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24.10.11

Bündnis für 2013

Gabriel sieht Rot-Grün durch Piratenpartei gefährdet

Der SPD-Vorsitzende sieht in den Erfolgen der Piraten eine Gefahr für eine rot-grüne Mehrheit. "Wer die Piraten wählt, hilft CDU/CSU und FDP an der Regierung zu bleiben."

© dpa/DPA
Sigmar Gabriel

SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht seine Partei nicht als einzigen möglichen Partner der Grünen. Die SPD kämpfe für eine rot-grüne Koalition, sagte Gabriel der Zeitschrift "Super Illu". Wenn es für Rot-Grün 2013 nicht reichen sollte, wären die Grünen aber vermutlich bereit, mit der CDU/CSU zu koalieren.

"Deshalb muss jeder SPD wählen, der 2013 eine andere Regierung will", sagte Gabriel. Eine SPD-geführte Regierung werde die Epoche des Marktradikalismus beenden und den Wandel zur sozialen und umweltgerechten Marktwirtschaft vollziehen.

"Ich liebe nur meine Lebensgefährtin"

Gabriel sagte, ein Bündnis seiner Partei mit den Grünen sei keine Liebesheirat. "Ich liebe nur meine Lebensgefährtin", versicherte er. "Zu Bündnissen zwischen Parteien habe ich ein ganz rationales Verhältnis." Zwischen SPD und Grünen gebe es große Übereinstimmungen, etwa in der Bildungs- und Sozialpolitik. Aber es bestünden auch Unterschiede.

"Wir sind der Meinung, dass Deutschland auf große Infrastrukturprojekte nicht verzichten kann, wenn wir als Industriestaat erfolgreich bleiben wollen", sagte der SPD-Vorsitzende. "Die Grünen sehen das gelegentlich anders."

Koalition mit der Piratenpartei

Gefahr für eine rot-grüne Mehrheit droht Gabriel nach durch den Erfolg der Piratenpartei. "Das muss 2013 jeder Wähler wissen: Wer die Piraten wählt, hilft CDU/CSU und FDP an der Regierung zu bleiben."

Gabriel sagte, eine Koalition der SPD mit der Piratenpartei sei unwahrscheinlich. "Ich glaube, dass die Piraten das selbst gar nicht für möglich halten", sagte er. "In diesem Punkt scheint mir ihr Urteil sehr realistisch zu sein."

Quelle: dpa/jm
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