Protest gegen Tierquäler
Hunde demonstrieren gegen US-Republikaner Romney
Weil Mitt Romney vor fast 30 Jahren seinen Hund 24 Stunden im Käfig auf dem Autodach transportierte, gilt er als Hundehasser. Jetzt erntet er tierischen Protest.
Drinnen gestriegelte Hündchen, draußen demonstrierende Vierbeiner im Rucksack: Vor der elitären Westminster Hundeshow in New York haben sich mehrere Hunde und ihre Besitzer versammelt, um gegen Mitt Romney zu demonstrieren.
Grund ist eine alte Geschichte mit Romneys Irish Setter "Seamus". Romney soll Seamus auf einer Reise in den Urlaub in einen Käfig gesteckt und auf das Dach des Familienautos geschnallt haben. Dort musste der Hund 24 Stunden Wind und Kälte ertragen.
Zwar ist die Geschichte mittlerweile fast 30 Jahre her – doch schon beim Kampf um die Präsidentschaftskandidatur bei der vergangenen Wahl attackierten ihn Tierschützer und stellten Romney als Hundehasser und Tierquäler dar. So gibt es sogar eigens eine Protest-Seite im Netz .
Umfrage zu US-Vorwahlen – Romney fällt ab
Auch neue Umfragen setzen den Kandidaten unter Druck: In einer aktuellen Umfrage zieht der erzkonservative Bewerber Rick Santorum an dem bisher führenden Romney vorbei. Demnach unterstützen landesweit 30 Prozent der republikanischen Vorwähler den ehemaligen Senator Santorum – 27 Prozent stehen hinter dem Multimillionär Romney.
Der Umfrage des TV-Senders CBS und der "New York Times" zufolge sprachen sich zwölf Prozent für den radikalliberalen Ron Paul aus. Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich favorisieren demnach zehn Prozent.
Vor einem Monat lag Romney mit 28 Prozent klar vorn, Santorum war mit 16 Prozent noch klar abgeschlagen.
Romney gilt als ein vergleichsweise moderater und pragmatisch ausgerichteter Konservativer. Santorum galt vor Beginn der Vorwahlen Anfang Januar noch als krasser Außenseiter. Er verfügt im Gegensatz zu Romney nur über ein knappes Werbebudget.
Wahlkampf mit christlich-religiöser Ausrichtung
Santorum macht gezielt Wahlkampf mit seiner strikt konservativen und christlich-religiösen Ausrichtung. Er tritt etwa selbst bei Vergewaltigung und Inzest für ein Verbot von Abtreibung ein.
Beide Kandidaten konnten sich bisher in je vier Vorwahlen durchsetzen. Romney gewann unter anderem die wichtige Abstimmung in Florida. Santorum setzte sich dagegen jüngst überraschend in den drei Bundesstaaten Colorado, Minnesota und Missouri durch.
Die nächsten Vorwahlen stehen am 28. Februar an, in den Bundesstaaten Arizona und Michigan. Doch immer stärker wird klar: Eine echte Vorentscheidung fällt erst beim "Super Tuesday" am 6. März – dann wird auf einen Schlag in zehn Bundesstaaten gewählt.
Endgültig wollen die Republikaner erst bei ihrem Parteitag Ende August entscheiden, wer bei den Präsidentenwahlen am 6. November gegen Barack Obama antritt.
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