Hurrikan "Sandy"
Hochwasser-Alarm im ältesten US-Atomkraftwerk
Erst war es nur ein "ungewöhnliches Ereignis", nun wurde die Lage zum "Alarmzustand" hochgestuft – dem Kraftwerk Oyster Creek kommt das Wasser zu nahe. Auch in einem anderen AKW gibt es Probleme.
Der Sturm "Sandy" hat mehreren Atomkraftwerken im Osten der USA Probleme bereitet: In der ältesten Anlage des Landes wurde wegen Hochwassers in Folge des Hurrikans ein Alarm ausgerufen, in einem weiteren Kraftwerk wurde ein Reaktor abgeschaltet.
"Alarmzustand"
Das Kraftwerk Oyster Creek im Staat New Jersey war bereits vor der Ankunft von "Sandy" zu Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden. Nach Angaben der Atomregulierungsbehörde (NRC) wurde gegen 19.00 Uhr Ortszeit (29. Oktober 2012) ein "ungewöhnliches Ereignis" ausgerufen, als das Wasser eine bestimmte Höhe erreichte. Knapp zwei Stunden später wurde die Lage zum "Alarmzustand" hochgestuft, die zweitniedrigste von vier Stufen.
Im Kernkraftwerk Indian Point, rund 70 Kilometer nördlich von New York, wurde ferner ein Reaktor wegen externer Probleme des Stromnetzes abgeschaltet, wie die Betreiberfirma Entergy mitteilte. Für Beschäftigte oder die Öffentlichkeit bestehe keine Gefahr. Ein weiterer Reaktor des Kraftwerks arbeite mit voller Leistung.
Angeblich sicherer Zustand
Nach offiziellen Angaben sind alle US-Atomkraftwerke weiterhin in einem sicheren Zustand. Die Wassermassen bei Oyster Creek in der Nähe des Atlantiks sollten zurückgehen. Oyster Creek ging 1969 ans Netz und liefert neun Prozent des in New Jersey verbrauchten Stroms. 2019 soll die Anlage geschlossen werden.
Sie ist nach Angaben der NRC wasserdicht und in der Lage, Hurrikanen standzuhalten.
















