Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
22.08.11

"Wie die Kesselflicker"

Brandenburger Linke entsetzt über Zustand der Partei

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken, Dagmar Enkelmann, kritisiert den Kurs ihrer Partei. Die streite derzeit "wie die Kesselflicker".

Getty Images/Getty

Klaus Ernst ist seit Mai 2010 Parteichef der Linken, zusammen mit ...

12 Bilder

Führende Brandenburger Linke haben sich besorgt über den Kurs der Bundespartei geäußert. Sie forderten sie auf, sich auf wesentliche Themen wie die aktuelle europäische Finanzkrise zu konzentrieren.

Vor allem müsse man sich jetzt mit den Auswirkungen der Krise für die Menschen und deren Lohnsituation beschäftigen, betonte die brandenburgische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken im Bundestag, Dagmar Enkelmann. Hintergrund sind umstrittene Äußerungen von Spitzenpolitikern der Linken zum Mauerbau und anlässlich des 85. Geburtstages von Kubas Revolutionsführer Fidel Castro.

"Wir springen derzeit über jeden Stock und nutzen Nebenthemen, um uns so richtig zu zerfetzen, um uns wie die Kesselflicker zu streiten", sagte Enkelmann. "Die Themen, die eigentlich wichtig sind, gehen dabei einfach nur den Bach herunter." Ähnlich äußerte sich der Landesvorsitzende Thomas Nord und ergänzte: "Wer bei dieser Partei mitmachen will, muss sich selber, soll sich selber als demokratischer Linker verstehen. Punkt."

In der Linkspartei betrachten manche den Mauerbau als eine logische Folge des Zweiten Weltkriegs – auch die Parteivorsitzende Gesine Lötzsch, die dafür heftig kritisiert wurde. Bei einem Parteitag der Linken in Mecklenburg-Vorpommern waren jüngst einige Delegierte bei einer Schweigeminute für die Opfer sitzen geblieben.

In einem Glückwunschschreiben zum 85. Geburtstag von Kubas Revolutionsführer Fidel Castro lobten die Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst sowie Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi dessen Verdienste.

Enkelmann betonte, ihre Partei habe zum Mauerbau eine ganz klare Position und die heiße, dass er nicht zu rechtfertigen sei. Die aktuelle Diskussion in und um die Linke sei auch ein Problem von Führung. "Die Linke bricht jetzt nicht auseinander, aber die Linke muss sich im Klaren sein darüber, für welche Position sie steht."

Quelle: dpa/gefi
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
Top-Thema
Wendig: Dieses autonome Auto deutscher Forscher ("EO") parkt selbsttätig ein und dreht dabei seine Räder um 90 Grad
Die Geisterautos sind da

Diese Autos kommen ohne Fahrer aus

Video Nachrichten mehr
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
EM 2012 Deutschland plant 10 Spiele und 10 Siege
Atemnot Elton John sagt Vegas-Konzerte ab
Spitzentreffen Immer noch keine Einigung zum Fiskalpakt
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Kaufberatung

Günstige Digitalkameras unter 150 Euro im Test

Habgier

Deutscher wegen Lego-Diebstahls vor US-Gericht

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote