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02.02.12

Twitter-Skandal

Linkspartei – "Steinbach diffamiert Holocaust-Opfer"

Dass Erika Steinbach die Nazis als "linke Partei" bezeichnet hat, erbost Linke-Chef Klaus Ernst. Die Vertriebenen-Präsidentin setze Nazis mit deren Opfern gleich.

© Screenshot twitter.com/steinbacherika
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Die Linkspartei hat mit Empörung auf die Äußerung von Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach reagiert, wonach die Nazis als "linke Partei" einzustufen seien. "Erika Steinbach ist in Sachen Geschichtsrevisionismus eine Wiederholungstäterin", erklärte Parteichef Klaus Ernst auf seiner Facebook-Seite .

"Sie hat die deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg geleugnet, sie hat Holocaust-Opfer diffamiert, und jetzt setzt sie die Nazis mit deren Opfern gleich."

"Gezielt am rechten Rand auf Stimmenfang"

Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), die auch CDU-Bundestagsabgeordnete ist, hatte am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter geschrieben : "Die Nazis waren eine linke Partei. Vergessen? Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei."

Jeder wisse, "dass die Nazis keine Linken waren", erklärte Ernst hierzu. Jeder wisse zudem, dass Deutschland Gefahr von rechts drohe. "Ob allerdings Frau Steinbach in die Reihe der Demokraten gehört, darf mit gutem Recht bezweifelt werden." Dass die CDU sie dulde und fördere, "lässt den Verdacht aufkommen, dass die Union gezielt am rechten Rand auf Stimmenfang geht", erklärte der Parteichef.

Steinbach hatte in der Vergangenheit mehrfach für Schlagzeilen gesorgt, insbesondere durch Äußerungen zum Zweiten Weltkrieg und zu Polen. So hatte sie 2010 dem früheren polnischen Außenminister Wladislaw Bartoszewski einen "schlechten Charakter" bescheinigt. Trotz heftiger Kritik konnte sie aber ihren Posten als menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion behalten.

Quelle: AFP/mcz
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