18.08.12

Nordrhein-Westfalen

Ex-Leibwächter Bin Ladens plant Moschee in Bochum

In Bochum konnte ein Ex-Dschihadist ohne Wissen der Behörden eine religiöse Begegnungsstätte einrichten, jetzt plant er eine Moschee. Der Tunesier gehörte früher der Leibgarde Osama Bin Ladens an.

Foto: picture alliance / ANP
Muslime in einer Moschee
Ein tunesischer Salafist plante offenbar unbehelligt eine Moschee

Ein früherer Bin-Laden-Leibwächter konnte nach Zeitungsinformationen monatelang eine eigene Moschee in Bochum planen. Der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, bestätigte: "Erste Hinweise auf diese Aktivitäten haben wir durch eine aufmerksame Anwohnerin bekommen." Polizei, Verfassungsschutz und Stadt Bochum nutzten "alle rechtlichen Möglichkeiten, um gegen den Salafisten Sami A. vorzugehen. Auch bei der von ihm initiierten Einrichtung eines Treffpunkts in Bochum arbeiten wir Hand in Hand."

In einem Artikel der "WAZ"-Zeitungen heißt es: "Erst der Hinweis einer Bürgerin weckte die Sicherheitsbehörden auf." Einen Sprecher der Bochumer Polizei zitierte die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" mit der Aussage, die Ermittler hätten seit Anfang August Hinweise, dass in der Nähe der Bochumer Jahrhunderthalle "eine religiöse Einrichtung respektive eine Begegnungsstätte geschaffen wurde". Zwar seien die Räumlichkeiten noch nicht umgebaut, gebetet werde dort aber schon seit Monaten.

Der Fall des Tunesiers Sami A., der sich bisher anscheinend weitgehend ungestört in Bochum bewegen konnte, sorgt seit Anfang August durch Medienberichte für Aufsehen. Die Bundesanwaltschaft hatte bereits 2006 Ermittlungen gegen den einstigen Angehörigen der Leibgarde des inzwischen getöteten Al-Qaida-Chefs Osama Bin Laden eingeleitet. Es ging um den Anfangsverdacht, der Salafist könne Mitglied in einer ausländischen terroristischen Vereinigung sein. Das Verfahren war aber schon ein Jahr später eingestellt worden.

"Wir halten Sami A. für gefährlich", betonte Verfassungsschutz-Chef Freier. "Er ist im Visier der Sicherheitsbehörden." Seit einer Anordnung der Ausländerbehörde der Stadt Bochum aus dem Jahr 2006 sei der Tunesier verpflichtet, sich einmal täglich bei der Polizei zu melden. "Außerdem entscheidet demnächst das Oberverwaltungsgericht in Münster über die Ausweisung des extremistischen Salafisten."

Quelle: dpa/gebu
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Eine alte und eine neue Fassade in Prenzlauer Berg
07:23Wohnungsmarkt
Der neue Mietspiegel für Berlin – was Sie wissen sollten

Das Berliner Mietniveau bleibt hinter anderen Großstädten zurück. Doch die Entwicklung zeigt nach oben, wie der Mietspiegel belegt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Wohnlagen und Preisen. mehr...


Rammstein-Frontman Till Lindemann auf der Bühne in Moskau
23.05.13Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Freitag

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Freitag, den 24. Mai. mehr...

Kristall Sauna Therme   Ludwigsfelde in Brandenburg bei Berlin   das grov¸e Angebot fv r Baden Wellness und Sauna vor. FKK und Sportbad.
23.05.13Ludwigsfelde
Freizeitbad vor den Toren Berlins warnt vor Sextätern

Die Kristall Saunatherme in Ludwigsfelde geht nach sexuellen Übergriffen in dem FKK-Bad in die Offensive: In Zusammenarbeit mit der Polizei installierten die Verantwortlichen Videokameras. mehr...


Morgenpost-Autorin Jennifer Hinz vor einer begehrten Wohnung im Prenzlauer Berg
07:16Mietpreise
Wie die Wohnungssuche in Prenzlauer Berg zum Kampf wurde

Der Wohnungsmarkt in Prenzlauer Berg ist heiß umkämpft. Morgenpost-Autorin Jennifer Hinz begab sich dennoch auf die Suche. Sie traf auf schimpfende Makler und angebliche Rückzugsoasen. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Queen of Soul Aretha Franklin braucht eine kleine Auszeit
USA Bär spaziert durch Vorort von Los Angeles
London Islamisten töten britischen Soldaten
Deutsche Welle In Norditalien kommt die Erde nicht zur Ruhe
 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Bilder von oben

Das zerstörte Oklahoma City aus der Luft

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote