Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
12.02.12

Kompromissvorschlag

Union erwägt Anhebung des Spitzensteuersatzes

Mit einem höheren Spitzensteuersatz will die Union der SPD entgegenkommen und sie zur Zustimmung zu den Steuerplänen der Koalition im Bundesrat bewegen.

© picture alliance / dpa/dpa
CDU-Haushaltsexperte
Norbert Barthle

Angesichts des Widerstands im Bundesrat gegen die Steuerpläne der Koalition wird jetzt auch in der CDU/CSU über eine Anhebung des Spitzensteuersatzes nachgedacht.

Der CDU-Haushaltsexperte Norbert Barthle schlug nach einem Bericht des Magazins "Spiegel" vor, den progressiven Steuertarif über die bisherige Höchstgrenze von 52.882 Euro Jahreseinkommen hinaus fortzuschreiben.

Damit solle die Lücke bis zum Wirksamwerden der sogenannten Reichensteuer von 45 Prozent überbrückt werden, die derzeit erst ab einem Jahresverdienst von 250.731 Euro fällig wird.

"Eigentlich kann die SPD das nicht ablehnen", sagte Barthle dazu dem "Spiegel". Sein Vorschlag stößt allerdings in der CDU auf Widerstand. Besonders Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will davon dem Magazin zufolge nichts wissen.

SPD und Grüne blockieren Steuerpläne im Bundesrat

Er verteidigte stattdessen die bisherigen Steuerpläne der Koalition: "Wir sind von der Verfassung her verpflichtet, das steuerliche Existenzminimum anzuheben und auch die Beseitigung der kalten Progression ist richtig, um Arbeitnehmer zu entlasten."

SPD und Grüne hatten am Freitag im Bundesrat den Steuerplänen der Koalition ihre Zustimmung verweigert. Diese sehen eine Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrages sowie eine Abmilderung der sogenannten kalten Progression vor, was zu Steuerausfällen von rund sechs Milliarden Euro pro Jahr führen würde.

Die Opposition hält dies in der gegenwärtigen Haushaltslage für nicht vertretbar. SPD und Grüne fordern unter anderem eine Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent.

Quelle: AFP/ks
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
Top-Thema
EU-Gericht: Lindts Goldhase ist keine Marke
Bitteres Hasen-Urteil

Lindt-Goldhasen bekommen keinen EU-weiten Markenschutz.

Video Nachrichten mehr
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Atemnot Elton John sagt Vegas-Konzerte ab
Spitzentreffen Immer noch keine Einigung zum Fiskalpakt
Nasa-Satellit SDO Spektakuläre Aufnahmen der Sonne veröffentlicht
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Kaufberatung

Günstige Digitalkameras unter 150 Euro im Test

Habgier

Deutscher wegen Lego-Diebstahls vor US-Gericht

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote