Ehemaliger Bürgerrechtler
Gauck sieht starke Trennung "zwischen Ossi und Ossi"
Bei einem Teil der Ostdeutschen sieht der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck mangelhaftes gesellschaftliches Engagement. Andere seien dagegen "aufgewacht".
Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck sieht mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung bei einem Teil der Ostdeutschen ein mangelhaftes gesellschaftliches Engagement.
"Es gibt eine stärkere Trennung zwischen Ossi und Ossi als zwischen Ossi und Wessi", sagte Gauck am späten Montagabend am Rande einer Lesung aus seinem Buch "Winter im Sommer – Frühling im Herbst" in Karlsruhe.
Ein Teil der Ostdeutschen sei "aufgewacht, hat sich unglaublich intensiv für Veränderungen eingesetzt, agiert mit, lässt sich wählen und wählt – und andere sind frustriert oder nostalgisch", sagte der 71-jährige Gauck.
Zur Debatte um Bundespräsident Christian Wulff wollte sich Gauck, der im Jahr 2010 gegen Wulff als Bundespräsidentschaftskandidat angetreten war, nicht äußern. Gauck hatte von 1990 bis 2000 die Stasi-Unterlagenbehörde geleitet.
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