Wahltrend
Piratenpartei steigt bundesweit auf neun Prozent
In der Woche des Wulff-Rücktritts legt die Piratenpartei laut einer Umfrage um zwei Prozent in der Wählergunst zu. Innerhalb der Partei gibt es aber erste Unruhen.
Die Piratenpartei legt weiter in der Wählergunst zu. Im Emnid-"Sonntagstrend" für die "Bild am Sonntag" gewann sie im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte hinzu und liegt jetzt bundesweit bei 9 Prozent.
Auch die SPD verbesserte sich laut der am Sonntag veröffentlichten Zahlen um einen Punkt und kommt nun auf 27 Prozent. Die Union verlor einen Punkt und erreicht 35 Prozent. Ihr Koalitionspartner FDP verharrt bei 3 Prozent und würde damit derzeit nicht wieder in den Bundestag kommen. Die Grünen bleiben unverändert bei 14 Prozent. Die Linke verlor einen Punkt auf 7 Prozent.
Trotz des großen Zuspruchs für die junge Piratenpartei, gibt es erste Unzufriedenheiten: Die ehemalige Führungsspitze der Piratenpartei fordert intern dazu auf, die Kernthemen wie Datenschutz und Urheberrecht nicht zu vernachlässigen und konkrete politische Forderungen zu stellen.
Aus diesem Grund haben 42 Piraten, darunter der einstige Bundesvorsitzende Jens Seipenbusch sowie sein damaliger Stellvertreter Andreas Popp, die "Gruppe42" gebildet, eine lose Vereinigung außerhalb der Partei.
"Wir wollen ergänzen, was in der breiten Aufstellung unterzugehen droht", sagte Seipenbusch Morgenpost Online und verwies auf das wachsende Themenspektrum der Partei. "Die Gruppe42 ist der Überzeugung, dass das Profil der Piratenpartei als Internet- und Bürgerrechtspartei bestehen bleiben muss", heißt es in einer Erklärung der Piraten .
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