Glückwünsche an Castro
Bartsch distanziert sich von Linken-Führung
Der nächste Genosse geht auf Distanz zur Parteispitze der Linken: Fraktionschef Dietmar Bartsch kritisiert die Formulierungen des Geburtstagsbriefes an Fidel Castro.
Der Fraktionsvize der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat sich vom Glückwunschschreiben der Bundesvorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst an den früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro distanziert. "Die Formulierungen sind nicht unbedingt der Stil, den ich gewählt hätte", sagte Bartsch im Deutschlandfunk.
Er sei sich aber nicht sicher, ob ein Geburtstagsschreiben der richtige Platz für Kritik sei. Man hätte allerdings einen anderen Akzent legen können. Der Brief solle nicht überbewertet werden. Die Linke habe bei Besuchen auf Kuba mehrfach die Menschenrechtslage angesprochen.
In einem Glückwunschschreiben zum 85. Geburtstag von Kubas Revolutionsführer Fidel Castro hatten die Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst dessen Verdienste gelobt. Führende Politiker der Linken haben sich daraufhin kritisch zu ihrer Führung geäußert. Schon zuvor war vor allem Parteichefin Lötzsch wegen ihrer umstrittenen Äußerungen zum Mauerbau in die Kritik geraten.
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