04.04.12

US-Vorwahlen

Romney siegt in Maryland, Wisconsin und Washington DC

Der Republikaner kommt der Nominierung als Präsidentschaftskandidat näher. Er hat mehr als die Hälfte der benötigten Delegierten erreicht.

Foto: REUTERS
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney siegte  am Dienstag in drei US-Bundesstaaten
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney siegte am Dienstag in drei US-Bundesstaaten

Der republikanische Politiker Mitt Romney ist mit drei Vorwahlsiegen der Nominierung als Präsidentschaftskandidat seiner Partei ein weiteres Stück näher gekommen. Er gewann am Dienstag in Maryland, Wisconsin und dem Hauptstadtbezirk Washington DC und brachte damit mehr als die Hälfte der Delegierten hinter sich, die er beim Nominierungsparteitag Ende August benötigt, um offizieller Herausforderer von Präsident Barack Obama zu werden.

In Maryland erreichte Romney Teilergebnissen zufolge 48 Prozent der Stimmen, sein ärgster Rivale Rick Santorum kam nur auf 30 Prozent. In Washington steuerte der Ex-Gouverneur mit 70 Prozent sogar auf einen noch deutlicheren Erfolg zu. Santorum hatte es in der Hauptstadt erst gar nicht auf den Wahlzettel geschafft, weil er im Vorfeld nicht ausreichend Unterschriften zusammenbekommen hatte.

Romney nutzte seine Siege, um seine Angriffe auf Obama zu verstärken und seinen hartnäckigsten Rivalen Rick Santorum zur Aufgabe aufzufordern. Obama sei für die Wirtschaftslage, die hohen Benzinpreise und die Lage an den Schulen und der Streitkräfte verantwortlich, sagte er in Waukesha in Wisconsin.

An Santorum gerichtet erklärte er dem Fernsehsender Fox News: "Das Richtige für uns ist, denke ich, so schnell wie möglich einen Kandidaten zu bekommen und in der Lage zu sein, uns auf Barack Obama zu konzentrieren." Santorum sagte, er werde nicht aus dem Rennen aussteigen.

Für die Nominierung als Kandidat werden 1144 Delegiertenstimmen benötigt. Romney hat am Dienstag mindesten 74 hinzugewinnen und damit insgesamt 646 Delegierte, an zweiter Stelle liegt Rick Santorum mit 272 Delegierten.

Newt Gingrich und Ron Paul kommen auf 135 und 51 Delegierte. US-Beobachtern zufolge können Romneys Rivalen dessen Siegeszug kaum noch gefährden. Romney könnte bei seinen derzeitigen Ergebnissen bis Juni die Mehrheit für den Nominierungsparteitag zusammen haben.

Santorum war bei der Vorwahl in Washington nicht angetreten, in Maryland absolvierte er wenig Wahlkampfauftritte und in Wisconsin konzentrierte er sich auf ländliche Gebiete. Er und die anderen Bewerber haben angekündigt, ihre Bewerbung fortsetzen zu wollen.

Quelle: dapd/afp/bee
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