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02.11.11

Angst vor Atombombe

Netanjahu dringt auf Militärschlag gegen den Iran

Israels Premier Netanjahu sucht nach Unterstützung für einen Militärschlag gegen den Iran. Geheimdienstler warnen vor einem solchen Vorgehen.

© picture alliance / dpa/EPA
Benjamin Netanjahu

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sucht nach einem Zeitungsbericht eine Mehrheit für einen Militärschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen. Die israelische Zeitung "Haaretz" schrieb am Mittwoch, Netanjahu bemühe sich gemeinsam mit Verteidigungsminister Ehud Barak um Unterstützung in der Regierung für ein solches Vorhaben.

Ein Sprecher Netanjahus wollte sich nicht zu dem Thema äußern. "Wir kommentieren nicht jede Spekulation in der Zeitung", sagte Mark Regev.

Israelische Medien haben in den letzten Tagen immer wieder in großer Aufmachung über das Thema Iran und einen möglichen israelischen Angriff berichtet. Israel und viele westliche Länder befürchten, dass der Iran unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung nuklearer Energie an einer Atombombe baut.

Israel fühlt sich existenziell bedroht

Der jüdische Staat fühlt sich angesichts wiederkehrender Drohungen aus Teheran existenziell von dem Iran bedroht. Es gibt jedoch zahlreiche Stimmen, vor allem aus dem Geheimdienstbereich, die vor den gefährlichen Konsequenzen eines Militärschlags warnen.

"Haaretz" schrieb am Mittwoch, es gebe innerhalb des engen Kreises von acht Ministern eine knappe Mehrheit für die Gegner eines israelischen Angriffs.

Neben Netanjahu und Barak sei bislang nur Außenminister Avigdor Lieberman für ein solches Vorgehen. Das Blatt schrieb unter Berufung auf einen ranghohen Minister innerhalb des engen Kreises, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Ein in Kürze erwarteter neuer Bericht der internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) über die vom Iran ausgehende nukleare Bedrohung könne starke Auswirkungen auf den Entscheidungsprozess in Israel haben, schrieb "Haaretz" unter Berufung auf Kreise in der Regierung und im Außenministerium.

Quelle: dpa/pku
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