Formel-1-Strecke
Rheinland-Pfalz trennt sich von Nürburgring-Betreiber
Das Land Rheinland-Pfalz hat den Pachtvertrag mit den privaten Betreibern des Nürburgrings gekündigt. Eine gute Zukunft sei "mit den jetzigen Pächtern nicht möglich".
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Die rheinland-pfälzische Landesregierung trennt sich von den Privatbetreibern am kriselnden Nürburgring. Das Kabinett billigte den Vorschlag von Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD), dass die größtenteils landeseigene Nürburgring GmbH den Pachtvertrag mit der privaten Nürburgring Automotive GmbH kündigt.
Damit steht der jetzige Privatbetrieb an der Formel-1-Strecke in der Eifel nach rund zwei Jahren vor dem Aus. Finanzminister Carsten Kühl (SPD) sagte: "Das Ziel ist, zu einer Neuausschreibung zu kommen."
Lewentz sprach von einer Zukunftsentscheidung für den Nürburgring. Er sei zu der Überzeugung gelangt, dass eine gute Zukunft in diesem Sinne mit den jetzigen Pächtern "nicht möglich ist". "Die Kündigungen sind soeben von der Nürburgring GmbH ausgesprochen worden." Wenn es nicht zu einer einvernehmlichen Lösung komme, "ist ein längerer Rechtsstreit nicht auszuschließen".
Zuvor war es zum Streit über die Pachtzahlungen gekommen. Lewentz sagte, die Pacht sei nicht bezahlt worden. Als Sicherheit springt das Land vorübergehend mit 354 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt ein.
Die frühere SPD-Regierung hatte den Ring ausgebaut und rund 330 Millionen Euro investiert. Der Freizeitpark gilt als überdimensioniert. Wegen fehlender Besucher wollen die Betreiber 92 Stellen streichen.
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