Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
02.02.12

Empörung über Broschüre

Wilders will deutschem Botschafter "Ohren waschen"

In einer deutschen Broschüre wird vor Rechtspopulismus gewarnt – und namentlich vor dem niederländischen Politiker Geert Wilders. Der will nun den Botschafter einbestellen.

© AFP
ks_wilders_DW_Politik_Amsterdam.jpg

Ganz Holland hat am Donnerstag aufgeregt über eine Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung aus Berlin diskutiert. Darin schreibt die Organisation für Opfer rechter Gewalt über die aktuelle Gefahr von Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus.

Da Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in diesen Phänomenen den Nährboden für die Zwickauer Neonazizelle NSU sieht, so schreibt sie im Vorwort, fühlt der islamkritische niederländische Politiker Geert Wilders sich nun von ihr dämonisiert.

Wilders fordert deshalb die Einbestellung des deutschen Botschafters in Den Haag, dem er kräftig "die Ohren waschen will". Er hat das Recht dazu, da er mit seiner rechtspopulistischen Freiheitspartei PVV die Minderheitsregierung unterstützt.

Unterkapitel "antimuslimischer Rassismus"

In der Broschüre, die vom BMJ finanziert wurde, wird verschiedene Male vor Wilders und die von ihm unterstützte deutsche Schwesterpartei "Die Freiheit" gewarnt. Beide werden im Unterkapitel "antimuslimischer Rassismus" genannt.

Auch wird im Text einen Bogen vom norwegischen Massenmörder Anders Breivik zu Kritikern von Islam und "multikultureller Gesellschaft" gezogen. Als Illustration dient ein Foto von Wilders.

Die FDP-Ministerin hat sich, wie andere Kabinettskollegen, schon öfter über Wilders aufgeregt. Sie nannte den blondierten PVV-Vorsitzenden "eine zwielichtige Figur, deren Ratschläge dem Bemühen zuwider laufen, die Integration von muslimischen Mitbürgern zu fördern." Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte 2010 die Bildung der niederländische Minder-heitsregierung wegen Wilders Unterstützung "bedauert".

Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Wendig: Dieses autonome Auto deutscher Forscher ("EO") parkt selbsttätig ein und dreht dabei seine Räder um 90 Grad
Die Geisterautos sind da

Diese Autos kommen ohne Fahrer aus

Video Nachrichten mehr
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
EM 2012 Deutschland plant 10 Spiele und 10 Siege
Atemnot Elton John sagt Vegas-Konzerte ab
Spitzentreffen Immer noch keine Einigung zum Fiskalpakt
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Kaufberatung

Günstige Digitalkameras unter 150 Euro im Test

Habgier

Deutscher wegen Lego-Diebstahls vor US-Gericht

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote