07.02.2013, 07:24

Kolumbien Video zeigt entführte Deutsche beim Picknick

Do, 07.02.2013, 13.52 Uhr

Ein kolumbianisches Wochenmagazin hat dieses Video von den zwei entführten Deutschen in Kolumbien veröffentlicht. Es zeigt die beiden Männer vor der Entführung durch die Guerillagruppe ELN.

Video: Reuters
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Eine kolumbianische Zeitschrift hat ein undatiertes Video und Fotos der in Kolumbien entführten Deutschen veröffentlicht. Die beiden älteren Männer erzählen bei einem Picknick von ihrer Weltreise.

Die kolumbianische Zeitschrift "Semana" hat auf ihrer Internetseite mehrere Fotos und ein Video veröffentlicht, die den Angaben zufolge die in Kolumbien entführten Deutschen zeigen. Die Bilder seien einige Wochen vor der Entführung der beiden Männer entstanden, schrieb das Magazin.

Nationale und internationale Behörden hätten die Echtheit bestätigt. Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag die Entführung von zwei Deutschen in Kolumbien bestätigt.

Das Video und die Fotos zeigen die zwei älteren Männer beim Picknick neben einem grünen Geländewagen. Sie erzählen darin, sie befänden sich seit rund eineinhalb Jahren auf einer Weltreise: Von Europa seien sie mit ihrem Auto über Asien und Australien nach Südamerika gereist. In Kolumbien waren sie demnach seit Mitte Oktober unterwegs.

Entführer: Deutsche sind wohl Agenten

Zu der Entführung bekannte sich die kolumbianische Guerillagruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN). Die Entführer teilten mit, bei den beiden Männern handele es sich wohl um Geheimagenten.

Sie seien vor mehreren Wochen in der Region Catatumbo im Nordosten des Landes nahe der venezolanischen Grenze aufgegriffen worden und hätten seitdem "ihren Aufenthalt in dem Gebiet nicht erklären" können.

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos sagte, der Aufenthaltsort der beiden Geiseln sei den Behörden bekannt, es werde jedoch keine Militäraktion zu deren Befreiung geben, um das Leben der beiden Deutschen nicht zu gefährden.

Die ELN verfügt über etwa 2500 Mitglieder. Sie bekannte sich auch zur Entführung von fünf Mitarbeitern einer Bergbaugesellschaft, darunter ein Kanadier und zwei Peruaner, vor rund zwei Wochen.

(Reuters/jw)
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