08.01.13

Neue Kritik

Steinbrück sagte ThyssenKrupp politische Hilfe zu

Nach der Kanzlergehalts-Debatte steht Peer Steinbrück erneut in der Kritik. Er soll ThyssenKrupp politische Unterstützung zugesagt haben.

Foto: dapd

Peer Steinbrück tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste
Peer Steinbrück tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste

Die Kritik an SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück reißt nicht ab. Nun geht es um seine frühere Aufsichtsratstätigkeit für den Stahlkonzern ThyssenKrupp.

Nach Informationen des"Handelsblatts" geht aus dem Sitzungsprotokoll vom Januar 2011 hervor, dass Steinbrück ThyssenKrupp politische Unterstützung im Kampf gegen zu hohe Strompreise angeboten hat.

Sechsstellige Summe

Steinbrücks Sprecher sagte am Dienstag auf Nachfrage, aus rechtlichen Gründen dürfe Steinbrück nicht über Inhalte der Sitzungen berichten, sonst mache er sich strafbar. Steinbrück bekam laut den Geschäftsberichten von 2010 bis 2012 rund 170.000 Euro für seine Tätigkeit als ThyssenKrupp-Aufsichtsrat.

Steinbrück warnte später vor zu hohen Industriestrompreisen. Allerdings tun dies Politiker fast aller Parteien, damit im Zuge der Energiewende keine Arbeitsplätze verloren gehen. Steinbrück hat als Oppositionspolitiker auch nur begrenzten Einfluss auf die Energiepolitik der Regierung.

Dass er nicht an allen Aufsichtsratssitzungen teilnehmen konnte, begründete sein Sprecher mit Terminkollisionen aufgrund seines Bundestagsmandats. Wegen der Kandidatur als Kanzlerkandidat legte Steinbrück das Mandat nieder und ist seither nur noch Aufsichtsrat des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund.

Quelle: dpa/oje
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