07.02.2013, 14:06

Sotschi 2014 Putin feuert Vize-Chef des russischen Olympia-Komitees


Baustelle Olympiapark: Für die Winterspiele im russischen Schwarzmeerkurort Sotschi steigen die Kosten, während der Baufortschritt stockt

Foto: Jan Woitas / dpa

Baustelle Olympiapark: Für die Winterspiele im russischen Schwarzmeerkurort Sotschi steigen die Kosten, während der Baufortschritt stockt Foto: Jan Woitas / dpa

Die Vorbereitungen der Olympischen Winterspiele in Sotschi laufen nicht rund. Russlands Führung hat nun einen Schuldigen gefunden.

Weil die Bauarbeiten für die Anlagen der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi in Verzug sind, hat der russische Präsident Wladimir Putin den Vize-Chef des Olympia-Komitees entlassen. Russlands stellvertretender Ministerpräsident Dmitri Kosak sagte am Donnerstag zur Begründung, Achmed Bilalow habe die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt.

Putin hatte sich am Vortag insbesondere entsetzt gezeigt, dass zwei Ski-Sprungschanzen erst mit zweijähriger Verspätung und siebenfachen Kosten fertig geworden waren. Kritiker werfen dem 42-jährigen Vizepräsidenten des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) Bilalow vor, er kümmere sich mehr um Privatgeschäfte als um Olympia.

Die in New York ansässige Organisation Human Rights Watch hatte Russland zudem vorgeworfen, ausländische Arbeiter beim Bau der Sportstätten systematisch auszubeuten. Die Arbeitskräfte würden um ihren Lohn betrogen und erhielten keine ausreichende Verpflegung und Unterkunft. Ein russischer Regierungsvertreter wies die Vorwürfe als übertrieben zurück.

(Reuters/dpa/ap)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter