröffnete die Börse 0,25 Prozent im Plus. In Frankreich stiegen die Kurse des Leitbarometers an der Börse in Paris um fast ein Prozent.

9.19 Uhr: Merkel gratuliert Obama

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat US-Präsident Obama zur Wiederwahl gratuliert und ihn zu einem Besuch in Deutschland eingeladen. Sie freue sich auf die Fortsetzung der engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit, schrieb Merkel am Mittwoch. Als gemeinsame Aufgaben hob sie besonders die Bewältigung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, das Engagement in Afghanistan und die Herausforderung durch das iranische Nuklearprogramm hervor. "Es wäre mir eine Freude, Sie bald wieder als meinen Gast in Deutschland begrüßen zu können", schrieb Merkel nach Angaben des Bundespresseamtes weiter.

9.15 Uhr: Florida setzt Auszählung aus

Wegen des sich abzeichnenden äußerst knappen Ergebnisses hat der US-Bundesstaat Florida die Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl zunächst gestoppt. Nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen erreichte Präsident Barack Obama in dem südöstlichen Staat nach offiziellen Angaben aus der Nacht zu Mittwoch 49,85 Prozent, auf seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney entfielen demnach 49,29 Prozent. Auf die Wiederwahl Obamas hat das Ergebnis keinen Einfluss mehr.

Florida ist der letzte Staat, aus dem das Ergebnis nun noch aussteht. Im Wahlmännergremium, das Obama nach der Wahl noch zum Staatschef küren muss, hat Florida 29 Stimmen zu vergeben. Da Obama allerdings bereits 303 der 538 Wahlmänner auf sich vereinen konnte, ist ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Romney kommt bislang auf 206 Wahlmännerstimmen. Für den Gesamtsieg genügen 270 der Stimmen.

Bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 hatten die Wahlautomaten in Florida für Chaos gesorgt. Erst nach Wochen wurde George W. Bush dort zum Sieger erklärt und gewann damit die gesamte Präsidentschaftswahl. Die Automaten wurden zwar mittlerweile modernisiert, sind nach Meinung von Experten aber noch immer fehleranfällig. Zudem erstatteten die Demokraten in Florida im Vorfeld der Wahl Anzeige, weil zahlreiche Wähler ihre Stimmen nicht vorzeitig abgeben konnten.

9.08 Uhr: Wähler für Homo-Ehe

Die Wähler in den US-Staaten Maryland und Maine haben sich am Dienstag für die Einführung der Homo-Ehe ausgesprochen. Neben den US-Präsidentschaftswahlen standen in 38 Staaten über 170 Volksentscheide an. Nach ersten Hochrechnungen lehnten die Wähler in Kalifornien die Abschaffung der Todesstrafe in dem Westküstenstaat ab.

8.58 Uhr: "Noch einen Hund gibt es nicht"

Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama hat in der Siegesrede seine Töchter enttäuschen müssen. "Ich bin so stolz auf Euch. Aber ich sage Euch jetzt: Ein Hund ist wohl genug", sagte Obama am Mittwochmorgen im Kongresszentrum von Chicago. Obama spielte darauf an, dass er seinen Töchtern Sasha und Malia nach seiner ersten Wahl 2008 einen Hund geschenkt hatte. Der Portugiesische Wasserhund mit Namen "Bo" lebt seitdem mit im Weißen Haus. Mit dem Kürzel "Bo" zeichnet Obama auch seine Beiträge beim Kurznachrichtendienst Twitter.

8.52 Uhr: Geringere Wahlbeteiligung

Die Beteiligung an der US-Präsidentschaftswahl ist am Dienstag offenbar deutlich geringer ausgefallen als 2008. Wegen der Begeisterung vieler Wähler für Barack Obama war die Wahlbeteiligung damals ungewöhnlich hoch. 2012 könnten allerdings sogar noch weniger Menschen zur Wahl gegangen sein als 2004, sagte der Direktor des Zentrums für Wahlstudien an der American University, Curtis Gans.

Ersten Erhebungen zufolge ging in Vermont die Wahlbeteiligung gegenüber 2008 um 14 Prozent zurück, in Mississippi und South Carolina etwa in der gleichen Größenordnung. In Maryland sank die Beteiligung um rund zehn Prozent. Genaue Zahlen werden allerdings erst in einigen Wochen vorliegen, da zahlreiche Wähler ihre Stimme per Brief- und E-Mail oder bereits vor dem eigentlichen Termin in speziellen Wahllokalen abgegeben hatten. Diese Wahlzettel werden erst später ausgezählt.

8.47 Uhr: Obama gewinnt in den Städten

US-Präsident Barack Obama hat bei seiner Wiederwahl zwar die urbanen Wählergruppen ansprechen können, war außerhalb der Städte aber ohne Chance. Nach einer Untersuchung des Senders CNN votierten in ländlichen Gebieten nur 39 Prozent für Obama, aber 59 Prozent für seinen Herausforderer Mitt Romney. In den Vorstädten war das Verhältnis deutlich ausgeglichener, aber mit 48 zu 50 immer noch zu Ungunsten Obamas.

Die Weißen haben 72 Prozent der Wähler ausgemacht – und sie haben zu 59 Prozent für Romney gestimmt, für Obama nur 39 Prozent – fünf Punkte weniger als vor vier Jahren. Interessanterweise hat Obama zwar bei den Frauen gewonnen, betrachtet man jedoch die weißen Frauen separat, ergibt sich ein Verhältnis von 42 zu 56 gegen Obama. Bei den Latinos – Männer wie Frauen – stimmten hingegen 71 Prozent für Obama, nur 27 Prozent für den Herausforderer.

8.41 Uhr: Obama liegt bei 303 Wählerstimmen

Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama wird die Zahl von 365 Wahlmännerstimmen aus dem Jahr seiner ersten Wahl 2008 nicht mehr erreichen können. Obama lag am Mittwochmorgen bei 303 Wählerstimmen, wie die US-Fernsehsender berichteten. Es fehlte nur noch der Staat Florida mit 29 Stimmen, wo weiter ausgezählt wurde. Dort lag Obama mit äußerst knappem Vorsprung leicht vorn.

Damit könnte Obama auf maximal 332 Wahlmännerstimmen kommen. Für den Sieg waren 270 der insgesamt 538 Wahlmännerstimmen nötig. Obama hatte im Vergleich zu 2008 die Staaten Indiana und North Carolina an seinen republikanischen Kontrahenten Mitt Romney abgegeben.

+++ 8.37 Uhr: Colorado gibt Mariuhana frei

Neben der Präsidentenwahl wurde in den USA über weitere Vorhaben abgestimmt. Colorado gibt demnach als erster US-Staat die Droge Marihuana als Genussmittel frei. Die Wähler des Rocky-Mountain-Staates billigten bei der Wahl am Dienstag eine entsprechende Änderung der Landesverfassung mit einer Mehrheit von knapp 53 Prozent. Auch im Westküstenstaat Washington feierten Befürworter einer ähnlichen Initiative einen Erfolg, während in Oregon eine Legalisierung scheiterte. Mit der Entscheidung in Colorado droht ein Konflikt mit der US-Bundesregierung, die Marihuana weiter als illegale Droge einstuft.

Viele Staaten haben Marihuana bereits zu medizinischen Zwecken erlaubt. Mit den geplanten Gesetzesänderungen in Colorado und Washington dürfen dort Erwachsene mit einem Mindestalter von 21 Jahren künftig knapp 30 Gramm der Droge besitzen.

+++ 8.30 Uhr: Bundespräsident Gauck gratuliert Obama

Bundespräsident Joachim Gauck hat dem wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama viel Glück für seine zweite Amtszeit gewünscht. "Zu Ihrer Wiederwahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gratuliere ich Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute, sehr herzlich", schrieb Gauck am Mittwoch. Als Partner gleicher Werte und Überzeugungen trügen die USA und Deutschland gemeinsam Verantwortung in der Welt. "Wir sind gefordert, die globalen Herausforderungen und Bedrohungen für Freiheit, Frieden, Wohlstand und unsere Umwelt anzunehmen", betonte Gauck. Dazu werde Deutschland an der Seite der USA auch weiterhin verlässlich seinen Beitrag leisten.

+++ 8.25 Uhr: Glückwünsche aus Israel

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt nach Obamas Siegesrede, die strategische Allianz zwischen den USA und Israel sei "stärker denn je". Er werde weiterhin mit Obama zusammenarbeiten, um die Interessen durchzusetzen, "die für die Sicherheit der israelischen Bevölkerung entscheidend sind". Das Verhältnis zwischen Obama und Netanjahu gilt vor allem wegen unterschiedlicher Auffassungen im Umgang mit dem Iran, aber auch wegen des Konflikts mit den Palästinensern als belastet.

+++ 8.05 Uhr: Obama: "Wir sind die USA"

Obama beschwört die Einheit der Amerikaner: "Egal, woran Du glaubst, wo Du herkommst, ob Du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen." Auch die politischen Ausrichtung sei zweitrangig: "Wir sind keine blauen (demokratischen) und roten (republikanischen) Staaten, wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Danke Amerika, Gott schütze die Vereinigten Staaten."

+++ 7.59 Uhr: Obama: "Ich habe Euch gehört"

Obama hob die Erfolge seiner ersten Amtszeit hervor. "Unsere Wirtschaft hat sich erholt. Das Jahrzehnt des Krieges ist vorbei", rief er. "Ich habe Euch gehört. Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten gemacht." Er gehe gestärkt und noch motivierter als bisher in seine zweite Amtszeit. "Heute habt ihr Action gewählt, nicht Politik nach altem Schema." Obama versprach, sich mit den Parteiführern von Republikanern und Demokraten zusammenzusetzen, um dringende Probleme wie Steuersenkungen, Schuldenbegrenzung und das Einwanderungsgesetz voranzubringen.

+++ 7.57 Uhr: Obama: "Ihr seid eine Familie"

Obama dankte seinen Unterstützern, die ihm im Wahlkampf begleitet haben. "Ihr seid das beste Kampagnenteam, das es je gegeben hat. Das Beste!", sagte der wiedergewählte Präsident. "Ihr seid eine Familie. Ihr tragt die Erinnerung mit Euch an die Geschichte, die wir zusammen gemacht haben." Ohne diese Unterstützer wäre der Erfolg nicht möglich gewesen: "Ihr seid es gewesen, die mich emporgehoben haben."

+++ 7.53 Uhr: Obama beschwört Einigkeit

In seiner Siegesrede appeliert Obama an die Einigkeit der Amerikaner. "Wir haben hart gekämpft, aber nur weil uns dieses Land so wichtig ist", sagte er am frühen Mittwochmorgen in der Wahlkampfzentrale in Chicago über seinen Konkurrenten Mitt Romney. Er kündigte an, mit dem Republikaner darüber zu sprechen, in welchen Bereichen sie zusammenarbeiten könnten. Nach dem erbitterten Wahlkampf sagte Obama an die Anhänger beider Parteien gerichtet: "Ob ihr in den letzten Wochen ein Romney-Plakat oder ein Obama-Plakat getragen habt – ihr habt etwas bewegt."

+++ 7.44 Uhr: Obama dankt seinen Unterstützern

Unter dem begeisterten Jubel seiner Anhänger hat sich US-Präsident Barack Obama bei seinen Unterstützern bedankt. Er habe Mitt Romney per Telefon für einen engagiert geführten Wahlkampf gratuliert. Er dankte auch seiner Familie und sagte: "Michelle, ich habe dich niemals mehr geliebt." Er sei stolz, dass auch der Rest der Nation ihr als First Lady so zugewandt sei. Auch seine Töchter Sasha und Malia hob Obama hervor: Sie seien junge, intelligente und wunderschöne junge Frauen.

+++ 7.41 Uhr: Obama lässt sich in Chicago feiern

Der alte und neue US-Präsident Barack Obama betritt gemeinsam mit seiner Familie die Bühne und lässt sich von Anhängern der Demokraten in Chicago feiern.

+++ 7.29 Uhr: Reaktionen auf Obama-Sieg

Guido Westerwelle, Bundesaußenminister: "Es zeigt, dass jetzt eine Arbeit des Zusammenfügens und Zusammenfindens in den USA beginnt. Für uns ist klar, dass wir jetzt natürlich darauf setzen, dass mehr für Wachstum in der Welt getan wird. Das ist unsere wichtigste Erwartungshaltung auch an die Vereinigten Staaten: Dass wir gemeinsam gegen Potektionismus arbeiten und mehr für Freihandel tun."

James Cameron, britischer Premierminister via Twitter: "Herzliche Glückwunsche an meinen Freund Barack Obama. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit."

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso via Twitter: "Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und auf noch engere Beziehungen."

George Soros, Star-Investor: "Die amerikanischen Wähler haben extremistische Positionen abgelehnt. Das öffnet die Tür für eine vernünftigere Politik. Die gewählten Republikaner werden in den kommenden Jahren hoffentlich bessere Partner sein – besonders notwendig ist das für die Vermeidung des sogenannten 'fiscal cliff'."

+++ 7.20 Uhr: Obama verliert junge Wähler

US-Präsident Barack Obama hat bei seiner Wiederwahl bei Amerikanern asiatischer Abstammung deutlich gewonnen, dafür aber bei den jüngsten Wählern klar verloren. Nach einer von der "Washington Post" veröffentlichten Wählerbefragung stimmten am Dienstag 74 Prozent der Wähler mit asiatischen Wurzeln für Obama. Vor vier Jahren waren es nur 62 Prozent. Dafür verlor der Präsident sechs Prozentpunkte bei den Wählern unter 30, von denen noch 60 Prozent für ihn stimmten.

Wie 2008 konnte Obama wieder deutlich mehr bei den Frauen als bei den Männern punkten. Nach einer Erhebung von CNN stimmten bei den Männern nur 45 Prozent für Obama, 52 für seinen Herausforderer Mitt Romney. Bei den Frauen lag Obama hingegen mit 55 Prozent elf Punkte vor Romney. Bei Müttern und Vätern ist das Verhältnis noch deutlicher: Bei den Müttern gewann Obama mit 56 zu 43, bei den Vätern verlor er mit 45 zu 53.

+++ 6.56 Uhr: Romney räumt Niederlage ein

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat seine Niederlage im Kampf ums Weiße Haus eingeräumt. Zugleich gratulierte der frühere Gouverneur von Massachusetts in der Nacht zum Mittwoch Amtsinhaber Barack Obama zur Wiederwahl. "Ich bete für den Erfolg des Präsidenten bei der Führung unserer Nation", sagte ein gefasster Romney in seinem Wahlkampfhauptquartier in Boston. Die Wahl sei vorbei, "aber unsere Prinzipien haben weiter Bestand."

"Ich habe mir so sehr gewünscht, eure Hoffnungen zu erfüllen, das Land in eine andere Richtung zu führen", sagte der Unterlegene. Zugleich bedankte sich Romney bei seinen Mitstreitern und seiner Frau Ann. "Sie wäre eine wundervolle First Lady gewesen", sagte er.

Mit dem Eingeständnis der Niederlage hatte sich Romney viel Zeit gelassen. Die US-Fernsehsender hatten bereits mehr als eineinhalb Stunden zuvor die Wiederwahl Barack Obamas gemeldet.

+++ 6.26 Uhr: Warten auf Romney

Nach dem von US-Fernsehsendern verkündeten Wahlsieg von US-Präsident Barack Obama richten sich alle Augen auf seinen unterlegenen Herausforderer Mitt Romney. Der Republikaner ließ sich in der Nacht zum Mittwoch viel Zeit, seine Niederlage öffentlich einzugestehen. Auch eine Stunde nach Verkündung der Wiederwahl Obamas war er noch nicht vor die Fernsehkameras getreten.

Laut einem Bericht des Fernsehsenders NBC wollte er den wichtigen Swing State Ohio nicht verloren geben. Die meisten US-Medien hatten den Staat aufgrund von Hochrechnungen an Obama gegeben und darauf aufbauend die Wiederwahl des Amtsinhabers festgestellt.

+++ 6.24 Uhr: Promis jubeln

Jubel in Hollywood: Nach der Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama haben sich zahlreiche Stars per Twitter begeistert zu Wort gemeldet. "Ich bin so froh! Das ist eine der besten Nächte meines Lebens! Tränen laufen über mein Gesicht!", twitterte Pop-Star Cher (66). "Alles in Butter!", jubelte Sängerin Katy Perry (28). Sie hatte sich im Wahlkampf mit Auftritten für Obama stark gemacht. Sängerin La Toya Jackson (56) gratulierte Obama zu seinem Wahlsieg. "Vier weitere Jahre! Der beste Mann hat gewonnen!", tat sie ihren Twitter-Anhängern kund.

"Twilight"-Schauspielerin Nikki Reed (24) freute sich auf Twitter: "Amerika! Wir haben es geschafft! Obama!". Auch das deutsche Model Heidi Klum (39) hatte an den Wahlen teilgenommen. "Ich habe zum zweiten Mal in Amerika gewählt", sagte Klum als Gast in der "Ellen DeGeneres" Fernsehshow, ohne aber zu verraten, wer ihre Stimme bekommen hat. Gerade rechtzeitig zu den Wahlen vor vier Jahren hatte sie ihre Staatsbürgerschaft und damit auch das Wahlrecht erhalten.

+++ 6.17 Uhr: Obama holt auch Colorado

US-Präsident Barack Obama hat nach Angaben mehrerer TV-Sender auch den Swing State Colorado gewonnen. Damit hätte er auch ohne Ohio die notwendige Mehrheit an Wahlmännerstimmen für eine zweite Amtszeit beisammen, berichteten die US-Fernsehsender.

+++ 6.15 Uhr: Jubel vor dem Weißen Haus

Die Bekanntgabe des Wahlsieges von US-Präsident Barack Obama hat zu Jubelszenen vor dem Weißen Haus in Washington geführt. Mehrere Hundert begeisterte Schaulustige schwenkten US-Flaggen und Wahlplakate von Obama. Manche fielen einander in die Arme. Andere stießen mit Bierdosen an. Romney-Fans waren dagegen nicht zu sehen.

In den Straßen der amerikanischen Hauptstadt waren bereits Minuten nach der Bekanntgabe des Obama-Siegs Autokorsos zu sehen – vor allem Taxifahrer reagierten mit Hupkonzerten. Das Weiße Haus – in dem Obama mit seiner Familie auch die kommenden vier Jahre wohnen wird – war auch in der Nacht hell von Flutlichtern erleuchtet. Die sind normalerweise nachts abgeschaltet. Der wiedergewählte Präsident hielt sich in Chicago auf.

+++ 6.11 Uhr: Westerwelle hofft auf neue Impulse

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hofft nach der Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama auf neue Impulse in der Abrüstung sowie für eine weitere Liberalisierung des Welthandels. "Bei der Abrüstungspolitik muss noch mehr passieren", sagte Westerwelle in der Nacht zum Mittwoch in New York. Die "Gunst der Stunde" müsse nun genutzt werden. Zugleich plädierte er für "mehr Freihandel" zwischen Europa und den USA.

Insgesamt erwartet Westerwelle in der Außenpolitik jedoch keine großen Veränderungen. "In der Außenpolitik ist mit keinen Brüchen zu rechnen. Wir haben bisher mit den USA sehr gut zusammengearbeitet. Das wird auch weiter so sein." Westerwelle hält sich zu Gesprächen bei den Vereinten Nationen in New York auf.

+++ 6.06 Uhr: 300.000 Retweets

Der "Siegestweet" des wiedergewählten US-Präsidenten "Vier weitere Jahre" wurde innerhalb kürzester Zeit mehr als 300.000 mal weitergeleitet, in der Fachsprache: "retweeted".

+++ 6.05 Uhr: Ärmste der USA haben für Obama gestimmt

Die beiden ärmsten Bezirke der USA haben bei der US-Präsidentenwahl klar für Amtsinhaber Barack Obama gestimmt. In Ziebach County in South Dakota, dem Kreis der USA mit der höchsten Armutsrate, wählten 58 Prozent den Demokraten. Das waren fünf Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Im nicht weit entfernten Buffalo County stimmten 74 Prozent für Obama, 26 Prozent für seinen Herausforderer Mitt Romney – fast das gleiche Ergebnis wie vier Jahre zuvor.

Die beiden Bezirke sind die ärmsten der USA. In Ziebach County lebt etwa die Hälfte der gut 2800 Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. In Buffalo County beträgt das Durchschnittseinkommen der knapp 2000 Einwohner nur 11 400 Dollar (8900 Euro). USA-weit sind es etwas mehr als 27 300 Dollar.

+++ 6.00 Uhr: Obama punktet weiter

Die Entscheidung ist gefallen, die Fans feiern, aber die Auszählungen gehen natürlich weiter. Zurzeit liegt Obama bei 281 Wahlmännerstimmen, Romney bei 201.

+++ 5.57 Uhr: Romney gibt sich noch nicht geschlagen

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney war dem US-Fernsehsender CNN zufolge zunächst nicht bereit, seine Niederlage einzugestehen. Das habe eine Sprecherin erklärt. Mehrere US-Sender und die Nachrichtenagentur AP hatten zuvor Amtsinhaber Barack Obama zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt. Obama hatte zuvor Prognosen zufolge den besonders umkämpften Staat Ohio gewonnen.

+++ 5.44 Uhr: Die nächsten Schritte bis zum Amtseid

Barack Obama ist der strahlende Wahlsieger, doch genau genommen haben die Wähler in den USA am Dienstag nur indirekt über ihren Präsidenten entschieden. In ihren Bundesstaaten haben sie insgesamt 538 Wahlmänner bestimmt, die noch für den Amtsinhaber und seinen Vize Joe Biden votieren müssen – das ist allerdings Formsache. Die nächsten Schritte bis zum Amtseid:

11. Dezember: Streitigkeiten in den Bundesstaaten über die Verteilung der Wahlmänner müssen bis zu diesem Datum beigelegt werden.

17. Dezember: Die Wahlmänner und -frauen kommen in den 50 Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington zusammen und geben ihre Stimmen in versiegelten Umschlägen ab. Diese werden dann an den Kongress weitergeleitet.

26. Dezember: Bis spätestens zu diesem Datum müssen die Ergebnisse aus den Bundesstaaten in Washington eingetroffen sein.

6. Januar: Die Wahlmännerstimmen werden in einer gemeinsamen Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat ausgezählt. Vizepräsident Joe Biden leitet als Vorsitzender des Senats die Sitzung und verkündet am Ende das Ergebnis.

20. Januar: Obama legt in Washington seinen Eid für eine zweite Amtszeit ab.

+++ 5.37 Uhr: Zehntausende bejubeln Obamas Sieg

New York jubelt: Nachdem die Fernsehsender CNN und Fox News Barack Obama zum Sieg der Präsidentwahlen vom Dienstag erklärt hatten, brandeten Applaus und Jubelgeschrei am Times Square auf. Im Herzen Manhattans hatten sich Hunderte Menschen versammelt, um den Ausgang der Wahl zu verfolgen, mehrheitlich Anhänger von Obama. Grenzenlose Freude auch in Chicago. Obama-Anhänger hatten Stunden im McCormick Place, einem Veranstaltungszentrum in Obamas Heimatstadt, ausgeharrt und jeden Obama zugeschlagenen Staat gefeiert. Viele der Teilnehmer der Siegesfeier waren im Wahlkampf als Freiwillige für Obama von Tür zu Tür gezogen oder hatten große Wahlkampfspenden geleistet.

+++ 5.34 Uhr: Ohio brachte Obama den Sieg

Durch seinen Wahlsieg in Ohio ist Obama über die magische Marke von 270 Wahlmännerstimmen hinaus. 274 hat er mindestens sicher. Florida, das als Zünglein an der Waage galt, ist noch gar nicht komplett ausgezählt.

+++ 5.29 Uhr: Obama bedankt sich bei seinen Wählern

Barack Obama hat die Präsidentschaftswahl in den USA gewonnen. Mehrere Fernsehsender meldeten am Dienstagabend (Ortszeit) den Sieg Obamas über seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Kurz zuvor hatte der Präsident den Schlüsselstaat Ohio für sich entschieden.

Obama bedankte sich über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter bei seinen Anhängern. "Das alles ist dank Euch passiert. Danke. Vier weitere Jahre", schrieb der Präsident. Obama war 2008 zum ersten afroamerikanischen Staatschef in der Geschichte der USA gewählt worden. Er ist erst der zweite Präsident der Demokraten seit dem Zweiten Weltkrieg, der die Wiederwahl schaffte.

+++ 5.20 Uhr: Obama ist wiedergewählt

Barack Obama ist auch der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Das berichten mehrere TV-Sender unter Berufung auf Hochrechnungen.

+++ 5.15 Uhr: Oregon für Obama

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Oregon entscheidet sich für Obama. 256 Stimmen. Wenn Florida an den US-Präsidenten geht...

+++ 5.13 Uhr: Demokraten verteidigen Mehrheit

Ein Erfolg für die Demokraten: Sie behalten nach Hochrechnungen von CNN weiterhin die Mehrheit im US-Senat. Mehrheitsführer

bleibt demnach Senator Harry Reid (Nevada).

+++ 5.09 Uhr: Iowa und New Mexico gehen an Obama

CNN sieht Iowa und New Mexico bei Obama. Obama kommt damit auf 249. 21 fehlen noch. Romney liegt bei 191.

+++ 5.01 Uhr: Obama reißt das Ruder herum

Mit der neusten Hochrechnung von CNN scheint Obama kurz vor der Wiederwahl zu stehen. Demnach gewinnt er Kalifornien (55), seinen Geburtsstaat Hawaii (4), Wisconsin (10) und Washington (12). Romney gewinnt in Idaho (4), North Carolina (15) und Montana (3). Damit würde Romney auf 191 Wahlmännerstimmen kommen und Obama auf 238 - 32 Stimmen entfernt von den 270, die für einen Sieg nötig sind.

+++ 4.54 Uhr: Al Gore setzt auf Obama-Sieg in Florida

"Ich bin zuversichtlich, dass Präsident Obama heute Florida gewinnt", twittert der ehemalige demokratische Vizepräsident Al Gore mit einem Augenzwinkern. Als Al Gore vor zwölf Jahren als Präsidentschaftskandidat gegen George W. Bush antrat, gab es eine Hängepartie in Florida, wo das Wahlergebnis erst einen Monat nach der Wahl feststand.

+++ 4.52 Uhr: US-Wahlnacht stellt Twitter-Rekord auf

Die Wahlen in den USA sind das bisher meistdiskutierte politische Ereignis im Internet-Dienst Twitter: Der Betreiber zählte am Dienstag mehr als 20 Millionen Äußerungen zum Rennen zwischen Präsident Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney sowie den weiteren Abstimmungen.

+++4.50 Uhr: Obama und Romney punkten wieder

Die neuste "projection" von CNN sieht Obama in Minnesota als Wahlsieger, Romney holt Arizona. Das sind einmal zehn Wahlmännerstimmen für Obama und elf für den Herausforderer. Damit hat der Amtsinhaber laut der CNN-Hochrechnung 157 Wahlmännerstimmen, Romney kommt demnach auf 169.

+++ 4.34 Uhr: Erste homosexuelle Senatorin gewählt

Die Wähler im US-Staat Wisconsin haben Geschichte geschrieben: Sie wählten die Demokratin Tammy Baldwin in den US-Senat. Baldwin ist lesbisch und geht damit offen um; das tut bislang kein US-Senator.

+++ 4.27 Uhr: Vorsprung für Obama in Florida

In Florida werden inzwischen die Stimmen der Bezirke rund um Miami ausgezählt. Obama hat nach Auszählung von 88 Prozent der Stimmen einen Vorsprung von etwa 35.000 Stimmen.

+++ 4.19 Uhr: Wieder ein Kennedy im US-Parlament

Nach den US-Wahlen zieht wieder ein Mitglied des Kennedy-Clans in das US-Parlament. Joseph Kennedy III., Großneffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, holte in einem Wahlbezirk in Massachusetts einen Sitz für das Repräsentantenhaus, wie die Internetzeitung "politico.com" berichtete.

Der 31-Jährige ist Absolvent der Elite-Universitäten Stanford und Harvard. Er übernimmt den Wahlbezirk von dem beliebten Demokraten Barney Frank, der sich in den Ruhestand verabschiedet.

Kennedys Wahlsieg wird von US-Demokraten als Rückkehr der Dynastie auf die politische Bühne gefeiert. Zuletzt hatte Patrick, ein Sohn des verstorbenen Senators Edward Kennedy, sein Mandat im Repräsentantenhaus Ende 2010 niedergelegt. Zum ersten Mal seit 64 Jahren hatte damit vorübergehend kein Mitglied des Kennedy-Clans ein politisches Amt in Washington bekleidet.

+++ 4.09 Uhr: Analysten - Holt Obama Florida, ist er praktisch wiedergewählt

Bei der US-Präsidentenwahl ist Amtsinhaber Barack Obama dem Sieg ein deutliches Stück nähergekommen. Nach Berechnungen der "New York Times" hätte er mit einem Erfolg im sogenannten Swing State Florida seine Wiederwahl praktisch sicher. Voraussetzung dafür ist, dass er wie erwartet alle als demokratisch geltenden Staaten gewinnt. Dazu zählt auch Kalifornien mit 55 Wahlmännerstimmen.

Obamas Herausforderer Mitt Romney müsste hingegen neben Florida auch weitere Swing States gewinnen, um die notwendige Mehrheit von 270 Wählerstimmen zu holen.

+++ 4.02 Uhr: Überall nur noch Swing States

Immer mehr Staaten entwickeln sich zu Swing States. CNN wird mit seinen Vorhersagen immer vorsichtiger. Die Experten sehen Iowa für Obama, Montana für Romney und Nevada wieder für Obama. Aber das sind nur "Estimates", also Schätzungen. Immerhin ist sich CNN sicher, dass New Hampshire an Obama geht. Das bringt vier Wahlmännerstimmen. Nach aktuellem Stand steht es 158:147 Wahlmännerstimmen für Romney.

+++ 3.57 Uhr: New Hampshire geht offenbar auch an Obama

Bei der US-Präsidentenwahl geht der Bundesstaat New Hampshire laut dem Fernsender NBC an Amtsinhaber Barack Obama. Die anderen US-Sender wollten sich noch nicht auf ein Ergebnis in dem umkämpften Ostküstenstaat festlegen.

+++ 3.50 Uhr: Wahlbeobachter werden nicht gern gesehen

Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit sollen in neun Bundestaaten an ihrer Arbeit gehindert worden sein. "Wir mussten unsere Leute anweisen, 100 Fuß (30 Meter) Abstand zu den Wahllokalen zu halten", sagte Delegationsleiter Daan Everts dem Blog "Politico". "Wir hatten einige unfreundliche Nachrichten, um es euphemistisch auszudrücken"" Mehrere Staaten hatten im Vorfeld angekündigt, Wahlbeobachter zu verhaften. Einige Medien hatten die Falschmeldung verbreitet, die Beobachter seien im Auftrag der Vereinten Nationen unterwegs, um Wahlergebnisse anzuweifeln.

+++ 3.46 Uhr: Obama holt einen weiteren Swing State

Obama siegt nach Berechnungen des US-Senders CBS im Swing State New Hampshire. Vier Wahlmännerstimmen.

+++ 3.31 Uhr: Alle schauen auf Florida

In acht Staaten traut sich CNN nicht, eine Vorhersage zu treffen. In Virginia führt zurzeit Romney, ebenso in North Carolina, Missouri und Wisconsin. Obama liegt in Ohio, Colorado und New Mexico vorn. In Florida sind 81 Prozent der Stimmen ausgezählt - Romney führt mit 636 Stimmen vor Obama. 50 zu 50 Prozent. Wisconsin geht laut Fox News und NBC an Obama. Das sind noch einmal zehn Wahlmännerstimmen. Wisconsin ist die Heimat von Paul Ryan, dem Vizekandidaten von Obamas Herausforderer Romney.

+++ 3.24 Uhr: Pennsylvania geht angeblich an Obama

US-Präsident Barack Obama hat nach Hochrechnung der TV-Sender NBC und Fox News die Wahl im umkämpften US-Staat Pennsylvania gewonnen. Das Rennen war dort zuletzt laut Umfragen knapp geworden. Der Republikaner Mitt Romney hatte sich Chancen auf die 20 Wahlmännerstimmen ausgerechnet. Das könnte wieder eine knappe Führung für Obama bedeuten. Noch keine Meldung gibt es aus Florida und Ohio, wo es extrem knapp stand.

+++ 3.15 Uhr: Michigan-Entscheidung enttäuscht Romney

Obamas Sieg in dem wichtigen Swing State Michigan dürfte Romney schwer enttäuschen. Sein Vater war einst Gouverneur von Michigan.

+++ 3.12 Uhr: Eilmeldung: Republikaner behalten die Mehrheit im Repräsentantenhaus

Die Republikaner haben ihre Mehrheit im US-Repräsentantenhaus verteidigt. Das ergab eine Hochrechnung des

Fernsehsenders CNN, meldet dapd.

+++ 3.11 Uhr: Knapper als in Florida geht es nicht

Es steht in Florida: 50 Prozent zu 50 Prozent.

+++ 3.09 Uhr: Immer noch lange Schlangen vor Wahllokalen

Im Swing-State Virginia sind die Wahllokale eigentlich seit mehr als zwei Stunden geschlossen. Aber vor etlichen stehen noch lange Schlangen von Wählern. Offensichtlich sind nicht genügend Wahlautomaten eingesetzt worden. Aber es gilt die Regel: Wer zur vorgesehenen Zeit der Schließung (19 Uhr Ortszeit) angestanden hat, darf seine Stimme abgeben. Möglicherweise werde nun bis 23 Uhr Ortszeit (5 Uhr MEZ) weitgemacht – vier Überstunden für engagierte Wähler und die Helfer im Lokal.

+++ 3.00 Uhr: Romney holt weitere Staaten und behält die Führung

Nach weiteren CNN-Hochrechnungen holt Romney Kansas, Louisiana, Nebraska, North Dakota, South Dakota, Texas, Wyoming und Mississippi. Das klingt viel, aber bis auf Texas (38) haben alle nur wenige Wahlmännerstimmen zu vergeben. Obama kann Michigan (16), New York (29) und New Jersey (14) holen. Damit steht es 123 für Obama und 152 für Romney. Zur Erinnerung: 270 Wählerstimmen sind nötig, um die Präsidentschaftswahl zu gewinnen.

+++ 2.53 Uhr: Auch im Senat wird es knapp

Neben dem Präsidenten wird auch noch der Senat gewählt. Auch hier bleibt es spannend. Der Sieg des unabhängigen Kandidaten Angus King im US-Staat Maine hat den Kampf zwischen Demokraten und Republikaner um die Mehrheit im Senat noch spannender gemacht. Der frühere Demokrat äußerte sich bislang nicht, welcher Fraktion er sich anschließen wird. Seine Entscheidung könnte vom Ausgang des Präsidentschaftswahl und den endgültigen Mehrheitsverhältnissen im Senat abhängen. Zuvor wurde Maine im Senat von der Republikanerin Olympia Snowe vertreten.

In Florida wurde der demokratische Senator Bill Nelson für eine dritte Amtszeit gewählt. Republikanische Interessengruppen hatten Millionen in den Wahlkampf ihres Kandidaten Connie Mack investiert, doch Nelson gilt selbst als begnadeter Spendensammler und wurde auch von einigen Republikanern unterstützt.

In Vermont wurde der unabhängige Senator Bernie Sanders mit großer Mehrheit wiedergewählt. In Rhode Island setzte sich der Demokrat Sheldon Whitehouse durch, seine Parteifreunde Ben Cardin und Tom Carper wurden in Maryland und Delaware wiedergewählt. In Connecticut siegte der Demokrat Chris Murphy, in West Virginia sein Parteifreund Joe Manchin. In Tennessee konnte sich der Republikaner Bob Corker eine zweite Amtszeit im Senat sichern.

Derzeit verfügen die Demokraten im US-Senat über eine Mehrheit von 53:47. Zur ihrer Fraktion gehören zwei unabhängige Senatoren, die üblicherweise mit den Demokraten stimmen. Um die Kontrolle über den Senat zu übernehmen, müssen die Republikaner vier Sitze hinzugewinnen. Sollte Mitt Romney die Präsidentschaftswahl gewinnen, reichen drei zusätzliche Sitze für die Mehrheit.

+++ 2.44 Uhr: Romney bei Weißen beliebt

Nachwahlbefragungen der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos ergeben, dass Obama bei Minderheiten besser abschneidet. Romney liegt dagegen bei weißen Männern und Frauen vorne.

+++ 2.42 Uhr: Alabama geht an Romney

Auch Alabama geht laut CNN an den Herausforderer. Damit führt Romney vor Obama mit 82:64 Stimmen.

+++ 2.36 Uhr: Intensive Wahlnacht auf Twitter

Die Auszählung der US-Präsidentschaftswahl hat im Internet ein intensives Echo gefunden. Etwa zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale an der Ostküste zählte der Kurzmitteilungsdienst Twitter bereits mehr als elf Millionen Beiträge zu den Wahlen. Kurz vor Schließung der Wahllokale twitterte Amtsinhaber Barack Obama einen letzten Wahlkampfaufruf: "Lasst uns das jetzt gewinnen!" – von seinen Anhängern wurde das mehr als 4000 Mal als "Favorit" markiert und rund 19.000 Mal weiterverbreitet. Deutlich weniger Resonanz fand sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney mit einem Foto bei seiner Stimmabgabe und der Feststellung: "Das war's, stellt sicher, dass ihr heute wählt."

+++ 2.30 Uhr: Nun liegt wieder Romney vorn

Die Exit Polls von CNN sehen Romney als Sieger in Arkansas und Tennessee. Das sind weiter 17 Stimmen für den Herausforderer. Aktueller Stand damit 73:64 für Romney. Noch unklar sind Florida und Ohio, die als wichtigste Swing States gelten, aber in beiden liegt Obama vorne.

+++ 2.17 Uhr: Bittere Niederlage für Romney

Obamas Wahlsieg in Massachusetts dürfte Romney besonders bitter ankommen. Es ist sein Heimatstaat. Hier war er von 2003 bis 2007 Gouverneur. Massachusetts gilt aber auch traditionell als demokratisch.

+++ 2.14 Uhr: Georgia fällt an Romney

CNN sieht Romney in Georgia vorne. Das sind 16 Wahlmännerstimmen. Damit steht es nur noch 64:56 für Obama.

+++ 2.08 Uhr: Obama twittert: "Bleibt in der Schlange"

Obama motiviert die Wähler, in den Schlangen vor den Wahllokalen durchzuhalten. Sein Wahlkampfteam twittert: "Sie können wählen, wenn sie noch vor der Schließung der Wahllokale in der Schlange stehen. Stay in line!".

Die Tweets von Barack Obama und Mitt Romney

+++ 2.00 Uhr: Obama holt laut CNN massiv auf

CNN geht davon aus, dass Obama massiv aufholt. Dem US-Sender zufolge holt der Amtsinhaber Rhode Island, Main, Connecticut, Delaware, Columbia, Illinois, Maryland und Massachussetts. Romney gewinnt demnach nur Oklahoma. Damit wäre der neue Stand: 64 Wahlmännerstimmen für Obama, 40 für Romney.

+++ 1.57 Uhr: Obama liegt in Florida leicht vorn

In Florida hat Obama nach Auszählung von gut einem Viertel der Stimmen laut CNN leicht die Nase vorne. Das Rennen um das Weiße Haus wird in neun Staaten entschieden, bei denen der Ausgang sehr ungewiss ist. Als wichtigste der sogenannten Swing States gelten Ohio und Florida. Wer zuerst auf 270 Wahlmännerstimmen kommt, gewinnt die Wahl. In Ohio geht es um 18 Wahlmänner, in Florida um 29. North Carolina, ebenfalls ein wichtiger Swing State, hat 15 Stimmen zu vergeben.

+++ 1.49 Uhr: Romney hat die Nase vorn

Fünf Bundesstaaten gelten als entschieden: Vermont, Kentucky, Indiana, West Virginia und South Carolina. Demnach führt Mitt Romney mit 33 Wahlmännerstimmen vor Barack Obama mit 3 Wahlmännerstimmen. Der Amtsinhaber konnte erst einen Staat gewinnen.

+++ 1.46 Uhr: Sehr knappes Rennen in Ohio und North Carolina

Nach Berichten des TV-Senders CNN deutet sich ein äußerst knappes Rennen in den beiden wichtigen Swing States Ohio und North Carolina an. In Ohio liege nach Wählerbefragungen Präsident Barack Obama mit 51 zu 49 Prozent vor seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. In North Carolina stehe es 49 zu 49 Prozent. In beiden Staaten hatte Obama vor vier Jahren gewonnen. In Ohio geht es um 18 Wahlmännerstimmen, in North Carolina um 15.

+++ 1.41 Uhr: Aktueller Stand: 3:24

Nach Auszählung von 4 der 50 US-Staaten ergibt sich folgendes Zwischenergebnis der US-Präsidentschaftswahl: Barack Obama: 3 Wahlmännerstimmen, Mitt Romney: 24 Wahlmännerstimmen. Den Berechnungen zufolge geht auch West Virginia an Romney.

+++ 1.39 Uhr: Wahllokale schließen in Ohio und Virginia

Jetzt haben die Wahllokale in Ohio und Virginia, Georgia, Indiana, Kentucky, South Carolina und Vermont geschlossen . Virginia (13 Wahlmännerstimmen) und Ohio (18) zählen zu den am heißesten umkämpften "Swing States".

+++ 1.30 Uhr: Romney erobert Indiana zurück

Mitt Romney hat den Hochrechnungen zufolge die republikanische Hochburg Indiana zurückerobert. Dort hatte Obama 2008 einen Sieg errungen. Es war aber erwartet worden, dass Indiana wieder an den Amtsinhaber gehen würde.

+++ Enges Rennen im Schlüsselstaat Virginia

Bei der Präsidentschaftswahl in den USA haben am Dienstagabend (Ortszeit) die Wahllokale in dem Schlüsselstaat Virginia geschlossen. Dem Nachrichtensender CNN zufolge lagen Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney in auf Nachwahlbefragungen basierenden Prognosen mit je 49 Prozent Kopf an Kopf. Sollte Obama in Virginia gewinnen, kann er sich gute Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen. In Vermont fuhr Obama den Prognosen zufolge erwartungsgemäß einen Sieg ein. Wahlmännerstand Obama – Romney: 3:19.

Die Wahllokale schlossen zudem in Vermont, wo Obama US-Medien zufolge wie erwartet einen Sieg einfuhr.

+++ 1.11 Uhr: Obama erwartet eine "gute Nacht"

Bei der US-Präsidentschaftswahl zeichnet sich eine hohe Beteiligung ab. Für die Kandidaten beginnt zugleich das Warten auf ihre Ergebnisse in jedem der 50 Staaten sowie der Hauptstadt Washington. Obama zeigte sich mit Blick auf eine zweite Amtszeit zuversichtlich: "Ich erwarte ein gute Nacht", sagte er in Chicago.

+++ 1.09 Uhr: Obama holt laut Prognose Vermont

Obama hat laut einer Prognose des US-Senders CNN den Bundesstaat Vermont gewonnen. Damit stünde es 3 zu 19 Wahlmännerstimmen. 270 sind für den Wahlsieg nötig.

+++ 1.07 Uhr: Romney hat nur eine Siegesrede vorbereitet

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat nach eigener Aussage für die Wahlnacht nur eine Siegesrede vorbereitet. "Ich habe bislang nur eine Ansprache geschrieben", sagte er laut dem TV-Sender CNN am Nachmittag (Ortszeit) vor Reportern. Sie sei genau 1118 Wörter lang. Er "fühle" schon seit langem, dass er die Wahl gewinnen werde.

+++ 1.05 Uhr: Romney führt in Republikaner-Hochburgen Indiana und Kentucky

In den republikanischen Hochburgen Indiana und Kentucky führt Präsidentschaftskandidat Mitt Romney ersten Auszählungsergebnissen zufolge mit rund zwei Drittel der Stimmen vor Amtsinhaber Barack Obama. Rund 60 Prozent der Wähler bezeichneten bei Nachbefragungen die Wirtschaftslage als das wichtigste Thema der Wahl. Vier von zehn Wählern sagten, die Wirtschaft sei auf dem Weg der Besserung.

+++ 0.31 Uhr: Romney ist siegessicher – "Wir haben alles gegeben"

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat sich am Dienstag siegessicher gegeben: "Ich fühle, dass wir alles gegeben haben", sagte er Reportern auf dem Flug von Pittsburgh nach Boston, wo er die Wahlnacht verbringen wollte. "Wir haben nichts unversucht gelassen. Wir haben bis zum Ende gekämpft, und deswegen werden wir erfolgreich sein." Umfragen sahen Romney unmittelbar vor der Abstimmung praktisch gleichauf mit Amtsinhaber Barack Obama.

+++ 0.23 Uhr: Ergebnis könnte auch erst in Tagen oder Wochen vorliegen

Wegen der erwarteten knappen Ergebnisse sind auch nach Nachzählungen und Klagen nicht ausgeschlossen. Dies könnte das Ergebnis längere Zeit hinauszögern, im schlimmsten Fall um Tage oder Wochen.

+++ 0.00 Uhr: Stimmabgabe ist in New Jersey noch bis Freitag möglich

Der US-Staat New Jersey hat wegen der Probleme bei der Stimmabgabe für die Wahlen in den von Hurrikan "Sandy" verwüsteten Gebieten die Frist für die Wahl per E-Mail bis Freitagabend verlängert. Das geht aus einer Anordnung des Stellvertretenden Gouverneurs Kim Guadagno vom Dienstag hervor, über die US-Medien berichteten. Demnach haben Menschen, die aus zerstörten Gebieten fliehen mussten, und Ersthelfer die Möglichkeit, ihre Stimme bis Freitag 20.00 Uhr abzugeben. Den Antrag müssten sie aber bis Dienstag 17.00 Uhr bei ihrem Bezirk einreichen, per E-Mail oder Fax, erklärte Guadagno in seiner Anordnung. Ziel sei es, dass möglichst viele Menschen an der Wahl teilnehmen können.

+++ 23.57 Uhr: Nun gratuliert Romney Obama zum Wahlkampf

"Dieser Präsident hat eine wirklich starke Kampagne gefahren", sagt Romney. "Ich glaube, dass er ein guter Mensch ist, und wünsche ihm und seiner Familie alles Gute. Er ist ein guter Vater und war ein gutes Vorbild eines guten Vaters. Aber es ist Zeit für eine neue Richtung", so Romney bei einem Halt in einem Wahlkampfbüro in der Nähe von Pittsburgh.

+++ 23.52 Uhr: Nur noch wenige Minuten, bis die ersten Wahllokale schließen

Kentucky und Indiana werden um Mitternacht mitteleuropäischer Zeit als erste mit dem Auszählen beginnen. Um 1 Uhr unserer Zeit folgen South Carolina, Georgia, Florida. Um 5 Uhr MEZ schließen die Wahllokale an der Westküste: Washington, Oregon und Kalifornien. Letzter Bundesstaat ist Alaska um 6 Uhr bzw. 7 Uhr, weil es dort zwei Zeitzonen gibt.

+++ 23.34 Uhr: Große Wahlparty mit "Election Cake" in Frankfurt

Mehr als 1.000 Deutsche und Amerikaner sind in der Nacht zum Mittwoch zu einer Wahlparty des US-Generalkonsulats in Frankfurt am Main geströmt. Im English Theater der Stadt wollten sie bis zum frühen Morgen die eingehenden Ergebnisse der Präsidentschaftwahl in den USA verfolgen. Generalkonsul Kevin Miles schnitt am späten Abend den "Election Cake" (Wahlkuchen) an, um die erwartete spannende Wahlnacht offiziell einzuläuten.

Neben Muffins und Wraps, Cola und Ice Tea sowie Musik der US-Band "City Tour" standen auch Analysen und Diskussionen mit deutschen und amerikanischen Experten auf dem Programm.

Der Botschafter der USA in Berlin, Philipp Murphy, wertete in einer Videobotschaft an die Frankfurter Party das immense Interesse an der Wahl in der Bundesrepublik als Beweis für die Stärke der deutsch-amerikanischen Freundschaft. Das amerikanische Generalkonsulat in Frankfurt gilt als das größte der Welt. In Hessen leben rund 26.500 US-Bürger.

+++ 23.27 Uhr: Wenn die Wahlmaschine sich für Romney entscheidet

In Pennsylvania war offenbar eine Wahlmaschine kaputt. Ein Internetnutzer beschreibt bei YouTube unter dem Namen Centralpavote, wie er und seine Frau am Morgen vor der Arbeit zum Wahllokal gegangen seien. Er habe dort Obama angewählt, aber die Maschine habe Romney markiert. Der Mann, der sich selbst als Softwareentwickler bezeichnet, schreibt, er habe Romneys Namen abgewählt und erneut Obama gedrückt, worauf aber wieder Romney angezeigt worden sei.

Daraufhin habe er den Namen der Kandidatin Jill Stein gewählt, was auch problemlos funktioniert habe. Dann habe er durch mehrfaches Tippen auf verschiedene Stellen herausgefunden, dass der gesamte Bereich oberhalb von Romneys Name bis unterhalb von Obamas Namen für Romney aktiv gewesen sei. Erst darunter habe es es einen schmalen Streifen gegeben, der Obama aktiviert habe. Er habe eine Freiwillige gerufen, um ihr das Problem zu schildern. Die habe jedoch gesagt: "Nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste, alles wird OK sein." Daraufhin habe er ein Video davon aufgenommen.

+++ 23.20 Uhr: CNN illuminiert Empire State Building

CNN hat sich zur Wahl etwas Extravagantes einfallen lassen: Am Empire State Buildung zeigt CNN eine Illumination, wie das Rennen um das Weiße Haus steht. New Yorker brauchen also nur einen Blick aus dem Fenster zu werfen, um sich am Laufenden zu halten.

+++ 23.10 Uhr: US-Amerikaner feiern Wahlnacht in München

Hunderte US-Amerikaner haben am Dienstagabend in München die Wahlnacht mit einer Party im Amerika-Haus eingeläutet. Am späten Abend bildeten sich lange Schlangen vor dem Sicherheitscheck; wer es ins Haus schaffte, den erwarteten US-Flaggen, Luftballons in blau und rot, typisch amerikanisches Essen wie Hot Dogs, Hähnchen und Maiskolben – und bayerisches Bier. Und auch die Vorlieben der Wähler waren klar: Schon eine halbe Stunde nach offiziellem Party-Beginn waren Barack Obama-Anstecker vergriffen, Sympathiebekundungen für seinen Herausforderer Mitt Romney waren noch dutzendfach zu haben.

Auch einige deutsche Prominente hatten sich unter die gespannten Amerikaner gemischt: Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) war da, ihr Kabinettskollege, Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) sollte ein Grußwort sprechen.

+++ 22.51 Uhr: Wenn die Wahllokale schließen

Ab Mitternacht MEZ schließen die ersten Wahllokale. Mit dem Ergebnis wird frühestens am Mittwochmorgen gerechnet. Entscheidend ist, wie sich die Kandidaten in den sogenannten Swing States mit ihren Wechselwählern schlagen. Hier sahen die Meinungsforscher Obama im Vorteil, während der Demokrat und der Republikaner US-weit gleichauf lagen. Nach dem US-Wahlrecht entscheiden aber die Siege in den einzelnen Staaten darüber, wer Präsident wird. Daher galt es auch als möglich, dass Romney national die meisten Stimmen erhält, aber trotzdem die Wahl verliert.

Die Tweets von Barack Obama und Mitt Romney

+++ 22.30 Uhr: Hohe Wahlbeteiligung - auch in New York und New Jersey

In weiten Teilen der USA hat offenbar eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Vor vielen Wahllokalen gab es lange Warteschlangen. Sowohl US-Präsident Barack Obama als auch sein republikanischer Kontrahent Mitt Romney waren angesichts eines Kopf-an-Kopf-Rennens für einen Sieg darauf angewiesen, dass ihre Anhänger in großer Zahl wählen gehen. Hohe Wahlbeteiligungen wurden aus den von Hurrikan "Sandy" heimgesuchten Gebieten in New York und New Jersey, aber auch aus mehreren hart umkämpften Swing States gemeldet, wo Republikaner und Demokraten gleichermaßen auf einen Sieg hofften.

+++ 22.25 Uhr: Anleger setzen auf Herausforderer Mitt Romney

Zahlreiche Anleger an den New Yorker Börsen haben eingekauft und so die Kurse nach oben getrieben. Kursgewinne bei Rüstungs- und Energiefirmen signalisierten, dass einige Anleger auf einen Sieg von Herausforderer Mitt Romney spekulierten, der den Verteidigungsetat deutlich aufstocken will.

+++ 22.20 Uhr Ryan hat bereits einen Plan B

Im Rennen um die US-Präsidentschaft hat der republikanische Politiker Paul Ryan als einziger eine Alternative zum Einzug ins Weiße Haus. Der Vizepräsidentschaftskandidat und Abgeordnete aus Wisconsin bewirbt sich wieder um einen Sitz im Repräsentantenhaus, den er schon sieben Mal in Folge mit großem Vorsprung gewinnen konnte. Seine beiden Rivalen sind der demokratische Geschäftsmann Rob Zerban und Keith Deschler von der Libertären Partei. Beide hatten aber nur Außenseiterchancen gegen Ryan.

+++ 22.10 Uhr: In Berlin wird mitgefiebert

Auf gleich drei großen Veranstaltungen wird in Berlin die Entscheidung im Duell zwischen Barack Obama und Mitt Romney in der Nacht zum Mittwoch live übertragen: Die US-amerikanische Botschaft veranstaltet die Partys mit verschiedenen Medienanstalten. Bereits am Abend stimmten sich mehrere Hundert geladene Gäste auf der Wahlparty im Bertelsmann-Gebäude in Berlin-Mitte, wo die Sender RTL, n-tv und CNN eine gemeinsame Wahlparty veranstalten, auf die Wahlentscheidung ein. In der Repräsentanz der Deutschen Telekom in Mitte, in der das ZDF unter anderem eine Live-Talkshow mit Markus Lanz dreht, fanden sich bereits am frühen Abend rund tausend Gäste ein. Die ARD hatte ins E-Werk in Mitte geladen, wo ebenfalls hunderte Gäste erwartet wurden.

+++ 22.05 Uhr: Der US-Botschafter in Berlin hofft auf Obamas Wahlsieg

Der US-Botschafter in Berlin hofft auf einen erneuten Wahlsieg des amtierenden Präsidenten Barack Obama. "Mein Herz ist für Obama, keine Frage", sagte Philip Murphy auf einer Wahlparty in Berlin. Wie die Präsidentschaftswahl ausgehe, sei jedoch völlig unklar. "Es ist sehr, sehr knapp – Kopf an Kopf." Der Botschafter wird auf allen drei großen Wahlpartys in der Hauptstadt Interviews geben und die Wahl anschließend gespannt zu Hause verfolgen. "Ich werde die ganze Nacht wach sein." Er rechne mit dem Endergebnis gegen 5 Uhr (MEZ). "Dann muss ich eine Dusche nehmen."

+++ 22.01 Uhr: Es kann per Fax und E-Mail gewählt werden

In New Jersey erlaubte Gouverneur Chris Christie das Wählen per Fax und E-Mail abstimmen. Alle möglichen Maßnahmen, die den betroffenen Menschen das Wählen erleichtern sollten, seien getroffen worden, sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. "Die einzige Frage ist: Werden sie es auch tun?" Die Wahlbeteiligung werde wahrscheinlich deutlich geringer ausfallen als vor vier Jahren, sagte der Politikwissenschaftler Ben Dworkin. "Nicht jeder wird es ins Wahllokal schaffen." Am Ausgang der Wahl in New York und New Jersey sollte das nichts ändern: Beide Bundesstaaten gelten als sichere Bastionen der Demokraten.

+++ 21.55 Uhr: Mit dem Shuttle-Buss zur Wahlurne

Spezielle Shuttle-Busse wurden eingesetzt, die die Menschen aus besonders hart vom Wirbelsturm "Sandy" getroffenen Gegenden Bundesstaat New York zu Wahllokalen bringen sollten. "Nur weil man aus seinem Haus vertrieben worden ist, bedeutet das nicht, dass man auch entrechtet ist", sagte Cuomo. Wer in einem anderen Wahllokal als dem ihm eigentlich zugeteilten seine Stimme abgibt, kann allerdings an manchen lokalen Entscheidungen nicht teilnehmen.

+++ 21.41 Uhr: "Sandy" könnte Stimmauszählung verzögern

Wegen des gewaltigen Sturms "Sandy", der vergangene Woche über die Ostküste hinwegzog, könnte es in wenigen Wahlkreisen zu Verzögerungen bei der Auszählung kommen. Einige Menschen mussten in Zelten wählen, die als Wahllokal dienten. In New Jersey sollten Sturmopfer ihre Stimmen per E-Mail abgeben können.

+++ 21.26 Uhr: Romney "steht unter Dampf"

Romney "steht unter Dampf", sagte dessen Stellvertreter Paul Ryan am Dienstag mit Blick auf den vollgepackten Terminkalender des Herausforderers in der Schlussphase des Wahlkampfes.

+++ 21.23 Uhr 600 Besucher bei "U.S. Election Night" in Heidelberg

Rund 600 vorwiegend junge Menschen sind am Montagabend zu einer Wahlparty ins Deutsch-Amerikanische Institut in Heidelberg gekommen, um dort die US-Präsidentenwahl zu verfolgen. Zu Beginn der "U.S. Election Night" gab es in der Universitätsstadt ein Podiumsgespräch mit jeweils einem Vertreter der Republikaner und der Demokraten. Dabei wurde vor allem über Außen- und Wirtschaftspolitik, aber auch über die Gesundheitspolitik und das vergiftete Klima zwischen den politischen Lagern in den USA diskutiert.

+++ 21.18 Uhr: Märkte fürchten unklaren Wahlausgang

An den Märkten wurde ein unklarer Ausgang als das schlechtmöglichste Ergebnis gesehen. "Wenn wir am Mittwoch aufwachen und das Ergebnis noch nicht kennen, heißt das auch, dass die 'Haushaltsklippe' erst später angegangen wird", sagte Art Hogan von Lazard Capital Markets. Mit der "fiscal cliff" werden drohende automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zum Jahresende bezeichnet, die das Land in eine Rezession reißen könnten.

+++ 21.09 Uhr: Leichter Vorsprung für Obama

In der jüngsten Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC erreichte Obama zwar erstmals seit Anfang Juli landesweit wieder 50 Prozent der Stimmen, während Romney nur auf 47 Prozent kam. Doch war das Ergebnis – wie derzeit bei zuletzt nahezu allen Umfragen – anfällig für statistische Fehler.

+++ 21.06 Uhr: Romney und Amerika als "Hoffnung der Erde"

Während auf Obamas Seite bei Twitter etwas Ruhe einkehrt, bleibt Romney dran: "I am asking for your vote because I want to keep America the hope of the earth", schreibt er. "Ich bitte Euch um Eure Stimmen, weil ich Amerika als Hoffnung der Erde erhalten möchte." Eine Aussage, die bei vielen Twitterern nicht besonders gut ankommt.

Die Tweets von Barack Obama und Mitt Romney

+++ 20.56 Uhr: In der Keks-Umfrage führt bislang Romney

Nicht repräsentativ, aber lecker: Eine Bäckerei im US-Staat Minnesota hat am Dienstag Obama- und Romney-Kekse angeboten, um den Gewinner der Präsidentschaftswahl vorherzusagen. Chefin Amy Johnson sagte, sie habe schon in den vergangenen zwei Wahlen die Keks-Umfrage gemacht und jedes Mal den späteren Sieger korrekt vorhergesagt. Der politische Wettstreit kurbelte aber auch den Keks-Verkauf an. Muriel Sharpe hatte im Internet von der Aktion gelesen. Weil Obama zurücklag, fuhr sie am Dienstagmorgen zur Bäckerei und kaufte zwei Dutzend Obama-Kekse. Sie verteilte die Plätzchen an andere Kunden. Dann kaufte sie acht weitere. Trotz ihrer Bemühungen lag der Mitt Romney mit 830 zu 731 vor dem Barack Obama.

+++ 20.45 Uhr: Wahlkampf kostete fast sechs Milliarden Dollar

Nach Berechnungen des Center for Responsive Politics dürfte das Werben um Stimmen bei der Präsidenten- und Kongresswahlen so kostspielig gewesen sein wie nie zuvor: Mit 5,8 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) verschlang der Wahlkampf sieben Prozent mehr als noch vor vier Jahren.

+++ 20.34 Uhr: Referendum über Beziehungen zu USA in Puerto Rico an US-Wahltag

Die Menschen in Puerto Rico haben am Tag der US-Präsidentschaftswahl in einem Referendum ihre Meinung zur politischen Zukunft der Karibikinsel geäußert. In dem US-Territorium wurde am Dienstag ein neuer Gouverneur gewählt, den US-Präsidenten dürfen Puerto-Ricaner jedoch nicht mitwählen. In dem Referendum wurde gefragt, ob die Wähler die 114-jährige Beziehung des Territoriums zu den USA ändern möchten.

+++ 20.15 Uhr: Obama meldet sich bei Wahlhelfern persönlich

Mit Überraschungsanrufen bei Wahlhelfern hat sich US-Präsident Barack Obama am Dienstag für das Engagement der Parteibasis während der Kampagne bedankt. "Hier ist Barack Obama. Sie wissen schon, der Präsident", sagte der 51-Jährige, als er aus einem Wahlkampfbüro der Demokraten in Chicago eine Kampagnen-Helferin im Bundesstaat Wisconsin anrief. "Hi, ist da Annie?", sagte er bei einem weiteren Anruf. "Hier ist Barack Obama." Nach dem Telefonat bemerkte der US-Präsident: "Die Frau war sehr nett, obwohl sie zuerst nicht wusste, wer ich bin."

+++ 20:01 Uhr: Obama hat Schmetterlinge im Bauch

Obama gab zu, dass er Schmetterlinge im Bauch habe. Jedem, der sich um ein Amt bewerbe, gehe es so, sagte er: "Denn alles kann passieren."

+++ 19.21 Uhr: Deutsche Schüler sehen Obama vorn

1700 Schüler aus insgesamt zehn Bundesländern haben gewählt: Sie sehen Barack Obama bei der US-Präsidentschaftswahl deutlich vor seinem Herausforderer Mitt Romney. Zu diesem Ergebnis sind die Schüler von insgesamt 116 Englischkursen im "US Embassy Election 2012 School Project" der US-Botschaft gekommen. Die Schüler stellten ihr Resultat am Montag gemeinsam mit dem Botschafter Philip Murphy in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin vor. 303 Wahlmänner gehen demnach an den Demokraten, nur 235 an Romney. In den drei großen "Swing States" Ohio, Florida und Pennsylvania, wo laut Experten die Wahl entschieden wird, punktet Obama, Romney dagegen in den unentschiedenen Staaten North Carolina, Virginia und Michigan. In den Englischkursen von weiterführenden Schulen hatten sich die Jugendlichen intensiv mit der US-Politik eines zugelosten Bundesstaates beschäftigt, um ein fundiertes Stimmungsbild abgeben zu können.

+++ 19.18 Uhr: Auch Heidi Klum hat ihre Stimme abgegeben

Auch das deutsche Model Heidi Klum (39) ist am Dienstag zur Wahlurne gegangen. "Ich habe zum zweiten Mal in Amerika gewählt", sagte Klum als Gast in der "Ellen DeGeneres" Fernseh-Show. Gerade rechtzeitig zu den Wahlen vor vier Jahren hatte sie ihre Staatsbürgerschaft und damit auch das Wahlrecht erhalten. Das aus Bergisch Gladbach stammende Model lebt seit vielen Jahren in Kalifornien.

+++ 19.02 Uhr: Politiker geben sich am Flughafen von Cleveland die Klinke in die Hand

Nur Minuten nach dem Flugzeug von Herausforderer Mitt Romney landet die Maschine des Vizepräsidenten Joe Biden. Romney bleibt an Bord, bis der Demokrat aufgebrochen ist – dann landet auch noch der republikanische Bewerber für den Vizeposten, Paul Ryan. Ohio ist der wohl wichtigste Bundesstaat für den Ausgang der Wahl in diesem Jahr.

+++ 19.00 Uhr: Obama ruft im Radio zum Urnengang auf

Während eines Anrufs bei einem Hip-Hop-Radiosender in Florida ruft Obama die schwarzen Amerikaner auf, ihre Stimme abzugeben. Wählen gehen sei wichtig, um "unsere Gemeinschaft nach vorne zu bringen", sagt er.

+++ 18:52 Uhr: Biden überraschend in Cleveland

Der demokratische Vizepräsident Joe Biden ist überraschend in Cleveland eingetroffen, der zweitgrößten Stadt des umkämpften US-Staates Ohio. Dort waren zur gleichen Zeit auch die republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney und Paul Ryan, die hier noch um letzte Stimmen für sich werben wollten. Die Stimmen aus Ohio könnten bei dieser Präsidentenwahl den Ausschlag geben.

Biden hatte am Morgen in seinem Heimatstaat Delaware gewählt und war dann in eine Maschine gestiegen, um nach Chicago zufliegen, wo er zusammen mit Präsident Barack Obama den Wahlausgang abwarten wollte. Eine Stunde nach dem Start wurde dann bekannt, dass Biden eine Zwischenlandung in Ohio macht. Das sei schon lange geplant gewesen, aber bislang nicht angekündigt worden, hieß es aus Bidens Stab. Offenbar wollten die Demokraten Ohio am Wahltag nicht ganz den Republikanern überlassen.

+++ 18:46 Uhr: Lange Schlangen vor den Wahllokalen

Aufnahmen von Fernsehsendern lassen auf eine hohe Wahlbeteiligung schließen. So müssen sich Wähler in Florida und New Jersey in Geduld beim Wählen üben.

+++ 18:38 Uhr: Es ist ein... US-Präsident!

Galicia Malone hat ihre Geburtsstunde als US-Erstwählerin unter echten Wehen erlebt. Die hochschwangere 21-Jährige aus dem Bundesstaat Illinois wollte um nichts in der Welt die Präsidentschaftswahl verpassen und legte auf dem Weg ins Krankenhaus am Dienstag einen Stopp bei ihrem Wahllokal in Dolton bei Chicago ein, während die Wehen im Fünfminutentakt kamen. "Ich habe nur versucht, (den Stimmzettel) zu lesen und zu atmen, lesen und atmen", sagte sie dem Rundfunksender WBBM. "Ich habe mir immer wieder gesagt: Lesen und atmen, lesen und atmen."

+++ 18:29 Uhr: US-Wahl treibt Kurse an Börsen nach oben

Am Tag der US-Präsidentenwahl haben sich zahlreiche Anleger an den New Yorker Börsen zum Einkauf entschlossen und die Kurse nach oben getrieben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum Nachmittag um 1,2 Prozent auf 13.269 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 1430 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,6 Prozent auf 3016 Stellen zu. Auch die europäischen Börsen waren im Bann der US-Wahl. In Frankfurt ging der Dax 0,7 Prozent höher mit 7377 Punkten aus dem Handel.

+++ 18.06 Uhr: Obama: "Lasst uns das gewinnen"

Wenn Obama selbst twittert, markiert er seine Tweets mit dem Kürzel -bo. Kurz nach 7 Uhr morgens Ortszeit schreibt er: "We're coming to the end of a long campaign—all that's left to do is get out the vote. Let's win this. -bo" Übersetzt: "Wir kommen zum Ende einer langen Kampagne. Alles, was noch zu tun ist, ist die Stimme abzugeben. Lasst uns das gewinnen. -bo"

+++ 18.04 Uhr: Obama vollzieht sein Glücksritual: Er spielt Basketball

Barack Obama hat sich am Dienstag in seine Heimatstadt Chicago zurückgezogen und sein Glücksritual gepflegt: Basketballspielen. Wie immer an Tagen entscheidender Abstimmungen wollte er mit Freunden und engen Mitarbeitern ein paar Körbe werfen. Diese Tradition hatte Obama nur ein einziges Mal ausgelassen und 2008 prompt die Vorwahl in New Hampshire verloren. "Diesen Fehler machen wir nicht noch einmal", sagte sein Berater Robert Gibbs.

+++ 17:50 Uhr: Oma Obama glaubt an die Wiederwahl ihres Enkels

Die Stiefgroßmutter von Barack Obama hat eine Pressekonferenz im Garten ihres Hauses abgehalten. Dabei hat sie sich zuversichtlich gezeigt, ihr Herz kenne bereits die Antwort und nun läge alles in Gottes Hand.

+++ 17.47 Uhr: Der nächste Sturm trifft die Ostküste - soll aber schwächer ausfallen als befürchtet

Gute Nachrichten für die Menschen an der US-Ostküste: Die neue Sturmfront, die von Florida kommend New York und New Jersey bedroht hat, ziehe am Mittwoch weiter auf den Atlantik hinaus als zunächst erwartet, teilte Jeff Masters vom Wetterdienst Weather Underground mit. Der Sturm wirke sich dadurch schwächer an dem von "Sandy" verwüsteten Küstenstreifen aus. In Böen sei aber immer noch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde zu rechnen, hieß es. Zudem könne der Sturm die Wellen noch einen Meter höher steigen lassen.

+++ 17.40 Uhr: Die beiden Kandidaten begleiten die US-Wahl auch auf Twitter

Barack Obama und Mitt Romney äußern sich auch auf Twitter zu der Wahl – teils selbst, teils über ihre Büros. Sie rufen vor allem ihre Anhänger auf, wählen zu gehen.

Die Tweets von Barack Obama und Mitt Romney

+++ 17:30 Uhr: Paul Ryan nach Urnengang weiter im Wahlkampf-Fieber

Der republikanische US-Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan hat sich am Dienstagmorgen bei seiner Stimmabgabe zuversichtlich geäußert. Auf die Frage, ob er gemeinsam mit Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney die Wahl gewinnen werde, antwortete er: "Ich denke schon. Ich habe ein gutes Gefühl." Ryan und seine Frau Janna wählten in ihrer Heimatstadt Janesville im Staat Wisconsin in einer Bibliothek. Danach brach der 42-Jährige Richtung Ohio und Virginia auf, wo er noch bei Wahlkampfveranstaltungen auftreten wollte. Am Abend stand die große Wahlparty der Republikaner in Boston auf dem Programm. Ryan trat zugleich zur Wiederwahl für seinen Abgeordnetensitz im Repräsentantenhaus an, worüber ebenfalls am Dienstag entschieden wurde.

>>> Mehr Informationen rund um das Thema US-Wahl finden Sie hier

+++ 17:21 Uhr: Sturm "Sandy" verzögert Wahl in New York und New Jersey

In einigen der vom Sturm "Sandy" betroffenen Teilen der Bundesstaaten New York und New Jersey kommt es zu Verzögerungen. Die Wahlhelfer in einem unbeheizten Zelt im New Yorker Bezirk Queens kämpfen eine halbe Stunde mit dem Stromgenerator, bis er läuft.

+++ 17.01 Uhr: Bestseller-Autor John Irving sorgt sich um Wahl-Ausgang

Der US-amerikanische Bestseller-Autor John Irving (70) sorgt sich um das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in seinem Land. "Man muss sich Sorgen machen über den Ausgang dieser Wahl, weil Gouverneur Romney und vor allem sein Vizekandidat Paul Ryan aus Wisconsin für einen signifikanten Rückwärtsschritt in Bezug auf Frauenrechte und sexuelle Minderheiten stehen", sagte er am Dienstag in München im Interview. "Sie sind zwei sehr intolerante Männer in Bezug auf die Themen, die mir als Autor und Mensch immer sehr wichtig waren. Sie stehen für extreme Intoleranz. Das steht außer Frage. Sie haben gar nicht die Möglichkeit, sich gegen diese Vorwürfe zu verteidigen."

+++ 16.45 Uhr: Obama gratuliert Romney

Präsident Barack Obama gratuliert seinem Herausforderer Mitt Romney bei einem Besuch in einem Wahlkampfbüro zu einem "beherzten Wahlkampf". "Ich weiß, dass seine Anhänger genauso engagiert und genauso enthusiatisch sind und heute genauso hart arbeiten." Der Präsident ruft Anhänger an und bedankt sich für ihre freiwillige Arbeit für seine Wiederwahl.

+++ 16.40 Uhr: Paul Ryan bringt seinen Kindern das Wählen bei

Der Kandidat der Republikaner für das Amt des US-Vizepräsidenten, Paul Ryan, ist mit seinen Kindern zur Wahl erschienen. Der 42-Jährige zeigte zweien seiner drei Sprösslinge, wie die Stimmabgabe genau funktioniert. Ryan wählte am Dienstagmorgen (Ortszeit) zusammen mit seiner Frau Janna in Janesville im Bundesstaat Wisconsin.

>>> Mehr Informationen rund um das Thema US-Wahl finden Sie hier

+++ 16.10 Uhr: Umfrage sieht Obama vorn

In der jüngsten Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC erreicht Obama erstmals seit Anfang Juli landesweit wieder 50 Prozent der Stimmen, während Romney nur auf 47 Prozent kommt. Doch das Ergebnis ist – wie derzeit bei zuletzt nahezu allen Umfragen – anfällig für statistische Fehler.

+++ 16.04 Uhr: Claus Kleber sieht Obama vorn

Der ZDF-Journalist Claus Kleber rechnet mit einem erneuten Wahlsieg von US-Präsident Barack Obama. Die Wahl sei "irre spannend", schrieb Kleber am Donnerstag auf einem ZDF-Profil im Kurznachrichtendienst Twitter. Dann wagte er seine Prognose: "Weil's alle wissen wollen, ich kein Feigling bin und Tweets frei sind: Obama wins!" Tweets werden die höchstens 140 Zeichen langen Twitternachrichten genannt.

Kleber sammelt für das ZDF Stimmen und Stimmungen vor Ort in Washington. Auch andere Fernsehsender wollen die Wahlnacht mit Sondersendungen begleiten. Seine Prognose relativierte der Moderator jedoch sogleich: Für Obama sei die Vorhersage möglicherweise eine schlechte Nachricht, "denn ich lag oft falsch".

+++ 15.51 Uhr: "Gutes Gefühl, was Ohio betrifft"

Herausforderer Romney zum wichtigen "Swing State" Ohio: "Ich habe ein gutes Gefühl, was Ohio betrifft." Der Republikaner will noch zwei Wahlkampf-Auftritte absolvieren, darunter auch einen in Ohio.

+++ 15.49 Uhr: Michelle Obama preist via Twitter ihren Gatten an

+++ 15.21 Uhr: Finanzexperten hoffen auf klaren Ausgang

Am Finanzplatz New York hoffen die Experten vor allem auf eins: einen klaren Ausgang der Wahl. "Wenn wir am Mittwoch aufwachen und das Ergebnis noch nicht kennen, heißt das auch, dass die 'Haushaltsklippe' erst später angegangen wird", sagt Art Hogan von Lazard Capital Markets. Mit der "fiscal cliff" werden drohende automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zum Jahresende bezeichnet.

+++ 15.23 Uhr: Teurer Wahlkampf

Nach Berechnungen des Center for Responsive Politics dürfte das Werben um Stimmen bei den US-Präsidenten- und Kongresswahlen so kostspielig gewesen sein wie nie zuvor: Mit 5,8 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) verschlang der Wahlkampf sieben Prozent mehr als noch vor vier Jahren.

+++ 15.08 Uhr: Herausforderer Romney gibt seine Stimme ab

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat am Dienstag im US-Staat Massachusetts seine Stimme abgegeben. In Begleitung seiner Ehefrau Ann traf er am Morgen im Wahllokal in Belmont ein, wo das Paar ein Haus hat. Auf die Frage, wem er seine Stimme gegeben habe, antwortete er: "Ich glaube, das wissen Sie." Romney hatte noch Auftritte in Ohio und Pennsylvania geplant. Am Abend wurde er zu einer Wahlparty der Republikanischen Partei im Kongresszentrum von Boston erwartet.

+++ 14.51 Uhr: Weiterer Sturm nähert sich US-Ostküste

Für tausende US-Bürger ist die Stimmabgabe am Dienstag durch die Folgen von Wirbelsturm "Sandy" zum Problem geworden. In den US-Staaten New York und New Jersey war es den Wählern zwar ausnahmsweise erlaubt worden, ihre Stimmzettel in jedem beliebigen Wahllokal auszufüllen – nur musste dazu erst einmal überhaupt ein Wahllokal erreicht werden. Abhilfe sollten speziell eingesetzte Shuttle-Busse schaffen, welche die Bürger zum nächstgelegenen Wahllokal transportierten. Dort konnten sie dann mit eidesstattlicher Versicherung ihre Stimme abgeben.

Unterdessen näherte sich ein weiterer Sturm der US-Ostküste. Er sollte laut Experten zwar nicht so heftig wie "Sandy" ausfallen, aber möglicherweise bei seinem für Mittwoch erwarteten Eintreffen wieder für weitere Stromausfälle, Hochwasser und heftige Regenfälle sorgen. Der Sturm dürfte Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern erreichen.

+++ 14.48 Uhr: Datenlecks befürchtet

Die großen US-Medien stehen am Dienstag vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen verhindern, dass die Ergebnisse der Nachwahlbefragungen vor Schließung der Wahllokale an die Öffentlichkeit gelangen. Im Zeitalter des Internets könnte sich eine einzige zu früh verschickte Twitter-Botschaft oder ein Posting auf Facebook rasant im ganzen Land verbreiten. Die Organisatoren der Wahl befürchten, dass es zu Verzerrungen kommen könnte, wenn ein Ergebnis festzustehen scheint, während im selben Bundesstaat noch gewählt wird. Ein gesetzliches Verbot gibt es nicht. Die großen TV-Sender sagten dem Kongress 1985 zu, erst dann die Ergebnisse aus einem Staat zu veröffentlichen, wenn die Wahllokale dort geschlossen sind.

+++ 14.34 Uhr: US-Vize Biden hat gewählt

US-Vizepräsident Joe Biden hat seine Stimme abgegeben. Er betrat am Dienstagmorgen (Ortszeit) in seinem Wohnort Wilmington im Bundesstaat Delaware die Wahlkabine. Präsident Barack Obama hatte bereits vor knapp zwei Wochen in seiner Heimatstadt Chicago gewählt. Er war damit der erste Amtsinhaber, der vor dem eigentlichen Wahltag an die Urne ging. "Es gibt immer einen Kick", sagte Biden, als er gemeinsam mit seiner Ehefrau Jill in einer Schule in Greenville im US-Staat Delaware seine Stimme abgab. Es sei das achte Mal, dass er bei landesweiten Wahlen antrete. Auf die Frage, ob er das letzte Mal für sich selbst gestimmt habe, antwortete er: "Nein, das glaube ich nicht."

+++ 14.32 Uhr: Lange Schlangen vor den Wahlurnen

Die US-Amerikaner strömen an die Urnen, um ihren Präsidenten zu wählen: Am Dienstagmorgen (Ortszeit) bildeten sich zur Öffnung der Wahllokale teils lange Schlangen. Der Sender CNN zeigte Bilder aus Miami mit einer Menschenansammlung, die quer über eine Straße bis zum nächsten Häuserblock reichte.

Auch in Hoboken im US-Bundesstaat New Jersey standen die Wähler Schlange. Diese Gegend war von Wirbelsturm "Sandy" stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Menschen, die wegen der Sturm- und Flutschäden ihr Haus verlassen mussten, dürfen auf Anweisung von Gouverneur Chris Christie per E-Mail oder Fax wählen.

Im benachbarten New York City gaben die Bürger ihre Stimme teils in Zelten ab, etwa in der von "Sandy" schwer getroffenen Küstenregion Rockaway. In den meisten Stadtteilen New Yorks läuft die Wahl jedoch normal ab. Es gibt Strom, und die U-Bahnen und Busse fahren bis auf wenige Strecken wieder.

+++ 13.55: Chávez hat wenig Hoffnung auf Kurswechsel in den USA

Venezuelas Präsident Hugo Chávez rechnet unabhängig vom Ausgang der Präsidentenwahl mit keinem Kurswechsel in der US-Außenpolitik. "Von unserem Standpunkt aus haben wir nicht viel Hoffnung, dass es wichtige Änderungen gibt in den Beziehungen der USA mit der Welt, Lateinamerika oder Venezuela, ob nun der eine oder der andere gewinnt", sagte Chávez am Montagabend (Ortszeit) bei einem Treffen mit Ministern. "Warten wir ab, was geschieht. Hoffentlich beginnt die nächste US-Regierung, ihre Rolle in dieser Welt zu überdenken." Chávez ist der schärfste US-Kritiker der Region. Im Oktober gewann er Wahl in Venezuela und sicherte sich eine weitere Amtszeit bis 2019.

+++ 13.46 Uhr: Evakuierungsbefehl wegen neuer Sturmwarnung

Aus Sorge vor einem neuen Sturm gilt für Teile einer bereits von Wirbelsturm "Sandy" betroffenen Stadt an der US-Ostküste erneut ein Evakuierungsbefehl. Die Menschen in tiefer gelegenen Gebieten der Stadt Brick Township im Bundesstaat New Jersey seien aufgefordert worden, bis zum Dienstagabend (Ortszeit) ihre Häuser zu verlassen, hieß es auf der Webseite der Stadt.

+++ 13.26 Uhr: Schamane prophezeit Obamas Sieg

Peruanische Schamanen glauben fest an die Wiederwahl Obamas. Auf einem Hügel nahe der Hauptstadt Lima praktizieren sie mit Hilfe von Blüten, Koka-Blättern und einem bewusstseinserweiternden Trank ein Wahrsage-Ritual. Dabei habe sich gezeigt, dass Obama in der Gunst der Apus, Hügelgöttern der indigenen Mythologie, oben stehe. "Die Apus sagen uns, dass Obama wiedergewählt wird", sagt der Schamane Juan Osco.

+++ 13.15 Uhr: Jetzt geht es in Ohio und Florida los

Auch in den möglicherweise wahlentscheidenden US-Staaten Ohio und Florida haben die Wahllokale geöffnet. Beide Staaten waren im Vorfeld der Präsidentschaftswahl weder den Demokraten noch den Republikanern mit Sicherheit zuzuordnen.

+++ 12.00 Uhr: "Swing State" Virginia wählt

In Virginia öffnen die Wahllokale – und damit im ersten heftig umkämpften US-Staat. Der Ausgang dort und in acht weiteren sogenannten Swing States gilt als entscheidend, ob Obama eine zweite Amtszeit erhält oder Rivale Romney ins Weiße Haus zieht.

+++ 11.50 Uhr: Springsteen für Obama, Kid Rock für Romney

Zum Ausklang des Wahlkampfs haben die beiden Kandidaten noch mal auf Unterstützung von Musikstars gesetzt. Bruce Springsteen trat an der Seite von Obama bei Kundgebungen in Wisconsin, Ohio und Iowa auf. Der 63-Jährige flog in der Präsidentenmaschine "Air Force One" mit und stand auch erstmals – samt Gitarre und Mundharmonika – mit Obama auf einer Bühne. "Ich habe genug gelebt, um zu wissen, dass das Leben oftmals ein langer Marsch ist, den man Zentimeter für Zentimeter gehen muss", sagte Springsteen, der für die Wahlkampagne eigens ein Lied mit dem Obama-Motto "Forward" (vorwärts) komponiert hatte. Er spielte aber auch Hits wie "Land of Hope and Dreams". Auf der Bühne fielen Springsteen und der Präsident sich in Wisconsin in die Arme. Auch der Rapper Jay-Z trat am letzten Tag der Kampagne für Obama auf.

Für Obamas Herausforderer Mitt Romney griff Kid Rock in die Tasten. Der 41-jährige Musiker, der mit bürgerlichem Namen Robert James Ritchie heißt, gab bei einer Kundgebung in New Hampshire "Born Free" am Klavier zum Besten – der Kandidat der Republikaner hatte den Hit aus dem Jahr 2010 zu seiner Wahlkampfhymne gemacht.

+++ 11.34 Uhr: Dirk Nowitzki for President

Der deutsche Basketballstar ist im Bundesstaat Texas offenbar der geeignetste Kandidat für das Amt des US-Präsidenten. Die "Dallas Morning News" machte eine eigene Umfrage und stellte vier Kandidaten auf. Nach 24 Stunden lag der derzeit verletzte deutsche Führungsspieler der Dallas Mavericks, Dirk Nowitzki, mit 61,11 Prozent ganz klar vorn.

+++ 11.30 Uhr: US-Bürger wählen auch in Deutschland

Rund 160.000 US-Bürger in Deutschland sind stimmberechtigt – und viele wollen auf Wahlpartys den Ausgang verfolgen. Allein in Berlin wird die Entscheidung in der Nacht zum Mittwoch auf drei großen Veranstaltungen live übertragen. Die US-amerikanische Botschaft veranstaltet die Feiern mit verschiedenen Medienanstalten. Auch die Generalkonsulate der USA in Leipzig und Frankfurt am Main laden zu Wahlpartys ein.

+++ 11.10 Uhr: Wahllokale in Vermont geöffnet

Im US-Staat Vermont haben die ersten Wahllokale geöffnet. Bald folgen auch die anderen Staaten an der Ostküste, darunter Connecticut und Virginia.

© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

US-Wahl Wen halten Sie für den besseren US-Präsidenten?

  • 88%

    Barack Obama.

  • 7%

    Mitt Romney.

  • 5%

    Keinen von beiden.

Abgegebene Stimmen: 1.445
Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Für den guten Zweck Ein Tauchgang mit dem Weihnachtsmann
Mehrere Verletzte Maskierte überfallen Kaufhaus KaDeWe in Berlin
Demonstration Türkische Polizei mit Wasserwerfern gegen Lehrer
Brooklyn Zwei US-Polizisten in New York erschossen
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

City West

Raubüberfall auf das Berliner KaDeWe

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote