17.02.2013, 15:06

Umweltpartei Marina Silva ist Brasiliens grüne Piratin


Umwelt-Ikone Marina Silva während ihrer Rede: „Ich will eine neue Partei gründen.“

Foto: Eraldo Peres / AP

Von Katja Heise

Was entsteht, wenn man die Grünen und die Piratenpartei gut durchmischt? Ein Nachhaltigkeits-Netzwerk, das mithilfe des Internets auf Bürgernähe setzt. So eine Partei gibt es jetzt in Brasilien.

Einen offiziellen Namen hat das Nachhaltigkeits-Netzwerk in Brasilien noch nicht. Auch ein detailliertes Programm kann Politikerin Marina Silva für ihre neu gegründete Partei noch nicht vorweisen. Bekannt ist bislang nur, dass die Gründerin und ehemalige Umweltaktivistin Silva für eine nachhaltige Zukunft kämpfen will.

Ein Thema, mit dem sich die 55-Jährige gut auskennt. Allerdings musste die ehemalige Umweltministerin schon einige Niederlagen einstecken. 2008 trat sie von ihrem Posten unter Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zurück, weil sie ihre Ziele im Umweltschutz häufig nicht durchsetzen konnte. 2010 kandidierte Silva bei den Präsidentschaftswahlen für die brasilianischen Grünen. Hier gewann sie zwar überraschend 19 Prozent der Stimmen, aber für das Amt reichte es nicht.

Mehr Erfolg mit Obamas Strategie

Mit ihrem Netzwerk will sich Silva jetzt ganz von allen bisherigen Parteien des Landes abgrenzen. Sie wolle die Politik zu den Menschen bringen, indem sie die Bürger im Internet vernetzt. Ob sie selbst für die Präsidentschaftswahlen 2014 kandidieren wird, ließ sie offen. Für größeren Erfolg setzt sie diesmal auf ein prominentes Vorbild: auf US-Präsident Barack Obama, der mit seinem Internetwahlkampf viele Menschen von sich überzeugen konnte.

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