Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
14.02.12

Schuldenkrise

FDP-Politiker empfiehlt mehr Griechenland-Urlaub

Der Europa-Politiker Alexander Graf Lambsdorff (FDP) hat die Deutschen dazu aufgefordert, mehr Urlaub in Griechenland zu machen. Das Land brauche dringend Wirtschaftswachstum, sagt er.

© picture-alliance/Bildagentur Huber
Urlaub in Griechenland
Urlaub in Griechenland: Da sollten alle Deutschen mal die schönsten Tage des Jahres verleben, empfiehlt FDP-Politiker Lambsdorff

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), fordert ein Wachstums- und Investitionspaket für das hoch verschuldete Griechenland . "Flankierend zu den Sparbeschlüssen muss es dringend eine nachhaltige Investitions- und Wachstumsinitiative geben. Sonst verpuffen die Finanzmittel genauso wie frühere Pakete", sagte Schulz der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Der FDP-Europaparlamentarier Alexander Graf Lambsdorff forderte die Deutschen auf, öfter Urlaub in Griechenland zu machen.

"Was wir dringend brauchen, sind Investitionen"

Schulz sagte, die bisherige Politik der EU-Staatschefs führe zu einer ausweglosen wirtschaftlichen Depression in Griechenland. "Haushaltsdisziplin muss sicherlich sein", sagte Schulz.

"Was wir aber dringend brauchen, sind Investitionen, die der Bevölkerung eine echte Zukunftsperspektive aufzeigen." Gelder der EU könnten beispielsweise in die Produktion von Solarenergie oder in den Ausbau von Straßen, Schienen und Häfen fließen.

Lambsdorff sagte dem "Hamburger Abendblatt": "Wer schon immer mal überlegt hat, in Griechenland Urlaub zu machen, kann jetzt ein Signal setzen. Jeder Urlauber ist dem Land eine Hilfe."

Das Land brauche dringend Wirtschaftswachstum, und der Tourismussektor müsse wieder wettbewerbsfähig werden.

"Aber jetzt im Februar liegt der Tourismus brach", sagte der Vorsitzende der FDP-Gruppe im Europäischen Parlament. Die griechischen Hotels seien nur im Juli und August ausgelastet.

Staatspleite Griechenlands ist zu verkraften

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, sagte, eine Staatspleite Griechenlands sei für die Euro-Zone und die Banken zu verkraften.

Mit den Rettungsschirmen EFSF und ESM seien ausreichende Schutzmauern aufgebaut worden, um Ansteckungsgefahren für andere Länder zu verhindern und deren Staatsfinanzierung sicherzustellen. Die meisten Banken hätten die griechischen Staatspapiere schon größtenteils abgeschrieben.

"Nötigenfalls können wir mit dem Rettungsschirm auch Not leidenden Banken helfen, damit es nicht zu einer neuen Bankenkrise kommt", sagte Müller der Zeitung.

Quelle: dapd/mim
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
Top-Thema
EU-Gericht: Lindts Goldhase ist keine Marke
Bitteres Hasen-Urteil

Lindt-Goldhasen bekommen keinen EU-weiten Markenschutz.

Video Nachrichten mehr
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Atemnot Elton John sagt Vegas-Konzerte ab
Spitzentreffen Immer noch keine Einigung zum Fiskalpakt
Nasa-Satellit SDO Spektakuläre Aufnahmen der Sonne veröffentlicht
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Kaufberatung

Günstige Digitalkameras unter 150 Euro im Test

Habgier

Deutscher wegen Lego-Diebstahls vor US-Gericht

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote