28.01.13

Fordo

USA und Iran zweifeln an Explosion in Atomanlage

Die iranische Regierung hat Berichten über eine Explosion in einer Atomanlage widersprochen. Auch ein Sprecher des US-Präsidialamts sagte, Washington hätte keine Informationen über einen solchen Fall.

Foto: Reuters

Die Urananreicherungsanlage Fordo rund 150 Kilometer südwestlich von Teheran entfernt. Hier soll es eine Explosion gegeben haben
Die Explosion soll sich in der Urananreicherungsanlage Fordo ereignet haben. Der Iran wies die Berichte darüber zurück. Auch die USA halten den Bericht für nicht glaubwürdig

Der Iran hat Medienberichte über eine Explosion in der unterirdischen Atomanlage Fordo zurückgewiesen. Dabei handele es sich um "westliche Propaganda", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag den Vize-Chef der iranischen Atom-Energiebehörde, Said Schamseddin Bar Brudi.

Auch der Chef des Sicherheitskomitees des Parlaments, Alaeddin Borudscherdi, dementierte die Berichte. Ein Sprecher des US-Präsidialamts sagte später in Washington, es lägen keine Informationen über einen derartigen Zwischenfall vor. "Wir glauben nicht, dass der Bericht glaubwürdig ist", sagte er.

Eine konservative US-Webseite hatte berichtet, dass es in der Anlage Fordo eine Explosion gegeben habe, durch die 200 Menschen eingeschlossen worden seien. Diese Information war von verschiedenen anderen Medien weiterverbreitet worden. Auch die "Welt" hatte darüber berichtet.

Fordo gilt als die einzige iranische Atomanlage, die vor militärischen Angriffen geschützt ist. Die Atomanlage befindet sich unter einem Bergmassiv. Die Regierung in Teheran befürchtet, dass die Inspektionen der Anlage durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) missbraucht werden, um die Anlage auszuspionieren.

Iran vermutete Kappung der Stromverbindung

Im September teilte der Chef der Iranischen Organisation für die Atomenergie, Fereidun Abbasi Dawani, mit, die Stromverbindung für Fordo sei durch Explosionen gekappt worden. Er führte dies auf "Saboteure" zurück, deren Werk mit den IAEA-Inspektionen zusammenhänge.

Die islamische Republik steht im Verdacht, nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran bestreitet dies, räumt die Verdachtsmomente aber nicht aus. Die USA und Israel haben einen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen nicht ausgeschlossen.

Quelle: Reuters/AFP/sara
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