"Neues Image"
FDP-Politiker will Griechenland umbenennen
Nach Meinung von Jorgo Chatzimarkakis leidet Griechenland an einem negativen Image. Das Land brauche eine neue Verfassung – und einen neuen Namen.
Jorgo Chatzimarkakis, griechischstämmiger FDP-Europaabgeordneter, hat in der "Bild"-Zeitung einen ungewöhnlichen Plan für einen griechichen Neuanfang vorgestellt: Das Land solle sich einen neuen Namen geben. "Der Name Griechenland steht bei vielen in Europa für ein kaputtes politisches System, Vetternwirtschaft. Im Zuge eines ehrlichen Neuanfangs sollte die griechische Verfassung neu geschrieben und das Land in allen Sprachen konsequent "Hellas" genannt werden", sagte er der Zeitung und fügte hinzu: "Das Land braucht ein neues Image."
In dem Interview sagte er außerdem, das aktuelle Sytem müsse komplett zerfallen und gegen ein neues ersetzt werden. Momentan sei es noch geprägt von Vetternwirtschaft. "Die Politiker vermitteln auch weiterhin Jobs im Staatsdienst oder andere kleine Gefälligkeiten gegen Wählerstimmen."
Dabei verarme die Mittelschicht zunehmend, und an Müllhalden konkurrierten die ärmsten Griechen mit illegal eingewanderten Menschen um Nahrungsreste. "Wollen wir einen regelrechten Armutskrieg in Griechenland riskieren? Wollen wir zulassen, dass Menschen für Nahrung töten?" fragte Chatzimarkakis.
Griechenland brauche Wirtschaftswachstum. Die beste Lösung wäre Chatzimarkakis' Meinung nach ein Ende der Parteienregierung und ein Kabinett der Technokraten um Ministerpräsident Lukas Papademos. Die Troika setze nur auf Sparen und vergesse das Wachstum. "Griechenland braucht jetzt Wachstum und neue Jobs", warnte Chatzimarkakis. "Das griechische Problem könnte in eine gigantische europäische Tragödie führen."
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