10.02.13

Mali

Massengrab mit Arabern in Timbuktu entdeckt

Nach der Einnahme der Wüstenoase Timbuktu durch malische und französische Truppen wurde jetzt ein Massengrab entdeckt. Die Opfer sind vermutlich arabische Händler, die mit den Islamisten kooperierten.

Knapp zwei Wochen nach der Vertreibung der islamistischen Kämpfer aus Timbuktu durch malische und französische Soldaten ist in der Oasenstadt einem Medienbericht zufolge ein Massengrab entdeckt worden. Drei der in dem Grab verscharrten Leichen seien noch zu erkennen gewesen, berichtete die mauretanische Nachrichtenagentur ANI unter Berufung auf Augenzeugen.

Es seien "arabische Händler, die vor Kurzem von malischen Soldaten festgenommen wurden und von denen seither nichts mehr gehört wurde". Gefunden wurde das Massengrab laut ANI am Freitag.

Auf ihrem Vormarsch im Norden Malis hatten französische und malische Truppen am 28. Januar Timbuktu kampflos eingenommen. Unmittelbar danach stürmten Hunderte Einwohner Geschäfte von Arabern, denen sie vorwarfen, während der monatelangen Besetzung Timbuktus durch islamistische Kämpfer mit diesen gemeinsame Sache gemacht zu haben.

Zum Teil fanden die Angreifer Waffen und andere militärische Ausrüstung, die Plünderer schleppten aber auch Fernseher, Lebensmittel und andere Güter weg.

Ernste Menschenrechtsverstöße

Menschenrechtsorganisationen hatten der malischen Armee jüngst außergerichtliche Hinrichtungen von Tuareg und Arabern vorgeworfen. Sie forderten die Regierung zu Schutzmaßnahmen auf.

Nach dem Sturz der Regierung in Bamako durch Soldaten im März vergangenen Jahres hatten Islamisten gemeinsam mit Tuareg-Rebellen innerhalb weniger Tage den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Später vertrieben die Islamisten die Tuareg-Rebellen und riefen im Norden des Landes das islamische Recht der Scharia aus. Frankreich griff am 11. Januar militärisch in Mali ein, um einen weiteren Vormarsch der Islamisten zu stoppen.

Quelle: AFP/fbr
Quelle: Reuters
28.01.13 0:55 min.
Die von Frankreich angeführte Offensive macht offenbar Fortschritte. Von den drei größeren Städten im Norden des Landes, die die Rebellen erobert hatten, kontrollieren diese damit nur noch Kidal.
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