Kämpfe
Gewalt in Syrien erreicht Hauptstadt Damaskus
In Damaskus ist offiziellen Angaben zufolge ein syrischer General von "einer bewaffneten Terrorgruppe" ermordet worden. Damit hat die Gewalt die streng kontrollierte und bislang relativ ruhige Hauptstadt erreicht.
In Syrien ist staatlichen Medienberichten zufolge erstmals seit Beginn der Proteste gegen Präsident Baschar Assad vor elf Monaten ein ranghoher Offizier getötet worden. Brigadegeneral Issa al Chuli sei erschossen worden, als er am Samstagmorgen sein Haus im Stadtteil Rukn Eddine in Damaskus verlassen habe, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SANA. Al Chuli war Arzt und leitete ein Militärkrankenhaus in der syrischen Hauptstadt. Damit hat die Gewalt die streng kontrollierte und bislang relativ ruhige Hauptstadt erreicht.
Unterdessen nahmen syrische Regierungstruppen laut Aktivisten am Samstag das Viertel Baba Amr in der Protesthochburg Homs unter Beschuss. Mindestens vier Menschen seien dabei getötet worden, teilte das Syrische Observatorium für Menschenrechte mit. Aktivisten der Örtlichen Koordinationskomitees berichteten sogar von 15 Toten.
Laut Aktivisten bislang mehr als 400 Tote bei Offensive in Homs
Syrische Regierungstruppen starteten vor einer Woche eine Großoffensive auf Homs, mit der sie die Kontrolle über von Rebellen gehaltene Gebiete in der Stadt wiedererlangen wollen. Nach Angaben von Aktivisten sind seither mehr als 400 Menschen getötet worden.
Das Satellitenbildunternehmen Digital Globe veröffentlichte Aufnahmen, auf denen Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge der syrischen Streitkräfte in Homs zu sehen sein sollen. Demnach wurden die Bilder am späten Freitagmorgen syrischer Zeit aufgenommen. Auf einigen der Fotos sei zu sehen, dass gepanzerte Fahrzeuge in der Nähe von Wohngebäuden stünden, sagte Stephen Wood, Direktor des Analysezentrums von Digital Globe.
Mitglieder der syrischen Oberschicht wollen offenbar fliehen
Nach Angaben der US-Regierung suchen inzwischen immer mehr Mitglieder der syrischen Oberschicht – auch aus dem Umfeld des syrischen Präsidenten Assad – nach einem Weg ins Ausland oder bereiten bereits ihre Flucht vor. Man habe Informationen darüber, dass Mitglieder der Führungsschicht den oppositionellen Syrischen Nationalrat um Hilfe gebeten haben, um Geld außer Landes zu schaffen und Verwandte im Ausland in Sicherheit zu bringen, teilte das US-Außenministerium am Freitag mit.
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