Grosszügig
Schausten zahlt doch kein Geld für Gästematratze
Bettina Schausten zahlt ihren Freunden doch keine Übernachtungspauschale von 150 Euro. Darum sei es in dem Interview mit Wulff auch nicht gegangen.
In den Sozialen Netzwerken fragten sich Tausende: Zahlt Bettina Schausten ihren Freunden wirklich 150 Euro pro Übernachtung? Nach dem TV-Interview mit Bundespräsident Christian Wulff reagiert die Fernsehjournalistin gelassen auf die Häme gegen sich und klärt auf. "Die Welle, die da heute durch das Internet ging, fand ich amüsant", sagte die Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios. "Ich darf Ihnen sagen: Nein, ich nehme kein Übernachtungsgeld von Freunden, die auf meiner Gästematratze übernachten. Darum ging es in dem Interview mit Wulff aber auch nicht."
Vor allem im Internet hatten manche Nutzer über eine Passage in dem Gespräch mit dem Bundespräsidenten am Mittwochabend gespottet, in der es um Kosten für Übernachtungen bei Freunden ging . Bei Facebook gründete sich danach zum Beispiel die Gruppe "Fr. Schausten muss ihre bezahlten Übernachtungen bei Freunden offenlegen".
Schausten führte aus: "Es ging im Gesprächskontext nicht um mich, sondern um die Frage, ob man als Ministerpräsident wirklich kostenlosen Urlaub bei Millionärsfreunden annehmen darf." Der Bundespräsident habe versucht, das ganze Thema auf die Ebene von normalen Besuchen bei Freunden herunterzubrechen.
Sie habe sich dabei den Einwand erlaubt, dass man bei Urlaubsaufenthalten selbstverständlich auch Freunden anbieten könne, einen finanziellen Beitrag zu leisten, betonte Schausten. Das habe sie in der Vergangenheit auch selbst schon getan.
Die Häme gegen sich am Donnerstag habe sie wahrgenommen, sagte die ZDF-Moderatorin. "Ich hatte mit dem journalistischen Ertrag des Interviews heute allerdings mehr zu tun." Die Entwicklung im Fall Wulff gehe weiter. "Der Bundespräsident hat neue Maßstäbe in Sachen Transparenz versprochen und wird sich daran messen lassen müssen."
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