Linkspartei
Ex-Parteichef Lafontaine will einen "neuen Aufbruch"
Oskar Lafontaine plädiert angesichts schlechter Umfragewerte für einen Neustart. Für ihn gibt es keinen Ost-West-Konflikt in der Partei.
Der ehemalige Parteivorsitzende Oskar Lafontaine plädiert für einen Neustart der Linken . "Ein neuer Aufbruch ist immer geboten, zumal unsere Umfragewerte nicht mehr so gut sind wie bei der letzten Bundestagswahl", sagte Lafontaine der "Saarbrücker Zeitung".
Zugleich wandte er sich gegen die Auffassung einiger Parteimitglieder, wonach die Linke ein Ost-West-Problem habe. "Die Behauptung, im Osten gebe es die Regierungswilligen und im Westen die Regierungsunwilligen, ist grundfalsch", sagte Lafontaine.
In Hamburg sei man genauso zu einer Regierungsbeteiligung bereit gewesen wie in Nordrhein-Westfalen und im Saarland. SPD und Grüne hätten das jedoch abgelehnt. "Der Gegensatz von Ost und West ist also ein Märchen", sagte Lafontaine.
Eine mögliche Rückkehr auf die bundespolitische Bühne ließ er offen: "Es gibt überhaupt keine Veranlassung, darüber zu gackern."
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