18.11.12

Umfrage

Mehrheit der Wähler kann sich Schwarz-Grün vorstellen

Die SPD verliert in der Wählergunst. Union und Grüne können dafür zulegen. Eine Koalition der beiden lehnt nur ein Drittel der Wähler ab.

Foto: dapd

Merkel und Trittin in einer Regierung: für eine Mehrheit der Deutschen mittlerweile nicht mehr unvorstellbar
Merkel und Trittin in einer Regierung: für eine Mehrheit der Deutschen mittlerweile nicht mehr unvorstellbar

Mehr als die Hälfte der Bürger kann sich einer Umfrage zufolge eine schwarz-grüne Bundesregierung nach der Wahl 2013 vorstellen. Vor allem bei Anhängern von Union und Grünen ist die Zustimmung für Schwarz-Grün groß, wie eine am Sonntag veröffentlichte Emnid-Umfrage im Auftrag des "Focus" ergab. Darin bekannten sich sieben Prozent der Befragten klar zu schwarz-grünen Bündnissen, weitere 47 Prozent können sich eine solche Koalition unter Umständen vorstellen. Nur ein gutes Drittel wäre strikt dagegen.

Noch klarer sehen die Werte bei Unions- und Grünen-Anhängern aus: 15 Prozent der CDU/CSU-Wähler votieren in der Umfrage für Schwarz-Grün. Weitere 56 Prozent wären unter Umständen dafür, wenn es für Schwarz-Gelb nicht reicht. Das bedeutet, dass 71 Prozent der Unionsanhänger Schwarz-Grün positiv bis offen gegenüber stehen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Grünen-Wählern. Elf Prozent sind offen für Schwarz-Grün, weitere 51 Prozent wären dafür, wenn es mit Rot-Grün nicht klappen sollte. Insgesamt könnten sich 62 Prozent Schwarz-Grün vorstellen.

SPD verliert in der Wählergunst

In der am Sonntag veröffentlichten wöchentlichen Emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" kommt neben einer großen Koalition nur noch Schwarz-Grün auf eine Mehrheit. Die SPD verlor zwei Prozentpunkte und erreichte nur noch 28 Prozent. Jeweils einen Prozentpunkt hinzugewinnen konnten Union (39 Prozent) und Grüne (13 Prozent). Den Wert der Vorwoche erreichen FDP (vier Prozent), Linkspartei (sieben Prozent) und Piraten (fünf Prozent).

Trotz der sinkenden Umfragewerte zeigte sich SPD-Chef Sigmar Gabriel davon überzeugt, dass es für die SPD keinen besseren Kanzlerkandidaten als Peer Steinbrück gibt. "Peer Steinbrück ist der beste Kanzlerkandidat für die SPD", sagte Gabriel der "Bild am Sonntag". Die zentrale Frage der nächsten Jahre werde die Bändigung der Finanzmärkte sein. Dafür kämpfe "niemand so engagiert wie Peer Steinbrück". Den Wirbel um Steinbrücks Nebeneinkünfte hält Gabriel für verlogen: "Es gibt eine heuchlerische Debatte von Union und FDP."

Quelle: AFP/dapd/ap
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