27.02.13

Strategiewechsel

USA prüfen direkte Unterstützung syrischer Rebellen

Die amerikanische Regierung erwägt offenbar erstmals eine direkte Unterstützung für die Rebellen in Syrien. Ein solcher Politikwechsel soll derzeit von US-Außenminister John Kerry vorbereitet werden.

Foto: Getty Images

Der neue US-Außenminister John Kerry bei seinem Besuch in Berlin
Der amerikanische Außenminister John Kerry

Die US-Regierung prüft einem Zeitungsbericht zufolge, den Aufständischen in Syrien unter anderem Schutzwesten zu liefern. Denkbar sei auch, eine militärische Ausbildung anzubieten, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungsvertreter in den USA und Europa.

Der neue US-Außenminister John Kerry werde diesen angedachten Politikwechsel auf seiner Antrittsreise durch mehrere Staaten der EU und des Nahen Ostens ansprechen. In den USA gebe es aber Vorbehalte gegenüber Waffenlieferungen an die Rebellen.

Kerry wird bei der Konferenz der Freunde Syriens am Donnerstag in Rom mit Vertretern der syrischen Opposition zusammenkommen. Bei seinem Besuch in London sagte Kerry, US-Präsident Barack Obama prüfe weitere Schritte, "um unsere Verpflichtung gegenüber unschuldigen Menschen zu erfüllen", ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Auch bei seinem Berlin-Besuch am Dienstag besprach Kerry das Thema Syrien.

Er kam in der deutschen Hauptstadt unter anderem mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammen. Nach der Unterredung betonten beide Seiten in ungewöhnlicher Übereinstimmung ihren Willen, Verhandlungen über ein Ende des seit zwei Jahren andauernden Konflikts voranzubringen.

Lawrow kam nach eigenen Worten mit Kerry überein, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um einem Dialog den Weg zu ebnen. Lawrow sagte über den neuen US-Außenminister, Kerry erkenne den Ernst der Lage in Syrien. Das US-Außenministerium charakterisierte die Gespräche anschließend als "wirklich ernst und ein Stück harter Arbeit". Bisher waren sich die USA und Russland vor allem uneins darüber, ob die Forderung der syrischen Opposition nach einem Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad Bedingung direkter Gespräche sei. Lawrow bezeichnete diese Forderung im Vorfeld des Treffens mit Kerry als "unrealistisch".

In dem Konflikt wurden nach UN-Schätzungen bislang bis zu 70.000 Menschen getötet.

Quelle: Reuters/mcz
Quelle: Reuters
26.02.13 1:28 min.
Diese würde "etwas bewegen", sagte der neue US-Außenminister John Kerry bei seinem Antrittsbesuch in Deutschland mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
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