12.02.2013, 17:00

Rechtsterrorismus Ermittlungen gegen Zschäpe wegen Kinderpornos


Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe soll Kinderpornos auf ihrem Rechner gespeichert haben. Neben der Mordanklage wiegen diese Vorwürfe jedoch so gering, dass die Ermittlungen eingestellt wurden

Foto: Polizei Sachsen / dpa

Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe soll Kinderpornos auf ihrem Rechner gespeichert haben. Neben der Mordanklage wiegen diese Vorwürfe jedoch so gering, dass die Ermittlungen eingestellt wurden Foto: Polizei Sachsen / dpa

Die mutmaßliche Terroristin Beate Zschäpe soll kinderpornografische Daten besessen haben. Die Ermittlungen wurden jedoch eingestellt.

Gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe wurde auch wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften ermittelt. Das sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Zwickau am Dienstag.

Das Verfahren sei jedoch eingestellt worden, weil die zu erwartende Strafe im Verhältnis zu den Strafen für die terroristischen Taten "voraussichtlich nicht beträchtlich ins Gewicht" falle.

Das bedeutet: Das Verfahren wegen des Besitzes von Kinderpornografie wurde nicht weiter verfolgt, weil die sonstigen Vorwürfe – unter anderem die Mittäterschaft an zehn Morden – schwerer wiegen.

Die Zeitung "Berliner Kurier" hatte am Dienstag darüber berichtet, dass die Ermittler auf einem Computer Zschäpes kinderpornografische Dateien gefunden hätten. Der strafrechtliche Begriff der "pornografischen Schriften" umfasst auch beispielsweise Bilddateien.

Zu Details machte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben; die entsprechenden Akten seien bereits archiviert.

(dpa/mim)
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