US-Außenministerin
Amtsmüde Hillary Clinton wird Politik verlassen
Hillary Clinton hält an ihrem Ausstieg aus der Politik fest: Sie sei "müde", bekräftigte sie ihre Pläne, nicht erneut als US-Außenministerin anzutreten.
US-Außenministerin Hillary Clinton (64) denkt an Ruhestand. Nach 20 Jahren "auf dem Drahtseil der Politik" sei es "an der Zeit herauszufinden, wie müde ich bin", sagte sie am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Sie erteilte vor Mitarbeitern ihres Ministeriums Spekulationen eine Absage, sie werde im Fall eines Wahlsiegs von Präsident Barack Obama möglicherweise doch im Amt bleiben. Allerdings wird sie ihr Amt behalten, bis Obama einen Nachfolger benennt.
"Ich habe deutlich gemacht, dass ich so lange bleiben werde, bis der Präsident jemanden nominiert hat und der Übergang stattfinden kann", sagte Clinton. Allerdings schien sie eine Rückkehr nicht ganz auszuschließen. Unter dem Gelächter der Mitarbeiter erklärte Clinton: "Das sagen alle, wenn sie diese Jobs verlassen."
Bereits in der Vergangenheit hatte Clinton klargemacht, dass sie die Führung des State Departments nach einer Amtszeit aufgeben wolle.
Keine Beteiligung am Wahlkampf
Als Außenministerin darf Clinton sich nicht in den Wahlkampf einschalten. Sie erklärte, es fühle sich ein wenig merkwürdig an, dieses Mal nicht dabei zu sein. Aber sie genieße es auch, nicht Teil des Rummels zu sein und habe sich noch keine Debatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber angesehen.
Der Wahlkampf vor der Präsidentenwahl im November werde wohl viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, die normalerweise auf außenpolitische Themen gerichtet sei, sagte die Ministerin weiter. Dies habe möglicherweise jedoch auch sein Gutes: "Die gute Nachricht ist, dass wir vielleicht sogar mehr schaffen, wenn sie nicht auf uns achten."
Clinton hatte 2008 den Kampf um die Präsidentschaftskandidatur gegen Obama verloren. Nach seinem Wahlsieg ernannte Obama sie aber zu seiner Chefdiplomatin. Bis 2001 war sie an der Seite ihres Ehemanns Bill Clinton acht Jahre lang im Weißen Haus.
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