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11.02.12

Neues Punkte-System

Ramsauer lehnt Amnestie für Verkehrssünder ab

Der Verkehrsminister sieht keinen Anlass, vor der Einführung des neuen Punkte-Systems Verkehrssündern ihre Punkte zu erlassen. Stattdessen verspricht er "überschaubare Übergangsregeln".

© dpa/DPA
Bundestag

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat sich gegen eine Amnestie für Punkte-Sünder ausgesprochen. "Recht muss Recht bleiben. Es wird keinen Freibrief für Raser und Alkoholfahrer geben. Es müssen natürlich überschaubare Übergangsregeln gelten – eine Amnestie wird es nicht geben", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Der Präsident des Verkehrsgerichtstages, Kay Nehm, hatte eine solche Maßnahme in der Debatte über ein neues Flensburger Punkte-System ins Gespräch gebracht.

Nach "Bild"-Informationen plant das Bundesverkehrsministerium eine "Umrechnung" des alten Punkte-Systems auf die neuen Regeln. Wo es bisher für schwere Verstöße 3 bis 7 Punkte auf einmal gab, würden nach dem neuen System noch 2 Punkte übrig bleiben. Leichte Delikte, für die es heute 1 bis 3 Punkte gibt, werden in einen neuen Punkt umgerechnet.

Fahrlehrer kritisieren mangelnde Differenzierung der Strafen

Die deutschen Fahrlehrer kritisieren die geplante Reform der Flensburger Verkehrssünderdatei. Sie stelle eine "erhebliche Verschärfung" dar, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF), Gerhard von Bressensdorf, dem Magazin "Focus". "Die künftige Höchstgrenze von acht Punkten kann man mit der neuen Regelung viel schneller erreichen."

Es sei auch problematisch, dass bei Verstößen nur noch ein Punkt oder zwei Punkte vergeben werden sollen. "Eine größere Differenzierung der Punktestrafen ist unbedingt nötig", so Bressensdorf. "Gefährliche Delikte müssen doch deutlich härter geahndet werden als lässliche Verkehrssünden."

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