18.02.13

Trotz Krebserkrankung

Hugo Chávez kehrt nach Venezuela zurück

"Danke, mein Gott! Danke, geliebtes Volk!" Mit diesen Worten verkündet Venezuelas krebskranker Präsident Hugo Chávez seine Rückkehr in die Heimat. Er wird sich dort weiter ärztlich behandeln lassen.

Foto: dpa

Das Foto, das am 15. Februar öffentlich gemacht wurde, zeigt Hugo Chávez im Krankenhaus in Havanna mit seinen Töchtern Maria Gabriela (l.) und Rosa Virginia
Das Foto, das am 15. Februar öffentlich gemacht wurde, zeigt Hugo Chávez im Krankenhaus in Havanna mit seinen Töchtern Maria Gabriela (l.) und Rosa Virginia

Der an Krebs erkrankte venezolanische Staatschef Hugo Chávez ist nach wochenlanger Abwesenheit in seine Heimat zurückgekehrt. In einer Botschaft über den Kurznachrichtendienst Twitter gab Chávez seine Rückkehr am Montagmorgen bekannt. "Wir sind in der venezolanischen Heimat zurück. Danke, mein Gott! Danke, geliebtes Volk!", schrieb Chávez. Er werde die Behandlung in Venezuela fortsetzen, ergänzte er. "Vorwärts zum ewigen Sieg. Wir werden leben und siegen."

Die Rückkehr zu diesem Zeitpunkt kommt überraschend. Am Mittwoch erklärte Vize-Präsident Nicolas Maduro, der 58-Jährige müsse sich weiteren medizinischen Behandlungen unterziehen. Diese seien kompliziert, sollten die Erkrankung aber beenden.

Jetzt am Montag sagte Maduro, der Präsident werde in einem Militärkrankenhaus in Caracas behandelt. In Live-Übertragungen des Fernsehens waren jubelnde Minister zu sehen. Einer von ihnen sang: "Er ist zurück, er ist zurück". "Wir sind überglücklich", sagte Maduro.

Seit Dezember in Kuba behandelt

Chávez war im Dezember zum vierten Mal zur Krebsbehandlung nach Kuba gereist und wurde seither dort behandelt. Wegen der Erkrankung konnte der Präsident am 10. Januar den Eid für seine neue Amtszeit nicht ablegen, nachdem er im Oktober wiedergewählt worden war. Die venezolanische Opposition warf der Regierung zuletzt immer wieder vor, Lügen über Chávez' sich angeblich verbessernden Gesundheitszustand zu verbreiten.

An welcher Krebsart Chavez genau leidet, ist nicht bekannt. Wegen der Geheimniskrämerei der Behörden war zuletzt auch über einen baldigen Tod des sozialistischen Präsidenten spekuliert worden.

Quelle: Reuters/AFP/dpa/mcz/smb
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