21.02.2013, 11:29

Syrien-Konflikt Zahlreiche Tote und Verletzte bei Anschlag in Damaskus


Eine Serie von Bombenanschlägen erschütterte am Donnerstagvormittag die syrische Hauptstadt Damaskus

Foto: Youssef Badawi / dpa

Eine Serie von Bombenanschlägen erschütterte am Donnerstagvormittag die syrische Hauptstadt Damaskus Foto: Youssef Badawi / dpa

Am Donnerstag erschütterte eine Anschlagserie Damaskus. Eine Autobombe explodierte in der Nähe von Regierungsgebäuden.

Die Explosion einer Autobombe hat am Donnerstagmorgen die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Nach Angaben von Aktivisten kamen dabei mindestens 31 Menschen ums Leben. Unter den Opfern waren dem syrischen Beobachterzentrum für Menschenrechte zufolge Sicherheitskräfte und Zivilisten.

Die Explosion ereignete sich nahe des Hauptquartiers der regierenden Baath-Partei und der russischen Botschaft im Stadtviertel Masraa, berichteten Augenzeugen und Oppositionsaktivisten. Ein Auto sei bei einem Kontrollpunkt zwischen der Botschaft und der Parteizentrale explodiert, berichteten Augenzeugen.

Riesige Rauchwolken über der Stadt

Das staatliche syrische Fernsehen meldete bislang nur, es habe Opfer gegeben. Unter den Verletzten sollen dem Bericht zufolge vier Kinder sein. Der Sender bezeichnete die Explosion als "Terrorangriff". Der regimetreue Sender Al-Ichbarija zeigte Bilder von vier leblosen Körpern, die in einem öffentlichen Park liegen. Feuerwehrleute versuchten, brennende Autos zu löschen. Die amtliche Nachrichtenagentur veröffentlichte Bilder von zwei Leichen.

Die Explosion zerstörte Glasscheiben in der Umgebung. Augenzeugen berichteten von einer riesigen Rauchwolke, die in weiten Teilen der Stadt sichtbar war. "Es war riesig. In meinem Laden fiel alles durcheinander", sagte ein Anwohner. Ein Mädchen, dass an seinem Laden vorbeiging, sei durch herumfliegende Glasscherben getötet worden, fügte er hinzu.

Auch russische Botschaft beschädigt

Wie die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti meldete, wurde die russische Botschaft durch die Explosion beschädigt. Kurz nach der Explosion soll sich im Nordwesten von Damaskus eine zweite Explosion ereignet haben. Das oppositionelle Beobachterzentrum für Menschenrechte berichtete, dass im Stadtteil Barseh zwei Autobomben explodiert seien, gefolgt von Gefechten zwischen Rebellen und Sicherheitskräften. Weitere Details waren nicht bekannt.

Damaskus blieb bislang von schweren Gefechten im syrischen Bürgerkrieg weitgehend verschont, doch mehrere Regierungsgebäude wurden in der Vergangenheit zum Ziel von Bombenanschlägen. Am Mittwoch starb bein einem Mörserangriff auf ein Fußballstadion ein Spieler. Am Dienstag gingen Granaten in der Nähe von einem der drei Präsidentepaläste Baschar Al-Assads in Damaskus nieder.

(dpa/AFP/oje)
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