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08.10.11

Piraten

Ministerin Schröder für mehr "Kaperschwestern"

Die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat die niedrige Frauenquote bei den Piraten kritisiert. Unter den künftig 15 Abgeordneten in Berlin ist nur eine Frau.

dapd/DAPD

Die Piratenpartei mischt den Politikbetrieb durcheinander – und die Presse stürzt sich auf sie: Andreas Baum (l.), Berliner Fraktionschef, Marina Weisband (M.), Politische Geschäftsführerin, und Parteichef Sebastian Nerz (r.) bei ihrem ersten Auftritt vor der Bundespressekonferenz am 5. Oktober in Berlin.

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den geringen Frauenanteil in der Piratenpartei kritisiert. "Die Piraten behaupten, zwischen Männern und Frauen würden sie keinen Unterschied machen, den Konflikt hätten sie überwunden", sagte Schröder der "Bild am Sonntag".

"Das klingt gut, aber: die Lebenswirklichkeit zeigt leider, dass das falsch ist. Das Thema gleiche Chancen für Frauen und Männer ist noch nicht durch." Die CDU-Politikerin verwies darauf, dass die Piraten nach ihrem Wahlerfolg in Berlin im neuen Abgeordnetenhaus mit nur einer Frau, aber 14 Männern vertreten sind. "So ein paar mehr Kaperschwestern unter den Piraten würden sicherlich nicht schaden", sagte Schröder.

Auch Grünen-Chefin Claudia Roth bedauerte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" den geringen Frauenanteil bei den Piraten. Ihr Vorsitzender sei gegen die Frauenquote. Da sei sie gespannt, wie er Geschlechtergerechtigkeit in seiner wachsenden Partei darstellen wolle, sagte Roth.

Die neue Partei sieht die Grünen-Politikerin nicht als Gefahr, sondern willkommene Konkurrenz. "Die belebt das Geschäft", sagte sie. Die Grünen hätten das Thema Internet "nicht verschlafen". Sie sollten aber die Frage der Bürgerrechte stärker in den Vordergrund rücken und sich daran erinnern, "knallgrün zu bleiben". Die Piraten hätten sicher auch ein Bedürfnis nach Neuem befriedigt mit ihrem kreativen Wahlkampf, sagte Roth.

Quelle: AFP/mim
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