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02.02.12

Schuldenkrise

China fordert Reformen in Europa

Bundeskanzlerin Merkel hat in China um Unterstützung in der Euro-Krise geworben. Doch die Chinesen wollen vorerst keine Milliarden in den Rettungsschirm stecken. Staatschef Wen will Aussichten auf mehr Wachstum in der Eurozone und fordert eine reformierte Finanzpolitik.

dapd/DAPD

Allein in Peking: Auf dem Podium der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften (CASS) wartet Angela Merkel...

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China drängt Europa, die Schuldenkrise geschlossen und schnell zu überwinden. Die Finanzkrise bedrohe die gesamte Weltwirtschaft, sagte Ministerpräsident Wen Jiabao am Donnerstag in Peking. China prüfe zwar derzeit, wie man dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mehr Mittel anbieten könne, aber "die EU-Schuldenländer müssen schmerzhafte Entscheidungen treffen und ihre Hausaufgaben machen", erklärte Wen.

China bekundet plant vorerst keine Milliardeninvestitionen in den Euro-Rettungsschirm EFSF. Nach Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel in der Großen Halle des Volkes in Peking forderte Wen, dass die EU in der Schuldenkrise mit einer "einheitlichen Stimme" sprechen müsse.

"Die eigenen Bemühungen sind entscheidend in dieser Frage", sagte Wen Jiabao bei einer Pressebegegnung. Eine Zusage für verstärkte Investitionen Chinas in europäische Schatzanleihen zur Stabilisierung des Euros gab Wen Jiabao nicht. Er habe mit Merkel nur über den Rettungsschirm diskutiert, sagte der Regierungschef.

Eine Lösung der europäischen Schuldenkrise hänge vor allem davon ab, dass es wieder dynamisches Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone gebe. Neben den aktuell nötigen Hilfsmaßnahmen seien auch strukturelle und institutionelle Reformen in der Haushalts- und Finanzpolitik der Europäer erforderlich, sagte Wen.

Europa sei für China "von strategischer Bedeutung". Sein Land sei gerne bereit, sich stärker mit allen Beteiligten abzustimmen, um die Stabilität in der Euro-Zone zu fördern. China sei bereit, mit Deutschland die Kontakte zu verstärken und die gegenseitigen Investitionen zwischen Deutschland und China zu erweitern.

Quelle: dpa/AFP/ap
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