18.02.2013, 00:08

Ecuador Correa erklärt sich zum Sieger bei Präsidentenwahl

Foto: AFP

Bei der Präsidentschaftswahl in Ecuador ist Amtsinhaber Rafael Correa Prognosen zufolge im Amt bestätigt worden. Correa hatte wegen des politischen Asyls für Julian Assange Schlagzeilen gemacht.

Die Präsidentenwahl in Ecuador hat Amtsinhaber Rafael Correa laut Nachwahlbefragungen klar gewonnen. Der 49-jährige Ökonom vereinigte 61 Prozent der Stimmen auf sich, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Opinion Public am Sonntag hervorging, die im Staatsfernsehen veröffentlicht wurde.

Von seinen sieben Herausforderern schnitt der Ex-Banker Guillermo Lasso demnach mit lediglich 21 Prozent noch am besten ab. Correa erklärte sich umgehend zum Wahlsieger.

Es wird davon ausgegangen, dass Correa seine sozialistische Agenda weiter vorantreibt. In den vergangenen sechs Jahren hatte er die Sozialausgaben in dem südamerikanischen Land erhöht und einkommensschwachen Familien den Zugang zum Bildungs- und Gesundheitswesen erleichtert.

Freund von Hugo Chavez

Im Streit mit Ölkonzernen setzte Correa 2010 neue Verträge durch, die Ecuador einen größeren Anteil an den Bodenschätzen des Landes sicherten. Kritiker werfen dem Freund des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez vor, Investoren aus dem Land zu vergraulen und gegnerische Stimmen zu unterdrücken.

Zuletzt machte Correa auch Schlagzeilen, als er dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange politisches Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London gewährte.

Correa bewarb sich für eine Amtszeit von vier Jahren. Für einen Sieg in der ersten Runde benötigte er 50 Prozent der Stimmen oder 40 Prozent bei einem Vorsprung von mindestens zehn Punkten auf den Zweitplatzierten.

(Reuters/sara)
Di, 22.01.2013, 13.43 Uhr

In Ecuador gibt es große Ölreserven im Regenwald. Das Gebiet ist ein einzigartiges Biosphärenreservat. Das Land würde die wertvollen Ölfelder nicht ausbeuten, wenn die Welt dafür bezahlt.

Video: DWTV
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