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16.07.11

Krebserkrankung

Chávez muss sich in Kuba Chemotherapie unterziehen

Hugo Chávez will nach Havanna zurück, um "die zweite Phase" der Krebsbehandlung zu beginnen. Dafür braucht der Präsident Venezuelas die Zustimmung der Opposition.

REUTERS

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez lässt sich wegen seiner Krebserkrankung erneut auf Kuba behandeln. Er wolle die Chemotherapie dort fortsetzen, sagte Chavez und bat den Kongress, ihm die Reise nach Kuba zu genehmigen.

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Der venezolanische Präsident Hugo Chávez will zu einer Chemotherapie nach Kuba zurückkehren. Er bemühe sich um die Genehmigung des Parlaments, um nach Havanna zurückzukehren, um dort die "zweite Phase" der Krebsbehandlung zu beginnen, sagte Chávez am Freitag nach einem Treffen mit dem designierten peruanischen Präsidenten Ollanta Humala im Präsidentenpalast.

Laut Verfassung braucht Chávez für seine Reise die Zustimmung der Nationalversammlung. Nach Angaben des venezolanischen Oppositionsführers Alfonso Marquina war für den Morgen (Ortszeit) eine Sondersitzung der Abgeordneten der Opposition geplant. Sie müssen darüber entscheiden, dem Präsidenten eine "vorübergehende Abwesenheit" zu genehmigen, sagte Marqunia.

Er hoffe auf einen "medizinischen Bericht, der für alle Venezolaner Zweifel bezüglich des wahren Gesundheitszustands des Präsidenten" zerstreue, sagte Marquina weiter. Er und andere Oppositionspolitiker seien der Ansicht, dass der venezolanische Vizepräsident Elias Jaua vorübergehend die Aufgaben Chavéz übernehmen sollte, während dieser abwesend ist.

Wie lange Chávez in Kuba bleiben wollte, war zunächst unklar. Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach Chávez sich für die nächste Behandlungsphase in ein Krankenhaus im brasilianischen Sao Paulo begeben könnte.

Der 56-jährige venezolanische Staatschef unterzog sich nach eigenen Angaben im Juni einer Operation in Kuba, bei der ihm ein bösartiger Tumor aus dem Beckenbereich entfernt wurde.

Im Staatsfernsehen sagte Chávez am Freitag, während er sich von der Operation erhole, stehe er um fünf Uhr morgens auf und lese Werke des deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche. Zudem habe er wieder mit der Malerei angefangen. "Ich weiß, dass es Menschen gibt, die glücklich sind, weil sie glauben, dass ich sterbe, dass ich bald sterben werde", sagte Chávez.

Quelle: dapd/jm
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