Sieg in Minnesota
Außenseiter Santorum mischt US-Vorwahlen auf
Der ehemalige Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, hat die Vorwahlen der Republikaner im US-Staat Minnesota gewonnen und setzt damit Mitt Romney unter Druck.
Im Rennen der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur hat der Außenseiter Rick Santorum einen überraschenden Erfolg errungen. Zuvor entschied der konservative Kandidat bereits die Abstimmung in Missouri für sich. Dort war das Ergebnis allerdings nicht bindend, die Delegierten für den Parteitag der Republikaner werden erst im kommenden Monat bei einem sogenannten Caucus bestimmt.
Auch im US-Staat Colorado stimmten die Anhänger der Republikaner am Dienstag über den künftigen Präsidentschaftskandidaten ab, der im November gegen den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama antreten soll.
Santorum gilt als sehr konservativ
Mit seinem Doppelsieg setzte Santorum den Favoriten Mitt Romney unter Druck. Sehr konservative Republikaner beäugen den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts nach wie vor mit Argwohn, weil er früher moderate Ansichten zu Abtreibung und Homosexuellenrechten vertrat.
Santorum präsentiert sich dagegen als Hardliner. Zuletzt hatte Romney die Vorwahlen in dem bevölkerungsreichen Staat Florida gewonnen. Für Santorum waren die Siege am Dienstag die ersten nach seinem knappen Sieg in Iowa im Januar.
Bei seiner Ansprache im Hauptquartier seines Wahlkampfteams in St. Charles richtete sich Santorum allerdings nicht gegen seinen innerparteilichen Konkurrenten Romney, sondern gegen US-Präsident Obama. "Ich bin nicht die konservative Alternative zu Mitt Romney, ich bin die konservative Alternative zu Barack Obama ", rief Santorum seinen Anhängern zu.
Sein bislang schärfster Herausforderer, der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingric h, hatte bisher nur in South Carolina gewonnen.
Mit seinem Aufbäumen könnte Santorum das Rennen erneut durcheinanderwirbeln. Zumal auch der Kongressabgeordnete Ron Paul ebenfalls nicht ans Aufgeben denkt.
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