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14.02.12

Frühere Landrätin

Pauli muss Veröffentlichung von Latex-Fotos dulden

Die frühere CSU-Landrätin hatte sich im März 2007 in einem Magazin in aufreizenden Posen gezeigt. Diese Fotos dürfen weiterhin gezeigt werden, urteilte nun ein Richter.

DDP

Die Freien Wähler schlossen sie 2009 aus ihrer Landtagsfraktion aus. Der Grund war Paulis Gründung einer eigenen Partei, der Freien Union.

16 Bilder

Die ehemalige Fürther Landrätin Gabriele Pauli muss es dulden, dass Fotos von ihr in aufreizenden Posen und mit Latex-Handschuhen auch nach fünf Jahren noch gezeigt werden. Das Münchner Landgericht wies die Klage der fraktionslosen bayerischen Landtagsabgeordneten gegen den Bayerischen Rundfunk (BR) ab, der die für das Gesellschaftsmagazin "Park Avenue" aufgenommenen Bilder in seinem Politikmagazin "Kontrovers" gezeigt hatte (Az.: 9 O 29610/11).

"Diese Bilder werden ein Teil von Ihnen bleiben", hatte der Vorsitzende Richter in der mündlichen Verhandlung die Entscheidung durchblicken lassen. Pauli will das Urteil anfechten, wie ihr Anwalt ankündigte.

Die frühere CSU-Politikerin wurde 2006 bundesweit bekannt, weil sie zum Sturz des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) betrug. Stoiber erklärte Anfang 2007 seinen Rücktritt.

Der BR brachte das Latex-Foto im Zusammenhang mit einem Ex-Erotikmodel, das sich um eine Position als Landrätin im Landkreis Regen bewarb. Pauli (54) sah darin einen Eingriff in ihr Persönlichkeitsrecht.

Überdies war nach ihrer Darstellung die Veröffentlichung der Bilder in dem Glamour-Magazin in dieser Form von ihr nicht gewollt. Der BR wollte seinem Anwalt zufolge durch die Abbildungen der Ex-Landrätin in Latex und der Landrats-Bewerberin mit Foto-Strecke in einem Männer-Magazin die Frage aufwerfen, wie die CSU mit solchen Auftritten umgeht.

Quelle: dpa/ks
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