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12.02.12

Um Sanktionen zu umgehen

Geheimdokumente zeigen Milliardenhilfe Irans an Assad

Mit mehr als einer Milliarde Dollar soll Teheran der syrischen Führung helfen, internationale Sanktionen zu umgehen. Das geht aus geheimen Mails hervor.

© dapd/DAPD
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Der Iran greift dem bedrängten syrischen Regime nach Informationen der israelischen Zeitung "Haaretz" finanziell stark unter die Arme. Geheime Dokumente bewiesen, dass Teheran der syrischen Führung mit Handelsaufträgen im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar helfen wolle, schrieb die Zeitung am Sonntag.

Dies solle es Damaskus erlauben, internationale Sanktionen zu umgehen. Die Dokumente seien bei einem Angriff der internationalen Hackergruppe Anonymous auf den Mail-Server im Büro des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gefunden worden.

In zwei Dokumenten, die vor zwei Monaten geschrieben worden seien, gehe es um den Besuch einer ranghohen iranischen Delegation in Syrien. In etwas verschleierter Sprache werde erwähnt, wie Syrien dabei geholfen werden solle, Sanktionen zu umgehen.

Damaskus wolle "von der iranischen Erfahrung auf diesem Gebiet lernen". Die USA, die Europäische Union, die Arabische Liga sowie die Türkei haben aus Protest gegen das Blutvergießen in dem Land bereits Sanktionen gegen Syrien verhängt.

Wege, das Öl-Embargo zu umgehen

Ein anderes Dokument wurde den Angaben zufolge am 8. Dezember unter anderem an Assad geschickt. Darin hieß es laut "Haaretz", die iranische Delegation habe erklärt, man habe eine Milliarde Dollar bereitgestellt, um Grundnahrungsmittel aus Syrien zu kaufen. Der Iran wolle auch Düngemittel und Rohmaterialien für die petrochemische Industrie an Syrien liefern.

Bei dem Treffen der ranghohen iranischen Delegation mit dem syrischen Ministerpräsidenten Adel Safar, dem Zentralbankchef sowie den Ministern für Wirtschaft, Handel und Öl sei es auch um Wege gegangen, das Embargo gegen syrische Ölexporte zu umgehen.

Die Iraner hätten sich bereiterklärt, den Kauf von 150.000 Fass Öl pro Tag für einen Zeitraum von einem Jahr zu prüfen. Im Gegenzug wolle der Iran Syrien Ersatzteile für die Erdölindustrie liefern. Teheran, das als engster Verbündeter des Assad-Regimes gilt, wolle Syrien auch dabei helfen, Sanktionen gegen seinen Flugverkehr sowie sein Bankwesen zu umgehen.

Quelle: dpa/ab
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